FAQ - Lichtplatten

Hier finden Sie Antworten auf die am meisten gestellten Fragen zu Lichtplatten. Sollten Sie trotzdem weitere Fragen haben, dann können Sie immer Kontakt zu uns aufnehmen.

Was ist der Unterschied zwischen den Kunststoffen?

PVC (Polyvinylchlorid): Bei hellen Platten nicht glasklar, sondern klarbläulich, schlagzäh, ammoniakbeständig, daher gut geeignet für die Landwirtschaft, preisgünstige Variante, hohe Langlebigkeit, witterungsbeständig.


Polycarbonat: Hohe Belastbarkeit, witterungsbeständig, sehr starkes und stabiles Material, gutes Preis-Leistungsverhältnis, hohe Hagel- und Kratzbeständigkeit.


Acrylglas (auch bekannt als Plexiglas): Hohe Belastbarkeit, witterungsbeständig, optisch fast ähnlich wie Glas, hagelsicher, hohe UV-Beständigkeit und viel Lichtdurchlass.


Materialeigenschaften

PVC Polycarbonat Acrylglas
Preis:
UV-Beständig:
UV-Schutz:
Lichtdurchlässig:
Stoßfestig:
Hagelbeständig:
Kratzbeständig:
Ammoniakbeständig:
Biegsam:
Temperaturbeständig:
(bis ca. 60°C)

(bis ca. 120°C)

(bis ca. 100°C)
Verarbeitungstemp.:
(Ab +5°C)

(Ab -20°C)

(Ab +5°C)
Brandschutzklasse:
(B1)

(B1)

(B2)

= Sehr gut
= Gut
= Befriedigend
= Nicht geeignet

Was ist der K-Wert?

Der K-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wieviel Wärme die Platten durchlassen. Es ist also ein Wärmedämmwert für Materialien, die anzeigen wie gut das Produkt gedämmt ist, auch bekannt als U-Wert. Je geringer der K-Wert ist, desto geringer ist der Wärmedurchgang, desto besser ist die Platte gedämmt.

Was ist UV-Schutz und UV-beständigkeit?

UV-beständig: Alle drei Kunststoffe (PVC, Polycarbonat, Acrylglas sind UV-beständig. Bei PVC werden per Additiv entsprechende UV-Absorber hinzugefügt, diese nehmen mit der Zeit an Leistung durch Bewitterung ab. PMMA hingegen ist schon als Polymer mit Zugabe von Schlagzäh-Additive UV-beständig und dies über einen sehr langen Zeitraum (30 Jahre Garantie auf UV-Beständigkeit). PC wird durch eine Oberflächenvergütung (Coextrusion, meistens einseitig) UV-beständig. Diese Oberflächenvergütung nimmt ebenfalls mit zunehmender Bewitterung an Leistung ab.


UV-Schutz: UV-Schutz ist ein völlig anderes Thema. Hier geht es um den generellen Schutz vor UV-A und UV-B Strahlung. Und hier sind Polycarbonat und Acrylglas die leistungsstärksten Thermoplasten. Man unterscheidet zwischen:


UV-C-Strahlung unter 280 Nm, die in der Atmosphäre absorbiert wird und die Erdoberfläche nicht erreicht.

UV-B-Strahlung von 290 - 320 Nm, die Aktivierung der Hautpigmente und Bräunung der Haut bis zum Sonnenbrand und bis Hautkrebs verursacht.

UV-A-Strahlung von 320 - 400 Nm, die für schnelle Bräunung, Hautalterung und Faltenbildung verantwortlich ist, aber keinen Sonnenbrand verursacht.


Acrylglas absorbiert UV-Strahlung unter 340 Nm, lässt also keine UV-B-Strahlung, wohl aber Teile der UV-A-Strahlung durch.

Polycarbonat absorbiert nahezu alle UV-Strahlung bis 390 Nm, also sowohl UV-B als auch nahezu komplett UV-A-Strahlung.

PVC ist ebenfalls UV-A und UV-B absorbierend.


Alle drei Materialien absorbieren also UV-B-Strahlung, wobei Polycarbonat deutlich mehr UV-A-Strahlung absorbiert.

