in 6 Schritten
Verdeckt oder sichtbar geschraubt – beide Systeme Schritt für Schritt, mit den Original-Werten von Polmetal und Weckman.
Stehfalzblech verlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Dach & Fassade
Diese Anleitung führt Sie durch den kompletten Ablauf – und durch beide Befestigungssysteme, die es bei Stehfalzblechen gibt: das verdeckt geschraubte Polmetal PD 510 – im Handel oft „Klickfalz" genannt, die Schrauben sitzen unsichtbar hinter dem Falz – und das sichtbar geschraubte Weckman Esthetica 33/500. Alle Werte – Dachneigungen, Schraubenmengen, Unterkonstruktionsabstände, Dilatationsregeln – stammen aus den Original-Montageanleitungen der Hersteller. Die passenden Stehfalzbleche fertigen wir in der Länge zentimetergenau auf Maß – ideal für Paneele in einem Stück von Traufe bis First.
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"Der teuerste Fehler beim verdeckten System: Die verdeckten Schrauben werden festgeknallt wie beim Trapezblech. Dabei sind die Montageöffnungen beim PD 510 bewusst Langlöcher – das Paneel muss bei Temperaturwechsel arbeiten können. Die Regel des Herstellers ist eindeutig: Schraube bis zum Anschlag eindrehen und dann eine halbe Umdrehung lösen. Wer das auslässt, bekommt Beulen in der Fläche, sobald die Sommersonne aufs Dach knallt."
Werkzeug & Material: Das brauchen Sie
Werkzeug
- Handblechschere, Vibrationsschere oder Blechknabber für Zuschnitte – funkenfreie Kaltschnittverfahren, ohne Hitzeentwicklung
- Akkuschrauber mit einstellbarer Anziehkraft – beim PD 510 werden die Schrauben bewusst nicht festgezogen
- Gummihammer zum Festklopfen der Falzverbindungen und Längsstöße beim PD 510
- Schlagschnur, Maßband, Winkel zum Ausschnüren der Trauflinie und rechtwinkligen Ausrichten des ersten Paneels
- Weicher Handfeger – Bohrspäne müssen sofort von der Fläche, sonst gibt es Flugrost
Material
- Stehfalzbleche in der Länge auf Maß – idealerweise in einem Stück von Traufe bis First (PD 510 von 0,5 bis 7,0 m)
- Befestiger je System: Flachkopfschrauben für die verdeckten Montageöffnungen des PD 510, A2-Edelstahlschrauben mit Dichtscheibe für die sichtbare Esthetica-Verschraubung
- Dichtband (Butyl) für Querstöße der Esthetica bei flacher Neigung
- Umkanthilfe PTK zum sauberen Hochkanten des PD-510-Paneels an First und Ortgang
- Start-, First-, Ortgang- und Traufprofile aus den Kantteilen, farblich passend zum Paneel – Startleiste und Lüftungsleiste gehören beim PD 510 zum Systemzubehör
Paneele, Bestelllänge & Schrauben berechnen
Entscheidend ist die Deckbreite Ihres Profils – die nutzbare Breite nach dem Falz: 510 mm beim Polmetal PD 510, 500 mm beim Weckman Esthetica 33/500. Der Rechner teilt die Dachbreite durch die Deckbreite, rundet auf ganze Paneele auf und passt Schraubenlogik und Längenteilung dem gewählten System an. Die Dachneigung braucht er, weil sie beim PD 510 die Umschlagbreite der Längsverbindung bestimmt – und weil die Esthetica unter 15° gar nicht zugelassen ist.
Die Bestelllänge enthält 4–5 cm Traufvorschub für den Überhang in die Dachrinne. Beim PD 510 rechnet Polmetal mit 8 Schrauben je m² in den Randzonen (die beiden äußeren Paneele je Seite) und 4–5 je m² in der Dachmitte.
Der Rechner gibt eine schnelle Orientierung. Verbindlich für Anzahl und Größe der Befestigungsmittel ist der Befestigungsmittelnachweis Ihrer Statik – für die vollständige Planung mit Kantteilen und Zubehör nutzen Sie den Planer.
