Es gibt viele verschiedene Arten von Stegplatten. Sie unterscheiden sich im Material, in der Form oder in der Farbe. Eines haben aber alle Stegplatten gemeinsam: Sie müssen mit Verlegeprofilen montiert werden, damit sich die Platten bei Wärme ausdehnen können und das Dach dauerhaft dicht bleibt. Click-Paneele mit Nut-und-Feder-Verbindung waren früher eine Alternative für Heimwerker, die ohne Profile arbeiten wollten – dieses Produkt ist heute aber nicht mehr verfügbar, da es kein Hersteller mehr im Sortiment führt. In diesem Artikel erfahren Sie, was Click-Paneele waren und warum heute kein Weg an Verlegeprofilen vorbeiführt.
Was bedeutet Click-Paneel?
Click-Paneele waren Stegplatten mit einer Stärke von 16 mm aus dem Material Polycarbonat in der Farbe Glasklar mit Eis-Effekt. Sie hatten an den Längsseiten Nut und Feder, wodurch sich die Platten ohne Aluminium-Profile ineinander klicken ließen. Das System wurde mit einer Breite von 270 mm und in Längen von 2,50 m bis 4,50 m angeboten. Click-Paneele werden seit einigen Jahren von keinem unserer Hersteller mehr produziert und sind im regulären Handel nicht mehr erhältlich. Wer eine Stegplatten-Überdachung plant, baut deshalb heute mit klassischen Doppelstegplatten und passenden Verlegeprofilen.
Welche Materialeigenschaften haben die Click-Paneele aus Polycarbonat?
Polycarbonat ist bekannt für seine hervorragenden physikalischen Eigenschaften: lichtdurchlässig, extrem belastbar und mit hoher Temperaturbeständigkeit – diese Eigenschaften machen Polycarbonat bis heute zur ersten Wahl für Stegplatten. Click-Paneele waren im Grunde normale Polycarbonat-Doppelstegplatten mit einem zusätzlichen Verbindungssystem an den Längskanten. Genau dieses Klick-System war jedoch teuer in der Herstellung und im Vergleich zur klassischen Verlegung mit Profilen wartungsanfälliger – aus diesen Gründen verschwand es vom Markt. Die normalen Polycarbonat-Doppelstegplatten gibt es weiterhin in 10 mm, 16 mm und 25 mm Stärke.
Welche Vorteile haben die Click-Paneele?
Der Hauptvorteil der Click-Paneele lag in der einfachen Montage: Es waren keine separaten Aluminium-Profile zwischen den Platten nötig, was die Installation für Heimwerker beschleunigte. Diesen Vorteil bieten heute moderne Verlegeprofile mit Klicksystem wie die Zevener Sprosse (Kunststoff, weiß) oder das Mendiger Profil (Aluminium mit verdeckter Verschraubung). Beide Systeme lassen sich ähnlich schnell montieren wie ein Click-Paneel, sind aber deutlich langlebiger und reparierbar: Wird eine Platte beschädigt, lässt sie sich einzeln austauschen – beim Click-System war das praktisch unmöglich.
Welche Nachteile gibt es?
Click-Paneele hatten zwei entscheidende Schwächen: Erstens erforderte die Klick-Montage absolute Präzision – schon kleine Toleranzen bei der Unterkonstruktion führten zu Undichtigkeiten. Zweitens war ein nachträglicher Plattentausch (z. B. nach Hagelschaden) extrem aufwendig, weil sich die Platten nur von der Seite herausziehen ließen. Diese Nachteile haben dazu geführt, dass das System vom Markt verschwand. Klassische Verlegeprofile lösen beide Probleme: Sie gleichen Toleranzen über die Dichtungen aus und erlauben jederzeit einen einfachen Plattentausch durch Lösen der Schrauben.
Zusammenfassung
Click-Paneele waren bis vor wenigen Jahren eine interessante Alternative für die schraubenfreie Montage von Polycarbonat-Stegplatten – sind heute aber nicht mehr im Handel verfügbar. Wer eine Stegplatten-Überdachung plant, kommt an klassischen Doppelstegplatten in Kombination mit Verlegeprofilen nicht vorbei. Die gute Nachricht: Moderne Profilsysteme wie die Zevener Sprosse oder das Mendiger Profil sind in der Montage genauso schnell, deutlich langlebiger und im Schadensfall einfach reparierbar. Wenn Sie unsicher sind, welches Profil zu Ihrer Plattenstärke passt, hilft Ihnen unsere Übersicht der Verlegeprofile weiter.
