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Stegplatten im Vergleich: Hohlkammer oder Doppelsteg besser?

Das Wichtigste in Kürze

  • Stegplatten, auch Hohlkammerplatten genannt, bestehen aus mehreren Schichten, die durch Stege verbunden sind, und bieten hervorragende Wärmedämmung.
  • Der U-Wert, der die Dämmung misst, ist entscheidend: je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmung.
  • Doppelstegplatten sind für einfache Projekte ausreichend, während mehrwandige Hohlkammerplatten eine bessere Dämmung bieten.
  • Achten Sie beim Kauf auf Material, Plattenstärke, U-Wert und UV-Beschichtung für Langlebigkeit.
  • Stegplatten eignen sich für verschiedene Bauvorhaben, einschließlich Terrassenüberdachungen und Wintergärten, abhängig von den spezifischen Anforderungen.

Stegplatten, die häufig auch als Hohlkammerplatten bezeichnet werden, bestehen aus mehreren Schichten aus Polycarbonat oder Acrylglas, welche durch feine Stege stabil miteinander verbunden sind. Aufgrund dieser speziellen Bauweise entstehen zwischen den einzelnen Schichten geschlossene Luftkammern, die für die wärmedämmenden Eigenschaften der Platten verantwortlich sind. Da Luft Wärme nur sehr schlecht leitet, fungiert sie innerhalb dieser Kammern als natürlicher Dämmstoff, wodurch Wärmeverluste deutlich reduziert werden können. Gleichzeitig sorgt die Kombination aus einer hohlen Innenstruktur und dem widerstandsfähigen Kunststoffmaterial dafür, dass die Platten trotz ihrer Stabilität ein vergleichsweise geringes Eigengewicht aufweisen. Deshalb eignen sich Stegplatten insbesondere für leichte Dachkonstruktionen – beispielsweise bei Terrassenüberdachungen, Carports oder Gewächshäusern.

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • was Hohlkammer- und Doppelstegplatten unterscheidet
  • wie sich die Wärmedämmung (U-Wert) der Plattentypen vergleicht
  • welche Stegplatte für welches Projekt die richtige ist


Was unterscheidet Hohlkammer- und Doppelstegplatten überhaupt?

Kurz gesagt: Jede Doppelstegplatte ist eine Hohlkammerplatte, aber nicht jede Hohlkammerplatte ist eine Doppelstegplatte. „Hohlkammerplatte“ ist der Oberbegriff, „Doppelstegplatte“ eine bestimmte, zweiwandige Bauform. Wer möglichst viel Tageslicht möchte, findet in Breitkammer-Stegplatten eine besonders lichtstarke Variante.

BegriffAufbauVerwendung
HohlkammerplatteSammelbegriff für alle Platten mit Luftkammernz. B. Terrassenüberdachungen, Wintergärten
DoppelstegplatteSpezielle Form mit zwei Außenwänden und einer inneren StegstrukturStandard bei vielen DIY-Projekten

Wichtig zu wissen: Jede Doppelstegplatte ist eine Hohlkammerplatte – aber nicht jede Hohlkammerplatte ist eine Doppelstegplatte.


Warum ist die Wärmedämmung bei Stegplatten so wichtig?

Stegplatten auf Holzkonstruktion montiert

Wärmedämmung schützt nicht nur vor Kälte, sondern hilft auch, Hitze im Sommer fernzuhalten. So bleibt das Klima unter der Überdachung oder im Wintergarten angenehm – und Energiekosten können reduziert werden.

Ein besonders wichtiger Messwert ist der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient): Er gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil entweicht. Je niedriger der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung.


Wie unterscheiden sich Hohlkammer- und Doppelstegplatten im U-Wert?

Die Wärmedämmung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Anzahl der Stege und Kammern
  • Materialdicke
  • verwendetes Material (Polycarbonat oder Acryl)
  • Oberflächenbeschichtungen (z. B. UV-Schutz)
PlattentypMaterialstärkeU-Wert (ca.)Besonderheit
Doppelstegplatte6 mm3,5 W/m²Kleichte Ausführung für Gewächshäuser
Hohlkammerplatte16 mm, 5-fach2,5 W/m²Kgute Dämmung für Terrassen
Hohlkammerplatte32 mm, 7-fach1,4 W/m²Khohe Dämmung für Wintergärten
Doppelstegplatte10 mm3,3 W/m²Khohe Lichtdurchlässigkeit, wenig dämmend

Kurz gefasst: Doppelstegplatten bieten eine Grunddämmung – für einfache Überdachungen ausreichend. Wer jedoch auf bessere Wärmedämmung Wert legt, sollte zu mehrwandigen Hohlkammerplatten greifen.


Wann sind Doppelstegplatten die richtige Wahl?

