in 6 Schritten
Eine Bahn, keine Naht, keine offene Flamme – vom Untergrund bis zum Dachrandprofil, mit den Original-Werten von DACHPROTECT und Tytane.
EPDM-Dachfolie verlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung fürs Flachdach
Diese Anleitung führt Sie durch die komplette Verlegung einer EPDM-Dachbahn – vom Untergrund über das Ausrollen und Verkleben bis zu Ecken, Gully und Dachrandprofil. Der große Vorteil des Materials: Wir konfektionieren die Bahn in einem Stück bis 460 m², es gibt also weder Nähte noch Schweißarbeiten und keine offene Flamme auf dem Dach. Alle Werte stammen aus den Original-Verlegeanleitungen von DACHPROTECT und Tytane. Wo beide Hersteller unterschiedliche Angaben machen, steht das ausdrücklich dabei – und wir nennen die konservativere Zahl.
Auf dieser Seite
"EPDM verzeiht fast alles – außer Ungeduld. Die Bahn kommt gefaltet auf die Baustelle und muss nach dem Ausrollen mindestens eine halbe Stunde liegen, damit sich die Falten entspannen. Wer sofort klebt, arbeitet die Falten dauerhaft ein. Und der zweite Punkt: Am Rand ist der Kleber Herstellersache. Tytane verlangt einen eigenen Kontaktkleber, DACHPROTECT nimmt denselben Flächenkleber im Kontaktverfahren. Wer das vertauscht, hat an der Aufkantung ein Problem, das man erst beim ersten Sturm sieht."
Die komplette Verlegung im Video