Schlagzäh-Modifikationen im Acrylglas, wie wir sie in unseren Steg- und Wellplatten verwenden, um die Platten schlagfester zu machen, reduzieren die UV-A-Durchlässigkeit in unseren Platten bis ca. 380 Nm.

Was sind die Unterschiede zwischen den Verlegeprofile?

Stegplatten oder Stegdoppelplatten werden, anders als einschalige Lichtplatten, mit Verlegeprofile montiert. Wir bieten verschiedene Montagesystemen an, wobei die Profile sich unterscheiden in der Art der Montage und im Material. Es gibt die Profile in PVC Kunststoff, Aluminium oder aus einer Kombination aus Kunststoff und Aluminium. Die Profile sind nicht freitragend und werden in Standardlängen vollflächig auf den Längsbalken der Unterkonstruktion montiert. Die Stegplatten / Hohlkammerplatten werden in den Profilen “schwimmend” verlegt, damit diese Kunststoffplatten bei Temperaturschwankungen ungehindert ausdehnen können. Die Montageprofile geben den Stegplatten Halt und garantieren eine stabile und sichere Verbindung mit der Unterkonstruktion. Bitte beachten Sie, dass die Unterkonstruktion den Platten und Profilen angepasst werden muss. Suchen Sie daher zuerst die gewünschte Stegplatte und das Montageprofil aus. Erst danach können Sie die Unterkonstruktion planen und erstellen. Hierbei sind z.B die Breite der Längsbalken und Profile zu beachten, sowie die Plattenbreite und das Achsmaß des ausgewählten Montageprofils, die die Abständen zwischen den Längsbalken bestimmen. Sollten Sie Stegplatten suchen, die auf Querbalken verlegt werden und ohne Verlegeprofile auskommen, schauen Sie sich bitte unsere 16 mm Polycarbonat Click Panele an.

In unseren Onlineshop bieten wir viele verschiedene Verlegeprofile in Standardlängen mit unterschiedlichen Eigenschaften an. Sie unterscheiden sich u.a. im Material und der Art der Montage: einfach zum Klicken oder zum Verschrauben. Wenn die Platten verschraubt werden, hat es den Vorteil, dass man später die Verschraubung lösen und die Lichtplatten austauschen kann. Die meisten Profile sind für Doppelstegplatten / Hohlkammerplatten gedacht, aber einige sind z.B auch passend für Montage von Glasplatten oder eignen sich hervorragend für Anwendung in einem Wintergarten.

Gerne stellen wir folgende Montageprofile kurz vor:


Zevener Sprosse: Klickprofil komplett bestehend aus dem Material Kunststoff, 70 mm Breite, coextrudierten Dichtlippen, versteckte Verschraubung, schnelle und einfache Montage, hohe Langlebigkeit. Passend für Hohlkammerplatten in 10 und 16 mm. Auch für vertikale Montage von Trennwänden und Sichtschutz geeignet. Meistverwendetes Verlegeprofil.


DUO Profil: Schraubprofil komplett bestehend aus dem Material Aluminium, 60 mm Breite, die Verschraubung kann optional mit Hilfe von einem Klemmdeckel auch versteckt werden, hohe Langlebigkeit aufgrund des Materials. Vormontierte gummierte Dichtungen. Passend für Stegplatten in 10 und 16 mm. Edle hochwertige Ausführung.


ECO Profil: Schraubprofil komplett bestehend aus dem Material Aluminium, 50 mm Breite, hohe Langlebigkeit aufgrund des Materials. Vormontierte gummierte Dichtungen. Passend für Stegplatten in 16 mm. Günstigere Alternative gegenüber dem DUO Profil.


Mendiger Profil Thermo/ Classic: Klickprofil bestehend aus Aluminium kombiniert mit Kunststoff, 60 mm Breite, das Unter- und Oberprofil besteht aus Aluminium, die Verbindung in der Mitte ist aus Kunststoff und bewirkt eine thermische Trennung, mit vormontierten gummierten Dichtungen, versteckte Verschraubung, wird passend hergestellt für Glas- und Lichtplatten in vielen verschiedenen Stärken von 6 bis 34 mm, Oberprofile sind neben blank aluminium auch in den Farben weiß und dunkelgrau erhältlich.


