Häufige Fragen zu Faserzementplatten
Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu den Faserzementplatten. Technische Fachbegriffe erklären wir Ihnen zudem detailliert in unserem Fachglossar oder in unserer Video-Galerie. Sollten Sie dennoch weitere Fragen haben, können Sie jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen.
Geschäftsführerin
„Bei Faserzement ist die häufigste Frage am Telefon: ‚Passt Profil 5 auf meine alten Pfetten?‘ Wir gehen deshalb immer den umgekehrten Weg – erst die Unterkonstruktion und die Sparrenabstände, dann das Profil. Und bitte gleich das Zubehör mitbestellen: First, Ortgang, Traufe und die passenden Schrauben. Nichts hält ein Hallendach so lange auf, wie zwanzig fehlende Firstelemente.“
- Durchsturzsicher – von der Berufsgenossenschaft für 10 Jahre ab Herstellungsdatum zertifiziert; begehbar sind die Platten trotzdem nicht, gearbeitet wird über Laufbohlen
- Langlebig, feuchteregulierend und schalldämmend
- Nichtbrennbarer mineralischer Werkstoff – Klasse A2-s1, d0 nach DIN EN 13501
- Ammoniakbeständig – besonders geeignet für Stallgebäude
- Einfach zu verlegen – großformatige Platten, wenige Befestigungspunkte
Hinweis: Die großformatigen Wellplatten beschleunigen die Montage auf dem Dach deutlich.
- Stallungen, Reit- und Landwirtschaftshallen
- Industrie- und Lagerhallen
- Kleinere Dächer (z. B. Remisen, Schuppen) und Wandverkleidungen
Nein – unsere Faserzementplatten sind asbestfrei. Sie bestehen aus Zement und asbestfreien Verstärkungsfasern und sind gesundheitlich unbedenklich.
Wichtig: Dächer, die vor 1993 gebaut wurden, können noch Asbest enthalten und sollten fachgerecht saniert werden.
- Naturgrau
- Ziegelrot (≈ RAL 8004)
- Rotbraun (≈ RAL 8012)
- Dunkelbraun (≈ RAL 8017)
- Anthrazitschwarz (≈ RAL 9004)
Hinweis: Alle farbigen Platten tragen eine Reinacrylat-Beschichtung gegen Veralgung und Moosbildung. Nicht jede Farbe ist in beiden Profilen lieferbar – die verfügbaren Kombinationen sehen Sie direkt am Artikel.
Tipp: Alle übrigen Abmessungen sind identisch – wählen Sie nach gewünschter Nutzbreite und Unterkonstruktion.
- Doppelpressung für maximale Stabilität: zuerst auf 8 mm, dann auf 6,5 mm gepresst.
- Außerdem werkseitiger Eckanschnitt → kürzere Verlegezeiten.
Faserzement-Wellplatten eignen sich für Dächer ab 12° Dachneigung. Die Längenüberdeckung beträgt dabei 200 mm, die Seitenüberdeckung rund 47 mm – sie steckt bereits in der Nutzbreite.
Tipp: Zwischen 7° und 12° ist die Verlegung möglich, wenn in den Querstoß ein Butyl-Dichtungsstreifen eingelegt wird. Unter 7° ist Faserzement nicht mehr zulässig – dort brauchen Sie ein anderes Dachmaterial.
Faserzement-Wellplatten wiegen rund 15–18 kg/m² – Profil 5 und Profil 6 unterscheiden sich dabei nicht. Planen Sie die Unterkonstruktion auf dieses Eigengewicht plus Wind- und Schneelasten; die Auflagerbreite darf 50 mm nicht unterschreiten.
Tipp: Für Sanierungen ist Faserzement oft leichter als Altbedachungen (z. B. Ton oder Beton) bei gleichzeitig hoher Stabilität.
Eine vorgestanzte Eckkante, die vierfache Überlappungen vermeidet. Der Eckanschnitt lässt sich leicht von Hand ausbrechen – das spart Zeit bei der Montage.
- Schneiden: Handkreissäge mit Diamantblatt und Staubabsaugung, alternativ nass schneiden; Schnittkanten anschließend glätten
- Bohren: Kein Vorbohren – die Dachdecker-Bohrschrauben setzen ihr Loch im Wellenberg (Hochsicke) selbst. Nur eingebaute Lichtplatten werden vorgebohrt, mit 3 bis 4 mm Übermaß für die Wärmeausdehnung
- Staubschutz: Faserzementstaub enthält Quarzfeinstaub – staubarm arbeiten und Atemschutz (mind. FFP2) sowie Schutzbrille tragen
Wichtig: Nicht in den Wasserlauf schneiden oder bohren; Kanten vor Feuchte schützen.
- Verschraubung auf dem Wellenberg (Hochsicke) – auf dem zweiten Wellenberg, nicht auf dem ersten
- Dachdecker-Bohrschrauben mit Dichtscheibe – verzinkt oder in Edelstahl, 6,5 × 130 mm für Holz-, 6,3 × 105 mm für Stahlunterkonstruktion
- Anzahl und Anordnung der Schrauben richten sich nach dem Windsog am Standort – die Anordnungsbilder stehen in der Original-Montageanleitung; Randabstand mindestens 50 mm
Wichtig: Schrauben rechtwinklig zur Dachebene setzen und nicht zu fest anziehen – eine deformierte Dichtscheibe dichtet nicht mehr. Nach etwa einem Jahr nachziehen, wenn die Holzunterkonstruktion trocknet.
Ja – passende Lichtplatten im Profil 177/51 (PVC) für Profil 5 und Profil 6 sind verfügbar.
Wichtig: Auflageflächen hell (weiß) ausführen oder mit Aluminiumklebeband abkleben.
- Schrauben mit Dichtungen
- First- / Ortgang- und Traufelemente
- Profilfüllstücke, Dichtbänder
Hinweis: System-Zubehör sorgt für eine dichte und dauerhafte Ausführung.
Der Hersteller gibt eine Garantie auf Dichtigkeit, Widerstandsfähigkeit und Farbbeschichtung – die Bedingungen stehen bei den Datenblättern. Für eine lange Lebensdauer:
- Laub und Schmutz regelmäßig entfernen
- Überlappungen und Anschlüsse prüfen
- Beschädigungen zeitnah instand setzen
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Letzte Aktualisierung: 7. August 2026
Technisch geprüft von: Maurice Grimberg, Geschäftsführer (Kontakt)