Vom leeren Dach bis zum fertigen Rand
Knapp zehn Minuten, der ganze Ablauf an einem realen Dach: Untergrund vorbereiten, Bahn ausrollen und entspannen lassen, Flächenkleber auftragen, Ecken ausbilden, Gully setzen und das Dachrandprofil montieren. Die schriftliche Anleitung darunter geht auf jeden Schritt im Detail ein – mit Klebermengen, Wartezeiten und den Stellen, an denen sich die Hersteller unterscheiden.
Werkzeug & Material: Das brauchen Sie
Werkzeug
- Kurzflorige Farbrolle (Velours) und Pinsel für den Flächenkleber – der Pinsel für Ränder und Anschlüsse
- Weicher Besen zum Anstreichen der Bahn – von der Mitte nach außen, damit keine Luft eingeschlossen wird
- Cuttermesser und Schere für Zuschnitt und Eckausbildung
- Heißluftföhn für Rohrmanschetten und Ecken – aber keine offene Flamme, EPDM wird nie geschweißt
- Andrückrolle für Nähte, Anschlüsse und Ränder
- Mindestens eine Leiter, besser zwei – DACHPROTECT schreibt ausdrücklich vor, die Leiter so zu stellen, dass Sie das Dach jederzeit verlassen können
Material
- EPDM-Dachbahn – nach Ihren Maßen konfektioniert, in einem Stück bis 460 m²
- Flächenkleber – bei DACHPROTECT der wasserbasierte BlueTek, bei Tytane der jeweilige Systemkleber. Verbrauch rund 250 g/m²
- Kleber für Ränder und Aufkantungen – systemabhängig: Tytane verlangt einen eigenen Kontaktkleber (T-2000 bzw. Sprühkontaktkleber T-2700), DACHPROTECT führt den Randbereich mit demselben Flächenkleber BlueTek im Kontaktklebeverfahren aus; für die Sanierung nennt DACHPROTECT zusätzlich SprayBond. Kontaktkleber-Verbrauch etwa 350–400 g/m²
- Keilbohlen umlaufend, z. B. 8 × 10 cm (H × B), möglichst gehobelt – sie brechen die scharfe Kante an der Aufkantung
- Formteile: Innen- und Außenecken, Rohrmanschetten, Gully (DN 70, DN 100 oder DN 125) und Dachrandprofile
- Profilholz ohne Trocknungsnuten für die Schalung – übliche Längen 4,5 bis 5,5 m; bei längeren Carports den Stoß auf einem Sparren ausführen
Folienmaß, Kleber und Zubehör berechnen
Die Bahn muss über die Dachfläche hinausreichen: einmal um die Aufkantung herum und dann noch ein Stück, damit oben genug Material zum Befestigen bleibt. Tytane rechnet das mit einer klaren Formel; DACHPROTECT gibt schlicht „umlaufend ca. 10 cm größer" an, ohne den Aufkantungszuschlag zu beziffern. Der Rechner folgt der ausführlicheren Tytane-Formel.
Gerechnet nach der Tytane-Formel: Dachmaß plus zweimal Aufkantungshöhe plus zweimal Zuschlag je Richtung. Der Klebstoffbedarf bezieht sich auf die verklebte Dachfläche; für Ränder und Aufkantungen kommt Kontaktkleber mit etwa 350 bis 400 g/m² hinzu.
Der Rechner gibt eine schnelle Orientierung. Wir konfektionieren die Bahn nahtlos in einem Stück – die genauen Maße stimmen wir bei der Bestellung mit Ihnen ab.
Die Maßformel im Klartext
Für ein Dach von 6,00 × 4,00 m mit 10 cm Aufkantung und 10 cm Zuschlag:
- Länge: 6,00 m + 2 × 0,10 m + 2 × 0,10 m = 6,40 m
- Breite: 4,00 m + 2 × 0,10 m + 2 × 0,10 m = 4,40 m
- Folienmaß also 6,40 × 4,40 m = 28,16 m²
Klebermengen im Überblick
- Flächenkleber ca. 250 g/m² – einseitig auf den Untergrund, die Bahn wird ins nasse Klebebett gelegt
- Kontaktkleber ca. 350–400 g/m² – beidseitig aufgetragen, für Ränder, Aufkantungen und Detailanschlüsse
- Der Kontaktkleber wird auf beiden Flächen aufgetragen und muss ablüften, bevor die Teile zusammengefügt werden – Wartezeit nach Herstellerangabe
EPDM-Dachfolie verlegen in 6 Schritten
Untergrund vorbereiten und Gully-Bohrung setzen
Der Untergrund entscheidet über die Lebensdauer der Abdichtung – nachbessern lässt sich hier später nichts mehr.
- Trocken, sauber, fett- und staubfrei: Der Untergrund muss eben und tragfähig sein, alle scharfen Kanten und hervorstehenden Nägel oder Schrauben werden entfernt.
- Schalung: Profilholz ohne Trocknungsnuten, übliche Längen 4,5 bis 5,5 m. Bei längeren Carports gehört der Stoß auf einen Sparren. Alternativ eignen sich OSB- oder Multiplexplatten.
- Keilbohlen umlaufend setzen, z. B. 8 × 10 cm (H × B), möglichst gehobelt – sie brechen die 90°-Kante zur Aufkantung, damit die Bahn nicht scharf abknickt.
- Gully-Bohrung zuerst: DACHPROTECT führt die Bohrung als Schritt 3 von 4 auf – also vor dem Verlegen der Bahn. Bohren Sie mit dem passenden Topfbohrer und lassen Sie etwas Abstand zur Keilbohle. Der Durchmesser richtet sich nach Ihrem Gully: Im Sortiment gibt es DN 70, DN 100 und DN 125 – der von DACHPROTECT genannte 100er-Topfbohrer gilt für dessen Gully.