Mendiger Profil Thermo/ Thermo: Klickprofil bestehend aus Aluminium kombiniert mit Kunststoff, 70 mm Breite, aluminium Oberprofil mit Kunststoff Mittelsteg sowie ein Unterprofil aus Aluminium kombiniert mit extra Kunststoff Ventilationskanäle, mit vormontierten gummierten Dichtungen, versteckte Verschraubung, passend für Glas- und Lichtplatten in 10 bis 32 mm. Optimale thermische Trennung und Luftzirkulation. Durch die hinterlüftete Unterprofile, die Schimmel- und Fäulnisbildung vorbeugen, ist es sehr gut geeignet für Wintergärten.

Was ist eine Brandklasse und welche gibt es?

Eine Brandklasse beschreibt eine Klassifizierung der Brände nach ihrem brennenden Stoff und das dafür geeignete Löschmittel. Es wird unterschieden zwischen der nationale Deutschen DIN 4102-1 und der europäischen DIN EN 13501:


Deutsche Klasse DIN 4102-1

A1: nicht brennbar

A2: nicht brennbar

B1: schwer entflammbar

B2: normaler entflammbar

B3: leicht entflammbar


Europäische Klasse DIN EN 13501

A: kein Beitrag zum Brand (A1, A2)

B: sehr begrenzter Beitrag zum Brand

C: begrenzter Beitrag zum Brand

D: hinnehmbarer Beitrag zum Brand

E: hinnehmbares Brandverhalten

F: keine Leistung festgestellt


PVC Lichtplatten: DIN 4102 = B1, DIN EN 13501 = B*

Polycarbonat Lichtplatten: DIN 4102 = B1, DIN EN 13501 = B*

Acrylglas Lichtplatten: DIN 4102 = B2, DIN EN 13501 = E*


* Dies sind grobe Leitlinien. Die genaue Brandklasse einer Platte kann trotz der Kunsttsoffart wegen der Stärke, zusätzliche Additiven usw. variieren.

Was bedeuten die Unterstützungsabstände?

Unterstützungsabstände beziehen sich auf die Unterkonstruktion und die maximale Belastungen. Die Abstände sind bei den meisten Lichtplatten vorgegeben und sollten eingehalten bzw. nicht überschritten werden, damit die Statik der Überdachung nicht beeinschränkt ist.

Wie groß muss die Dachneigung sein?

Die minimale Dachneigung ist bei allen Lichtplatten vorgegeben. Diese sollte, wenn möglich, nicht unterschritten werden, da sonst gegebenenfalls Wasser nicht ablaufen kann und sich somit auf dem Dach sammelt. Dies hat zur Folge, dass das Gewicht auf dem Dach zu groß werden könnte. Einen Nebeneffekt hat eine bestimmte Dachneigung zusätzlich noch: Hierdurch wird das Dach durch den abströmenden Regen besser und schneller gereinigt.

Welche Befestigung gibt es?

Einschalige Lichtplatten: Hier unterscheidet man zwischen der Befestigung der Lichtplatten auf den Querbalken mit Abstandhaltern und mit Kalotten. Hier kommt es immer auf das Material drauf an. Bei Acryl wird immer mit Kalotten auf dem Wellenberg geschraubt, bei PVC z.B. meistens mit Abstandhaltern auf dem Wellenberg. Bei Polycarbonat gibt es verschiedene Varianten, die pro Platte jeweils unterschiedlich sind.


Stegplatten: Diese werden mit Verlegeprofilen verlegt und geschraubt, die wiederum mit der kompletten Breite auf den Längsbalken befestigt werden müssen (Ausnahme unsere Click Panele, diese werden auf Querbalken montiert).

Was ist bei uns die Länge und Breite?

Die Länge der Lichtplatten ist bei uns die Wasserlaufrichtung vom First bis zur Traufe. Sprich vom höchsten bis zum niedrigsten Punkt. Entgegengesetzt zum Profil ist die Breite, von links nach rechts. Eine entsprechende Skizze vom Querschnitt (die Breite) finden Sie bei jedem Blech in den technischen Details.