Für folgende Projekte sind einfache Doppelstegplatten meist ausreichend:

  • kleine Überdachungen ohne Heizbedarf
  • Carports oder Fahrradunterstände
  • Gewächshäuser, bei denen Lichtdurchlässigkeit wichtiger als Dämmung ist

💡 Tipp: Achten Sie bei Gewächshaus-Projekten nicht nur auf die Wärmedämmung, sondern auch auf den Lichttransmissionswert – er ist entscheidend für gesundes Pflanzenwachstum. Bei klaren Doppelstegplatten liegt er häufig bei über 80 %.


Wann lohnt sich der Einsatz hochwertiger Hohlkammerplatten?

Wenn eine gute Wärmedämmung gefragt ist, etwa bei:

  • Terrassenüberdachungen
  • Wintergärten mit Heizfunktion
  • Wohnraumerweiterungen
  • Pultdächern mit Süd-Ausrichtung
  • isolierten Gartenhäusern

Hier rentiert sich die Investition in mehrwandige Stegplatten, z. B. 5-fach- oder 7-fach-Strukturen, durch deutlich geringere Heizkosten, reduzierte Überhitzung im Sommer und besseren Schallschutz.

Wie sich Stegplatten sicher miteinander verbinden lassen, zeigt Wie verbindet man Stegplatten?


Wie erkennt man eine gute Stegplatte im Shop?

Beim Kauf von Stegplatten helfen diese Kriterien:

  • Materialangabe: Polycarbonat = besonders schlagzäh, Acryl = brillanter Durchblick
  • Stärke der Platte: je dicker, desto besser die Dämmung
  • U-Wert: immer mit angegeben
  • UV-Beschichtung: schützt vor Vergilbung
  • Garantie & Lebensdauer: Qualitätsplatten halten oft 10–15 Jahre oder länger

Welche Unterkonstruktion die Platten sicher trägt, zeigt Welche Unterkonstruktion für Stegplatten?

16 mm Polycarbonat Stegplatte in klar mit x-Struktur

FAQ – Häufige Fragen zu Stegplatten und Wärmedämmung

Was ist besser: Doppelstegplatten oder Hohlkammerplatten?

Doppelstegplatten sind eine einfache und kostengünstige Lösung für Standardanwendungen. Mehrwandige Hohlkammerplatten bieten jedoch eine deutlich bessere Wärmedämmung und eignen sich daher besser für anspruchsvollere Projekte.

Welcher U-Wert ist bei Stegplatten gut?

Ein guter U-Wert liegt möglichst niedrig – für einfache Überdachungen reichen etwa 3,0–3,5 W/m²K. Für besser gedämmte Konstruktionen wie Wintergärten sollten Werte unter 2,0 W/m²K angestrebt werden.

Sind dickere Stegplatten automatisch besser?

In Bezug auf die Dämmung ja, denn mehr Materialstärke und zusätzliche Kammern verbessern den U-Wert. Allerdings steigen auch Gewicht und Preis, weshalb die Wahl immer vom Einsatzbereich abhängt.

Vergilben Stegplatten mit der Zeit?

Hochwertige Platten mit UV-Beschichtung bleiben über viele Jahre klar und stabil. Ohne entsprechenden Schutz kann es jedoch zu Vergilbung und Materialermüdung kommen.

Eignen sich Stegplatten für beheizte Räume?

Ja, allerdings nur, wenn eine ausreichende Dämmung vorhanden ist. Für beheizte Wintergärten oder Wohnraumerweiterungen sollten mehrwandige Hohlkammerplatten mit gutem U-Wert gewählt werden.

Wie gut dämmen Doppelstegplatten?

Doppelstegplatten bieten eine Grunddämmung: Eine 6-mm-Platte liegt bei etwa 3,5 W/m²K, eine 10-mm-Platte bei rund 3,3 W/m²K. Für einfache Überdachungen reicht das; für beheizte Wintergärten sind mehrwandige Hohlkammerplatten mit niedrigerem U-Wert (bis ca. 1,4 W/m²K) die bessere Wahl.


Fazit: Welche Stegplatte für welches Projekt?

Stegplatten sind eine vielseitige Lösung für viele Bauvorhaben – ob Gartenhaus, Carport oder Wintergarten. Im direkten Vergleich zeigt sich: Für einfache Projekte reicht eine Doppelstegplatte, für Dämmung und Komfort punkten mehrwandige Hohlkammerplatten. Entscheidend sind U-Wert, Plattenstärke und Materialart. Die passende Ausführung finden Sie im Stegplatten-Sortiment; für die Auslegung nach Projekt hilft der Dach- und Wand-Planer. Steht ohnehin ein Austausch an, unterstützt Stegplatte erneuern: Wann lohnt sich der Austausch? bei der Entscheidung.


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