Polmetal PD 510 – verdeckt geschraubt
Die Befestigung verschwindet komplett: Flachkopfschrauben sitzen in werkseitigen Montageöffnungen in der Befestigungsleiste und werden vom nächsten Paneel überdeckt, das mit dem Falz darüber einrastet. Keine sichtbare Schraube, keine Durchdringung in der Wasserebene.
Mindestdachneigung 8°, Falzhöhe 25 mm, Fertigungslänge 0,5–7,0 m. Varianten: Flach (P), Mikrotrapez (T), Mikrowelle (F), Nanowelle. Das Schloss ist die umgekantete Verriegelung an der Paneelkante, mit der das Paneel über die Befestigungsleiste des Nachbarn einrastet. Wir liefern durchgehend die Ausführung PD 510 S – bei ihr sind die Schlösser für die Montage auf der Startleiste bereits werkseitig ausgeschnitten.
Weckman Esthetica 33/500 – sichtbar geschraubt
Klassische Profilblech-Montage in Stehfalz-Optik: A2-Edelstahlschrauben mit Dichtscheibe, wahlweise im Obergurt (6,0/6,5 × 75 mm, mit oder ohne Kalotte) oder im Untergurt (6,0 × 38 mm). Die Antikapillarrille in der Längsüberlappung führt eingedrungenes Wasser zur Traufe ab.
Mindestdachneigung 15° – darunter ist das Profil nicht freigegeben. Einfacher in der Ausführung, dafür bleiben die Schraubenköpfe sichtbar. Schraubraster nach Herstellerskizze 400 × 400 mm.
Stehfalzblech verlegen in 6 Schritten
Unterkonstruktion aufbauen: Bretterschalung oder Lattung
Stehfalzpaneele sind schlanker als Trapezbleche – sie brauchen eine engere, ebenere Unterkonstruktion. Die Anforderungen unterscheiden sich je System. Grundlagen zur Unterkonstruktion behandelt der Beitrag Die richtige Unterkonstruktion für Profilbleche.
- PD 510: bevorzugt Bretterschalung 32 × 80–120 mm oder 25 × 100–120 mm im Abstand von 20–30 cm auf Konterlatten 40 × 50 mm (zulässig auch 25 × 50 oder 32 × 50). Werden stattdessen 40 × 50-Latten verwendet, muss der Abstand auf 15–20 cm verdichtet werden – je flacher das Dach, desto enger. Auch eine Vollschalung ist möglich. Das Holz sollte mit neutralen Mitteln imprägniert sein, mindestens Klasse II.
- Esthetica: Lattung im Regelabstand 400 mm. Ab 0,75 mm Stahlblech gehört auf eine Vollverschalung eine strukturierte Trennlage mit wasserabführender Schicht.
- Trauflinie ausschnüren und als Verlegebezugspunkt festlegen – die Paneele werden exakt im rechten Winkel (90°) zur Traufe montiert. Vorher prüfen, ob First und Traufe gerade sind und die Dachdiagonalen übereinstimmen.
- Letzte Latte am First: beim PD 510 ca. 10 cm unterhalb des Firstes montieren – dort wird später die Lüftungsleiste am Paneel befestigt.
Paneele anliefern, lagern und zuschneiden
Stehfalzpaneele sind lang, schlank und empfindlicher gegen Knicke als grobe Profile – Transport und Lagerung entscheiden über die spätere Optik der glatten Fläche.
- Tragen: mit ausreichend Personen oder mechanisch entladen, damit sich kein Paneel verformt. Bögen nie übereinander verschieben oder über den Boden ziehen – entstehen dabei Kratzer, müssen sie mit Reparaturlack gesichert werden.
- Lagern: trocken und gut belüftet, nie direkt auf dem Boden, sondern auf Blöcken von etwa 20 cm Höhe – so kann zwischen den Paneelen keine Feuchtigkeit kondensieren. Bei mehr als 3 Wochen ab Produktionsdatum die Bögen durchsehen und mit Zwischenlagen einzeln aufstöckern.
- Fristen: Die Paneele müssen innerhalb von 6 Monaten ab Produktionsdatum montiert sein, sonst entfällt die Garantie. Die Schutzfolie wird bereits während der Montage entfernt; bei Sonne und Feuchtigkeit backt der Kleber sonst fest.