Bahn aufs Dach bringen, ausrollen und entspannen lassen
Die Bahn kommt gefaltet auf die Baustelle – und braucht Zeit, bevor sie geklebt wird. Dieser Schritt wird am häufigsten übersprungen.
- Zu zweit transportieren: DACHPROTECT nennt für den Transport auf das Dach ausdrücklich zwei Personen. Bei größeren Bahnen entsprechend mehr – das Gewicht summiert sich schnell.
- Mittig ausrollen und ausrichten: Die Bahn wird auf der Fläche ausgelegt und so positioniert, dass rundum gleich viel Material übersteht.
- Mindestens 30 Minuten entspannen lassen. Die Falten aus der Konfektionierung ziehen sich in dieser Zeit heraus. Wer sofort klebt, arbeitet sie dauerhaft ein – und jede eingeklebte Falte ist später eine Schwachstelle.
- Nicht bei Wind arbeiten: Eine ausgerollte EPDM-Bahn ist eine große Segelfläche. Bei auffrischendem Wind lieber warten, als die Bahn zu riskieren.
Erste Hälfte verkleben
Geklebt wird in zwei Hälften – so bleibt die Bahn währenddessen in Position und lässt sich faltenfrei anlegen.
- Die Hälfte zurückschlagen: Eine Hälfte der ausgelegten Bahn wird zur Mitte hin umgeschlagen, so dass der Untergrund frei liegt.
- Flächenkleber gleichmäßig auftragen – rund 250 g/m², mit der kurzflorigen Rolle auf den Untergrund. Der Kleber wird einseitig aufgetragen, die Bahn kommt ins nasse Klebebett.
- Bahn zurückklappen und anstreichen: mit dem weichen Besen von der Mitte nach außen – so wird die Luft herausgestrichen und es entstehen keine Blasen.
- Randstreifen freilassen: Der Bereich zur Aufkantung bleibt zunächst unverklebt, damit Sie dort noch gehen können. Tytane nennt 20 cm, DACHPROTECT in der Sanierungsanleitung ausdrücklich „ca. 40 cm zum Gehen freilassen" – im Zweifel den breiteren Streifen nehmen.
Zweite Hälfte verkleben
Dasselbe Vorgehen für die andere Seite – mit einem Punkt, den DACHPROTECT ausdrücklich als Sicherheitsvorgabe formuliert:
- Zweite Hälfte zurückschlagen, Kleber auftragen, zurückklappen und wieder von der Mitte nach außen anstreichen.
- Blasen sofort ausstreichen: Was jetzt nicht herausgeht, bleibt drin. Mit dem Besen großflächig, mit der Andrückrolle in Rand- und Anschlussbereichen arbeiten.
- Ablüftzeiten einhalten, wo Kontaktkleber im Spiel ist – er wird beidseitig aufgetragen und muss vor dem Fügen ablüften.
Ränder und Aufkantungen – hier trennen sich die Systeme
Der Randbereich ist der Punkt, an dem sich die beiden Hersteller unterscheiden – und an dem sich das falsche Klebersystem später rächt:
Tytane
Verlangt einen eigenen Kontaktkleber: T-2000 oder Sprühkontaktkleber T-2700. Am Rand werden die letzten 10 cm der Dachfläche bis über die Aufkantungsoberkante verklebt.
DACHPROTECT
Führt den Randbereich in der Neubauanleitung mit demselben Flächenkleber BlueTek im Kontaktklebeverfahren aus. Für die Sanierung nennt die Artikelseite zusätzlich SprayBond.
- Kontaktkleber beidseitig auftragen – auf die Bahn und auf den Untergrund –, ablüften lassen und dann fügen. Anschließend mit der Andrückrolle nacharbeiten.
- Randsicherung der letzten 3 cm: DACHPROTECT lässt hier wahlweise ein Abdeckprofil oder Anschlusskleber FLEX zu – beide Wege sind zulässig, nicht nur der Kleber.
- Innenecken: Tytane schließt aus, dass sich eine Innenecke ohne Formteil sauber ausbilden lässt – hier gehört ein vorgefertigtes Eckstück hin, keine Faltlösung.
Gully, Durchdringungen und Dachrandprofil
Zum Schluss kommen die Details, die über die Dichtigkeit entscheiden – und die es alle als Formteil gibt:
- Gully einsetzen: Die Bohrung sitzt schon aus Schritt 1. Der Gully wird mit dem Systemkleber eingeklebt und die Bahn sauber angearbeitet – die Videos unten zeigen Klebe- und Garantie-Gully im Detail.
- Rohrdurchführungen mit vorgefertigter Manschette ausführen, mit dem Heißluftföhn anformen und mit der Rolle andrücken.
- Ecken: Innen- und Außenecken bekommen Formteile. Die Eckausbildung an der Keilbohle ist ein eigener Arbeitsschritt – auch dazu gibt es ein Video.
- Dachrandprofil ISOS montieren: Es fasst den Folienrand mechanisch und gibt dem Dach den sauberen Abschluss. Montage und Eigenschaften erklären zwei eigene Videos.
Endkontrolle: alle Anschlüsse, Ecken und Durchdringungen abgehen, auf Blasen und offene Ränder prüfen. Die Temperatur muss nach dem Verkleben mindestens 24 Stunden über 5 °C bleiben.
Die Details im Video
Elf kurze Videos zu den Arbeitsschritten, bei denen ein Bild mehr sagt als ein Absatz – vom Transport der Bahn bis zum Dachrandprofil:

Bahn transportieren
Wie die gefaltete Bahn aufs Dach kommt, ohne dass sie beschädigt wird.

Auf Holz verlegen
Der Standardfall: EPDM auf einer Holzschalung, von der Vorbereitung bis zum Andrücken.

Verkleben mit SprayBond
Der Sprühkleber im Einsatz – Auftrag, Ablüften und Fügen in der Praxis.

Eckausbildung Keilbohle
Wie die Bahn an der Keilbohle in der Ecke sauber anliegt, ohne zu knicken.

Ecke abdichten
Das Formteil in der Ecke: ansetzen, anformen, andrücken.

Rohrmanschette
Rohrdurchführungen dicht bekommen – mit Manschette und Heißluft.

Garantie-Gully
Die Variante mit Garantie: Einbau Schritt für Schritt.

Klebe-Gully
Der eingeklebte Gully – Untergrund, Kleberauftrag und Anarbeiten der Bahn.

Dachrandprofil montieren
Das ISOS-Profil ansetzen, ausrichten und befestigen.

ISOS-Profil erklärt
Was das Dachrandprofil leistet und worauf bei der Auswahl zu achten ist.

Folie reparieren
Beschädigungen ausbessern – noch vor der Verlegung oder später im Betrieb.
Untergründe und Sanierung: Worauf EPDM darf
EPDM lässt sich auf den meisten tragfähigen Untergründen verkleben – bei der Sanierung über Bitumen gibt es allerdings eine Wartezeit, bei der sich die Herstellerangaben widersprechen:
Geeignete Untergründe
- Holzschalung aus Profilholz ohne Trocknungsnuten, OSB oder Multiplex – der Klassiker bei Carport, Garage und Gartenhaus
- Beton und Estrich, sofern trocken, tragfähig und staubfrei
- Bestehende Bitumenbahnen – aber nur unter der Bedingung im nebenstehenden Kasten
Sanierung über Bitumen: 10 oder 12 Wochen?
Hier widersprechen sich die Unterlagen desselben Herstellers: Die DACHPROTECT-Sanierungsanleitung nennt eine Ablagerungsfrist von „älter als 10 Wochen", das Dachaufbauten-Blatt dagegen „mindestens 12 Wochen".
Wir empfehlen konservativ die 12 Wochen – und weisen darauf hin, weil Sie beim Öffnen des verlinkten PDFs die 10 Wochen lesen werden. Ebenfalls Bedingung: Es muss sich um Bitumenbahnen mit Oberflächenschutz handeln.
Kleber, Profile & Zubehör
Zur Bahn gehört das passende Klebersystem – und die Formteile für Ecken, Gully und Rand. Den Bedarf liefert Ihnen der Rechner oben:
EPDM-Dachfolie
Nach Ihren Maßen konfektioniert, nahtlos in einem Stück bis 460 m² – für Carport, Garage, Gartenhaus und Flachdach.
Dachfolie ansehenFlächen- und Kontaktkleber
Flächenkleber für die Dachfläche (ca. 250 g/m²) und Kontaktkleber für Ränder und Aufkantungen (ca. 350–400 g/m²) – passend zu Ihrem System.
Kleber ansehenGullys & Durchdringungen
Klebe- und Garantie-Gullys in DN 70, DN 100 und DN 125, dazu Rohrmanschetten für Durchführungen aller Art.
Gullys ansehenDachrandprofile
Das ISOS-Profil fasst den Folienrand mechanisch und gibt dem Dach den sauberen, dauerhaften Abschluss.
Profile ansehenEcken & Formteile
Vorgefertigte Innen- und Außenecken – bei Innenecken laut Hersteller Pflicht, weil sich die Bahn dort nicht faltenfrei ausbilden lässt.
Formteile ansehenAlles aus einer Hand
Bahn, Kleber, Gully, Ecken und Randprofil – aufeinander abgestimmt in einer Lieferung, mit den Maßen aus Ihrer Planung.
Jetzt zusammenstellenDie sechs häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden
Sofort nach dem Ausrollen geklebt
Folge: Die Falten aus der Konfektionierung werden dauerhaft eingeklebt – jede davon ist eine Schwachstelle.
Die Bahn nach dem Ausrollen mindestens 30 Minuten entspannen lassen, bevor der erste Kleber aufs Dach kommt.
Falsches Klebersystem am Rand
Folge: Der Randverbund hält nicht dauerhaft – man sieht es erst, wenn sich die Bahn an der Aufkantung löst.
Tytane verlangt seinen eigenen Kontaktkleber (T-2000 / T-2700), DACHPROTECT arbeitet mit BlueTek im Kontaktklebeverfahren. Systeme nicht mischen.
