Das Wichtigste in Kürze
- Ja, Lichtplatten aus PVC, Polycarbonat, Acryl und PET sollten vorgebohrt werden – das verhindert Risse und Brüche beim Verschrauben.
- Kunststoff dehnt sich bei Wärme aus; die Löcher müssen daher etwas größer als der Schraubendurchmesser sein.
- Faustregel: Bohrloch rund 2–3 mm größer als die Schraube, damit Spielraum für die thermische Ausdehnung bleibt.
- Am besten mit einem scharfen Bohrer oder Stufenbohrer arbeiten und bei Wellplatten auf dem Wellenberg verschrauben.
- Kalotten und Dichtscheiben sorgen für eine dichte, langlebige Befestigung.
Wenn es um den Einbau von einschaligen Lichtplatten aus Materialien wie PVC, Polycarbonat, Acryl und PET geht, stellt sich oft die Frage, ob diese vorgebohrt werden müssen. In diesem Blogbeitrag klären wir auf, warum das Vorbohren bei der Montage dieser Materialien nicht nur empfohlen, sondern oft unerlässlich ist.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- warum Vorbohren Risse und Brüche verhindert,
- wie groß die Bohrlöcher wegen der Wärmeausdehnung sein müssen,
- welcher Bohrer sich eignet und wie richtig verschraubt wird.
Inhaltsverzeichnis
Vermeidung von Rissen und Brüchen beim Einbau durch Vorbohren
Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass Lichtplatten aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit eine gewisse Flexibilität aufweisen. Diese Eigenschaft macht sie ideal für Anwendungen wie Terrassenüberdachungen, Carports oder Gewächshäuser. Allerdings bringt diese Flexibilität auch Herausforderungen mit sich, insbesondere bei der Befestigung. Das Vorbohren von Löchern in Lichtplatten ist entscheidend, um Risse und Brüche beim Anbringen der Schrauben zu vermeiden. Materialien wie PVC, Polycarbonat und Acryl neigen dazu, unter Druck zu reißen oder zu splittern, insbesondere wenn Schrauben ohne vorgebohrte Löcher eingesetzt werden. Durch das Vorbohren wird sichergestellt, dass die Schrauben sauber und ohne übermäßigen Druck eingeführt werden können. Entsprechende Bohraufsätze bestellen Sie am besten direkt mit!
Berücksichtigung der thermischen Ausdehnung
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die thermische Ausdehnung. Materialien wie Polycarbonat und PET dehnen sich bei Temperaturschwankungen aus und ziehen sich zusammen. Wird beim Anbringen der Lichtplatten kein Raum für diese natürliche Ausdehnung gelassen, können Spannungen im Material entstehen, die zu Rissen oder Verformungen führen. Durch das Vorbohren von Löchern, die etwas größer als die Schraubendurchmesser sind, wird dieser notwendige Spielraum geschaffen. Vor dem Vorbohren steht das Zuschneiden der Lichtplatten auf Maß.
Verlängerung der Lebensdauer durch Vorbohren
Außerdem ist zu beachten, dass das Vorbohren die Lebensdauer der Lichtplatten verlängern kann. Richtig vorgebohrte Löcher verhindern Wassereintritt und die damit verbundene Schimmelbildung oder Korrosion der Befestigungselemente.
Wie bohrt man Lichtplatten richtig?
Damit das Vorbohren gelingt, kommt es auf den richtigen Bohrer, den passenden Lochdurchmesser und die richtige Befestigung an:
- Bohrer: Ein scharfer Metall- oder Kunststoffbohrer bzw. ein Stufenbohrer sorgt für saubere Löcher ohne Ausbrüche. Langsam bohren und die Platte nicht überhitzen.
- Lochdurchmesser (Faustregel): Das Bohrloch sollte rund 2–3 mm größer als der Schraubenschaft sein, damit sich die Platte bei Wärme ausdehnen kann.
- Position bei Wellplatten: Immer auf dem Wellenberg (Hochsicke) verschrauben, nie im Wellental – sonst kann Wasser eindringen.
- Befestigung: Kalotten und Dichtscheiben verteilen den Druck und dichten die Bohrung ab. Schrauben nur handfest anziehen, nicht überdrehen.
Die konkreten Vorgaben zu Lochabstand und Schrauben entnehmen Sie am besten unseren Montageanleitungen. Welches Material sich wie verhält, zeigt Welches Material bei Lichtplatten?
FAQ – Lichtplatten vorbohren
Ja. Lichtplatten aus PVC, Polycarbonat, Acryl und PET sollten vor dem Verschrauben vorgebohrt werden. Ohne vorgebohrte Löcher reißt oder splittert das Material leicht, und es fehlt der nötige Spielraum für die thermische Ausdehnung.
Am besten eignet sich ein scharfer Metall- oder Kunststoffbohrer oder ein Stufenbohrer. Bohren Sie langsam und mit wenig Druck, damit das Material nicht überhitzt und die Ränder sauber bleiben.
Als Faustregel sollte das Bohrloch etwa 2 bis 3 mm größer sein als der Schraubenschaft. Dieser Spielraum lässt der Platte Platz, sich bei Temperaturschwankungen auszudehnen und wieder zusammenzuziehen, ohne dass Spannungen entstehen.
Lichtplatten werden mit passenden Schrauben in Kombination mit Kalotten und Dichtscheiben befestigt. Die Kalotten gleichen die Wellenform aus, die Dichtscheiben dichten die Bohrung ab. Ziehen Sie die Schrauben nur handfest an, damit das Material nicht unter Spannung gerät.
Bei Wellplatten wird immer auf dem Wellenberg (Hochsicke) verschraubt, nicht im Wellental. So läuft das Wasser ungehindert ab und kann nicht durch die Bohrung eindringen.
Fazit: Wichtigkeit des Vorbohrens für eine dauerhafte Montage
Zusammenfassend ist das Vorbohren von Lichtplatten aus PVC, Polycarbonat, Acryl und PET ein kritischer Schritt, um eine sichere und langlebige Montage zu gewährleisten. Es schützt das Material vor Schäden während der Installation und sorgt für eine dauerhafte Funktionalität und Ästhetik. Als Faustregel sollte man stets darauf achten, dass die vorgebohrten Löcher einen minimal größeren Durchmesser als die Schrauben haben. Das sorgt für eine optimale Anpassung an Temperaturschwankungen. Alle Maße und passenden Produkte finden Sie in der Kategorie einschalige Lichtplatten. Wie sich PVC verhält, zeigt Was sind PVC-Lichtplatten?, und was Polycarbonat auszeichnet, erklärt Polycarbonat – die stabilen Lichtplatten. Mit der richtigen Vorbereitung und Sorgfalt können diese Materialien effektiv und sicher für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden.
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