- Zuschneiden: ausschließlich kalt mit Handschere, Vibrationsschere oder Nibbler. Späne sofort abfegen. Da wir auf die zentimetergenaue Länge fertigen, entfällt der Längszuschnitt – bauseits bleibt nur der Breitenschnitt des letzten Paneels am Ortgang.
Erstes Paneel setzen: rechtwinklig zur Traufe, gegen den Hauptwind
Das erste Paneel bestimmt die gesamte Fläche – bei den schmalen Deckbreiten von 500/510 mm summiert sich jeder Winkel-Fehler schneller als beim Trapezblech. Sitzt es schief, entstehen an der Traufe die typischen „Zähne".
- Verlegerichtung: grundsätzlich frei wählbar, aber immer entgegen der Hauptwindrichtung – gearbeitet wird in Richtung der Leiste mit den Montageöffnungen. Bei der Esthetica zeigt die Antikapillarrille der unterlappenden Kante zur auflappenden Platte; das erste Blech wird bei Bedarf entsprechend gedreht.
- Exakt 90° zur Traufe ausrichten – mit Winkel oder Diagonalmaß kontrollieren, nicht nach Augenmaß. Ein nicht rechtwinkliger Giebel wird später vom Ortgangblech überdeckt.
- 4–5 cm Traufvorschub: Das Paneel steht an der Traufe über, damit das Wasser sicher in die Dachrinne läuft. Kantteile über der Rinne und Kehlrinnen werden vor den Paneelen montiert.
- PD 510 einhängen statt auflegen: Das Paneel wird am unteren Rand aufgerollt, an der zuvor montierten Startleiste eingehängt und an der Traufe mit zwei Schrauben fixiert. Jedes weitere Paneel rastet mit dem Falz über der Befestigungsleiste des Vorgängers ein und wird mit dem Gummihammer festgeklopft. Die Dilatationsspalte nicht vergessen.
Befestigen – verdeckt (PD 510) oder sichtbar (Esthetica)
Hier trennen sich die beiden Systeme grundsätzlich – die Regeln des jeweils anderen Systems dürfen nicht übertragen werden:
PD 510: verdeckt, mit Dilatationsspiel
- Flachkopfschraube mittig in jede werkseitige Montageöffnung der Befestigungsleiste, an jedem Auflager.
- Bis zum Anschlag eindrehen, dann eine halbe Umdrehung lösen – nur so kann das Paneel thermisch arbeiten. Zu locker führt zu Undichtheiten, zu fest verbiegt das Blech.
- Dichte: Randzonen 8 St./m², Dachmitte 4–5 St./m². Die Randzone ist 0,1 × Länge der Dachseite breit – vereinfacht: die beiden äußeren Paneele je Seite. Dort wird an jeder Latte befestigt.

Esthetica: sichtbar, mit Dichtscheibe
- Obergurt: A2-Edelstahlschraube 6,0/6,5 × 75 mm, mit oder ohne Kalotte – die Schraube sitzt außerhalb des Wasserlaufs.
- Untergurt: alternativ A2 6,0 × 38 mm direkt auf der Lattung. An den Windangriffsflächen an Traufe und First wird im Untergurt verschraubt.
- Drehmoment: Schraube im 90°-Winkel, Dichtscheibe bündig – nicht gequetscht, nicht lose. Nie gegenläufig verspannen.

Wie die sichtbare Verschraubung aussehen muss und was die Antikapillarrille leistet, zeigen die Kurzvideos unten.
Längsverbindungen und Stöße ausführen
Die beste Verbindung ist keine: Bis 7,0 m (PD 510) fertigen wir jedes Paneel in einem Stück von Traufe bis First. Erst darüber wird gestoßen – und auch das je System unterschiedlich:
- PD 510 – Längsverbindung: Sie erfolgt auf einer zusätzlichen Startleiste, nicht durch Biegen der Paneele. Die Reihen werden abwechselnd verlegt; an den Verbindungsstellen muss das Schloss – die umgekantete Verriegelung der Paneelkante – auf Länge des Umschlags beidseitig ausgeschnitten werden (bei den Paneelen 1, 3, 5, 7 …). Das untere Paneel wird auf dieser Länge 1 mm nach außen aufgeschlagen, dann rastet das obere ein und wird mit dem Gummihammer festgeklopft.
- Maße dazu: Umschlagbreite 250 mm bei mehr als 15° Dachneigung, 400 mm darunter. Zwischen Paneel und Leiste bleiben 4–5 mm Dilatationsspiel. Benachbarte Verbindungen müssen mindestens 700 mm versetzt liegen.
- Esthetica – Querstoß: wie beim Profilblech mit Überdeckung nach Dachneigung; ab 6 m Tafellänge als Schiebestoß mit zweiter Latte im Abstand von ca. 25 cm. In flachen Bereichen gehört ein Dichtband 2 × 12 mm in den Stoß – dabei die Antikapillarrille nie unterbrechen oder durchschrauben, sonst kann sie kein Wasser mehr abführen.
- Kehle: Kehlrinnen werden vor den Paneelen montiert. Ihre Segmente überlappen untereinander mindestens 200 mm; die Kehlrinne läuft je Seite 250 mm unter die Eindeckung. Zwischen den Paneelen der beiden Dachseiten bleibt in der Kehle ein Abstand von mindestens 200 mm.
First, Ortgang und Kantteile montieren
Die Kantteile machen das Dach dicht – beim Stehfalz mit zwei Besonderheiten, die beide mit der thermischen Bewegung der langen Paneele zu tun haben:
- First (PD 510): Die Lüftungsleiste unter dem First wird ausschließlich am Paneel befestigt – niemals an der letzten Latte oder der Unterkonstruktion. Nur so kann das Paneel darunter arbeiten. Das Firstblech wird anschließend auf dieser Leiste montiert; die Leiste gibt es in 50 cm für den First und 2 m für Kehlen und Walm. Alle Kantteile liegen in den windbelasteten Randstreifen und werden deshalb mindestens alle ca. 35 cm befestigt.
- Ortgang (PD 510): Das letzte Paneel wird nach dem Zuschnitt mit 30 mm Reserve um 90° hochgebogen – sauber gelingt das mit der Umkanthilfe PTK. In den gebogenen Teil werden Montageöffnungen gebohrt, in denen die Schraube 2–3 mm Spiel hat. Befestigt wird an einer zusätzlichen Leiste von 31 mm Höhe bzw. an einem entsprechend höheren Spitzenbrett.
- Schneefang: je nach Wetterlage in einer oder mehreren Reihen, ca. 1 m oberhalb der Traufe auf Höhe der Mauerlatte. Achtung: Ein Schneefang erhöht die Dachlast im betroffenen Bereich um 20–40 % – das muss die Statik hergeben.
- Traufe und Esthetica: Das Traufblech leitet Kondenswasser in die Dachrinne; der Traufvorschub von 4–5 cm sorgt für den sicheren Einlauf. Esthetica-Kantteile folgen der Profilblech-Regel: Segmente mit 100–200 mm Überdeckung, im Überlappungsbereich nicht verschrauben, zwei Butyl-Kittschnüre einlegen.
- Kehle: Bei einer Innenkehle wird ein Kehlblech untergelegt; die Paneele beider Dachflächen laufen mit Abstand darauf zu und werden entlang der Kehllinie nachgeschnitten. Formteile grundsätzlich Blech-auf-Blech verschrauben.
Endkontrolle: Alle Späne und Verpackungsreste von der Fläche fegen, Falzverbindungen und Anschlüsse prüfen, Schutzfolienreste entfernen, offene Schnittkanten mit Reparaturlack sichern. Dann ist das Dach fertig.
Die Details im Video: Verschrauben, Antikapillarrille, Kantteile

Richtig verschrauben (Esthetica)
Der 30-Sekunden-Check für die sichtbare Verschraubung: Schraube im rechten Winkel, Dichtscheibe bündig – weder gequetscht noch lose.

Antikapillarrille erklärt
Das Detail, das die Esthetica-Längsüberlappung dicht hält: Wie die Rille eingedrungenes Wasser zur Traufe abführt – und warum sie nie durchschraubt werden darf.

Kantteile nach Maß
First-, Ortgang- und Traufbleche werden millimetergenau gekantet – so entstehen die Abschlüsse, die zum schlanken Stehfalz-Bild passen.
Sonderfall Kondenswasser: Wann Sie Antikondensvlies brauchen
In unbeheizten Gebäuden – Carports, Garagen, Lager- und Landwirtschaftshallen – kühlt das Blech nachts stärker aus als die Luft darunter. Wird der Taupunkt unterschritten, kondensiert Feuchtigkeit an der Blechunterseite und tropft ab. Die Lösung ist ein werkseitig aufgebrachtes Antikondensvlies – die PD-510-Paneele führen wir als Anti-Tropf-Variante mit 700 g/m² Speichervlies. Es speichert das Kondensat in seinen Fasern und gibt es bei steigender Temperatur wieder an die Luft ab; nebenbei dämpft es Regen- und Hagelgeräusche spürbar. Warum Kondenswasser überhaupt entsteht, erklärt der Beitrag Kondenswasser bei Profilblechen.

Damit das Vlies funktioniert
- Ausreichend Dachneigung: Weckman gibt für vliesbeschichtete Bleche eine Mindestdachneigung von 10° vor; beim PD 510 gilt die Profil-Untergrenze von 8°. Für flachere Dächer ist das Vlies keine Option.
- Belüftung ist Pflicht: Ventilationsöffnungen an First und Traufe einplanen – Polmetal fordert bei verschalten Dächern zusätzlich Dachlüfter (einer mit 10 cm Durchmesser je 30–40 m² Dachfläche) und einen unteren Lufthohlraum von 2–4 cm.
- Kapillarwirkung an den Enden stoppen: Der zum Profil passende Vlies-Stop (Rückschnitt oder Verödung) ist ab Werk gelöst und steht in den technischen Details des Artikels. Bauseitige Querschnitte lassen sich per Heißluft oder Speziallack auf ca. 10 cm versiegeln.
Warmdach: Vlies durch Aufbau ersetzen
Bei gedämmten Wohngebäuden übernimmt der Dachaufbau die Kondensat-Kontrolle: Unterspannbahn, Konterlattung und belüftete Schalung führen Feuchtigkeit ab, bevor sie das Blech erreicht. Das Antikondensvlies ist die Lösung für den unbeheizten, nicht ausgebauten Baukörper – nicht der Ersatz für einen fachgerechten Warmdachaufbau. Im Zweifel gehört die Aufbau-Frage in die Planung, nicht auf die Baustelle.
Das passende Befestigungsmaterial & Zubehör
Damit das Dach dicht wird, gehört zum Paneel das richtige Zubehör – aufeinander abgestimmt und in der passenden Menge. Den Schraubenbedarf liefert Ihnen der Rechner oben. Hier finden Sie die passenden Artikel nach Kategorie:
Schrauben
Flachkopfschrauben für die verdeckten Montageöffnungen des PD 510, A2-Edelstahlschrauben mit Dichtscheibe für die sichtbare Esthetica-Montage.
Schrauben ansehenUmkanthilfe PTK
Das Spezialwerkzeug für den PD-510-Ortgang: kantet die 30-mm-Aufkantung des letzten Paneels sauber und ohne Beschichtungsschäden hoch.
Umkanthilfe ansehenDichtband
Butyl-Dichtband für Querstöße der sichtbar geschraubten Esthetica bei flacher Dachneigung – neben der Antikapillarrille, nie darauf.
Dichtung ansehenKantteile
First-, Ortgang-, Trauf-, Wandanschluss- und Kehlbleche – der wetterdichte und saubere Abschluss des Dachs, farblich passend zum Paneel.
Kantteile ansehenWerkzeug & Reparaturfarbe
Knabber-Klinge für den Akkuschrauber und Reparaturfarbe für bauseitige Schnittkanten – damit der Korrosionsschutz auch nach dem Zuschnitt lückenlos bleibt.
Reparaturfarbe ansehenAlles aus einer Hand
Paneele, Schrauben, Dichtung und Kantteile in einer Lieferung – auf Maß gefertigt und aufeinander abgestimmt. Sie geben die Maße, wir stellen das System zusammen.
Zu den StehfalzblechenDie sechs häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden
Verdeckte Schrauben festgeknallt
Folge: Das Paneel kann thermisch nicht mehr arbeiten – bei Sommerhitze wirft die Fläche Beulen, die bleiben.
Beim PD 510 die Flachkopfschraube bis zum Anschlag eindrehen und dann eine halbe Umdrehung lösen – mittig in der Montageöffnung.
Lüftungsleiste an der Unterkonstruktion befestigt
Folge: Der First fixiert die Paneele starr – die Dilatation reißt an den Befestigungspunkten, das Firstblech verwirft sich.
Die Lüftungsleiste nur am Paneel befestigen – das ganze Firstpaket bewegt sich dann mit dem Blech mit.
Stahlblech mit dem Trennschleifer geschnitten
Folge: Zinkschicht an der Kante verbrannt, Funken als Rostkeime auf der Fläche – und Reklamationen werden abgelehnt.
Kaltschnitt mit Handschere, Vibrationsschere oder Knabber – bauseitige Kanten mit Reparaturlack nachbehandeln.
Auf den Falz getreten
Folge: Der Falz wird aufgedrückt oder verbeult – die Falzverbindung schließt nicht mehr sauber, die Optik ist dahin.
Nur mit weichen Sohlen auf den flachen Flächen zwischen den Falzen gehen – und nur über einer Latte.
Mit der Gesamtbreite gerechnet
Folge: Ein Paneel fehlt – Nachbestellung, Wartezeit, mögliche Farbabweichung zwischen Chargen.
Dachbreite durch die Deckbreite (510 bzw. 500 mm) teilen und aufrunden – oder den Rechner nutzen.
Kontakt mit Kupfer zugelassen
Folge: Elektrochemische Korrosion – schon Regenwasser, das über ein Kupferbauteil aufs Stehfalzdach läuft, frisst Löcher in die Beschichtung.
Keine Kupferrinnen, -leitungen, -wasserspeier oder -schornsteinkappen am oder über dem Stehfalzdach – Zubehör konsequent aus Stahl oder Aluminium wählen.
Original-Montageanleitungen als PDF
Alle Werte auf dieser Seite stammen aus den Hersteller-Dokumenten. Wer tiefer einsteigen will – etwa in Kehlausbildungen, Schornstein-Einfassungen oder die Belastungstabellen – lädt sie hier direkt herunter:
Polmetal Stehfalz PD 510
Die ausführliche PD-510-Anleitung: Unterkonstruktion, Startleiste, Montageöffnungen, Längsverbindung, First- und Ortgang-Details mit allen Dilatationsregeln.
PDF öffnenWeckman Profilbleche
Montageanleitung und Belastungstabellen für alle Weckman-Profile inklusive Esthetica 33/500 – mit Verschraubungsvarianten, Lattung und Antikapillarrille.
PDF öffnenWeckman Reinigung & Pflege
Das Handbuch für die Jahre danach: Reinigung, Instandhaltung und Ausbesserung der Beschichtung – damit die Garantie erhalten bleibt.
PDF öffnenAlle Anleitungen – auch für Trapez-, Pfannen- und Wellbleche – finden Sie gesammelt auf der Download-Seite für Profilbleche.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Verlegen von Stehfalzblechen
Das hängt vom System ab: Das verdeckt geschraubte Polmetal PD 510 ist ab 8° Dachneigung (14 %) zugelassen – die geschlossene Falzgeometrie ohne Durchdringungen in der Wasserebene macht die flache Neigung möglich. Das sichtbar geschraubte Weckman Esthetica 33/500 braucht mindestens 15°, weil die Längsüberlappung mit Antikapillarrille auf ausreichenden Wasserablauf angewiesen ist.
Beim PD 510 sitzen Flachkopfschrauben in werkseitigen Montageöffnungen der Befestigungsleiste – das nächste Paneel rastet mit dem Falz darüber ein und verdeckt sie komplett. Keine sichtbare Schraube, keine Durchdringung im Wasserlauf. Bei der Esthetica wird klassisch mit Edelstahlschrauben und Dichtscheibe durch das Blech geschraubt – einfacher in der Ausführung, aber die Schraubenköpfe bleiben sichtbar.
Weil das Paneel thermisch arbeiten muss: Ein 7-m-Paneel dehnt sich zwischen Winter und Sommersonne um mehrere Millimeter. Polmetal schreibt deshalb vor: Schraube bis zum Anschlag eindrehen, dann eine halbe Umdrehung lösen. Beides ist kritisch – eine zu lockere Montage führt zu Undichtheiten, eine zu feste verbiegt das Blech und wirft dauerhafte Wellen in die Fläche.
Enger und ebener als beim Trapezblech: Polmetal empfiehlt für das PD 510 eine Bretterschalung (32 × 80–120 mm oder 25 × 100–120 mm) im Abstand von 20–30 cm auf Konterlatten 40 × 50 mm; normale 40 × 50-Latten müssen auf 15–20 cm verdichtet werden – je flacher das Dach, desto enger. Auch Vollschalung ist möglich. Die Esthetica kommt mit einer Lattung im 400-mm-Raster aus; ab 0,75 mm Stahl gehört auf Vollschalung eine strukturierte Trennlage.
Beim PD 510 gibt Polmetal 8 St./m² in den Randzonen und 4–5 St./m² in der Dachmitte vor. Die Randzone ist 0,1 × Länge der Dachseite breit – vereinfacht die beiden äußeren Paneele je Seite; dort wird an jeder Latte befestigt. Kantteile werden alle ca. 35 cm befestigt. Bei der Esthetica folgt die Fläche dem Herstellerraster von 400 × 400 mm. Verbindlich ist immer der Befestigungsmittelnachweis der Statik.
Das PD 510 fertigen wir von 0,5 bis 7,0 m in einem Stück – für die meisten Dächer reicht das von Traufe bis First. Längere Dachflächen bekommen eine Längsverbindung auf einer zusätzlichen Startleiste: Reihen versetzt verlegen und an den Verbindungsstellen das Schloss beidseitig ausschneiden – also die umgekantete Verriegelung der Paneelkante, damit das obere Paneel flach aufliegt. Umschlag 250 mm über 15° bzw. 400 mm unter 15° Dachneigung, 4–5 mm Dilatationsspiel zwischen Paneel und Leiste, benachbarte Verbindungen mindestens 700 mm versetzt.
Immer mit der Deckbreite: 510 mm beim PD 510, 500 mm bei der Esthetica 33/500. Sie ist die nutzbare Breite nach dem Falz und immer kleiner als die Gesamtbreite des Paneels. Wer mit der Gesamtbreite rechnet, dem fehlt am Ende ein Paneel. Der Rechner oben nimmt Ihnen das ab.
Nein. Trennschleifer erzeugen Hitze, die die Lack- und Zinkschicht an der Schnittkante zerstört; zusätzlich setzen sich die Funken als Rostkeime auf der Dachfläche ab. Polmetal lehnt Reklamationen auf dieser Grundlage ausdrücklich ab. Richtig sind Handblechschere, elektrische Vibrationsschere oder Nibbler. Bei Fertigung auf Maß ab Werk entfällt der bauseitige Zuschnitt fast vollständig; verbleibende Schnittkanten werden mit Reparaturlack nachbehandelt.
Nur mit Vorsicht: weiche Schuhsohlen, ausschließlich auf den flachen Flächen zwischen den Falzen und nur dort, wo darunter eine Latte liegt. Nie auf den Falz selbst treten – er wird sonst aufgedrückt oder verbeult. Vor dem ersten Betreten müssen alle Schrauben gesetzt sein.
Ja – die schlanke Falzoptik ist an der Fassade sogar besonders gefragt. Es gelten dieselben Systemregeln: verdeckte Befestigung über die Montageöffnungen (PD 510) mit Dilatationsspiel, enge Unterkonstruktion, kalt schneiden. Die Neigungsgrenzen entfallen an der senkrechten Wand; entscheidend sind dort Windlast und die Befestigungsdichte in den Randzonen.
Die 30-mm-Aufkantung am Ortgang des PD 510 gelingt bauseits sauber mit der Umkanthilfe PTK. Für alles darüber hinaus – etwa eigene Anschlussprofile aus Flachblech – vergleicht der Beitrag Stehfalz präzise falten die Methoden von der Handzange bis zur Falzmaschine.
Paneele, Schrauben und Kantteile in einer Lieferung
Stehfalzbleche in der Länge zentimetergenau auf Maß – ideal in einem Stück von Traufe bis First, ohne Längsverbindung. Dazu die passenden Befestiger, Dichtbänder sowie First-, Ortgang- und Traufbleche. Sie geben uns die Maße – wir stellen das komplette System zusammen.
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Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2026
Technisch geprüft von: Grimberg GmbH (Kontakt)