Bei zu niedriger Temperatur verklebt
Folge: Der Kleber härtet nicht durch – die Verklebung bleibt dauerhaft schwach, auch wenn es später wärmer wird.
Nicht unter 5 °C verarbeiten – und die Temperatur muss mindestens 24 Stunden danach darüber bleiben. Nicht bei Regen, nur auf trockenem Holz.
Innenecke ohne Formteil gefaltet
Folge: In der Falte bleibt Spannung – die Ecke ist die klassische Stelle, an der Flachdächer undicht werden.
Innenecken bekommen ein vorgefertigtes Formteil – Tytane schließt die Faltlösung ausdrücklich aus.
Keine Keilbohle gesetzt
Folge: Die Bahn knickt an der 90°-Kante scharf ab – dort entsteht mit den Jahren ein Riss.
Umlaufend eine Keilbohle setzen, z. B. 8 × 10 cm (H × B), möglichst gehobelt.
Gullybohrung erst nach dem Verkleben
Folge: Auf der frisch geklebten Bahn lässt sich schlecht arbeiten, und Bohrspäne landen im Klebebett.
DACHPROTECT setzt die Bohrung vor das Verlegen der Bahn – mit etwas Abstand zur Keilbohle.
Original-Verlegeanleitungen als PDF
Alle Werte auf dieser Seite stammen aus diesen Dokumenten. Verbindlich für Ihr Projekt ist die Anleitung zu Ihrem System:
Tytane – EPDM Verlegeanleitung
Die Maßformel für die Bahn, Kontaktkleber T-2000 und T-2700, Randverklebung der letzten 10 cm bis über die Aufkantungsoberkante, Formteile für Ecken.
PDF öffnenDACHPROTECT – Neubau
Der Ablauf am Neubau: Untergrund, Gullybohrung als Schritt 3 von 4, Flächenkleber BlueTek auch im Randbereich, Materialliste samt Alternativen.
PDF öffnenDACHPROTECT – Sanierung
Die Sanierung über Bestand: Ablagerungsfrist für Bitumenbahnen, 40 cm freier Gehstreifen, Leiterregel und die Hinweise zum Arbeiten auf der bestehenden Fläche.
PDF öffnenAlle Anleitungen – auch für Profilbleche, Lichtplatten und Dachrinnen – finden Sie gesammelt auf der Download-Seite.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Verlegen von EPDM-Dachfolie
Wir konfektionieren bis 460 m² in einem Stück – ohne Naht, ohne Schweißarbeit auf dem Dach. Das ist der zentrale Vorteil gegenüber Bitumen- und Kunststoffbahnen. Größere Flächen werden in mehreren Bahnen ausgeführt und systemgerecht verbunden; die Aufteilung stimmen wir vorab mit Ihnen ab.
Nach der Tytane-Formel: Dachmaß plus zweimal Aufkantungshöhe plus zweimal Zuschlag – und das in beide Richtungen. Bei 6,00 × 4,00 m Dachfläche, 10 cm Aufkantung und 10 cm Zuschlag ergibt das 6,40 × 4,40 m. DACHPROTECT gibt schlicht „umlaufend ca. 10 cm größer" an, ohne den Aufkantungszuschlag zu beziffern – wir folgen deshalb der ausführlicheren Formel. Der Rechner oben nimmt Ihnen das ab.
Für die Fläche einen Flächenkleber mit rund 250 g/m², einseitig auf den Untergrund aufgetragen. Für Ränder und Aufkantungen Kontaktkleber mit etwa 350–400 g/m², beidseitig aufgetragen und abgelüftet. Welches Produkt: Tytane verlangt seinen eigenen Kontaktkleber (T-2000 bzw. T-2700), DACHPROTECT führt den Randbereich mit demselben Flächenkleber BlueTek im Kontaktklebeverfahren aus und nennt für die Sanierung zusätzlich SprayBond.
Nicht unter 5 °C – und entscheidend: Die Temperatur muss mindestens 24 Stunden nach dem Verkleben über 5 °C bleiben, sonst härtet der Kleber nicht durch. DACHPROTECT gibt für den Flächenkleber BlueTek außerdem vor: nicht bei Regen verwenden, nur auf trockenem Holz anwenden. Eine Obergrenze nennt der Hersteller nicht.
Weil die Bahn gefaltet konfektioniert wird. Nach dem Ausrollen brauchen die Falten Zeit, um sich zu entspannen – rechnen Sie mit mindestens 30 Minuten, bei kühler Witterung eher länger. Wer sofort klebt, arbeitet die Falten dauerhaft ein; jede eingeklebte Falte ist eine potenzielle Schwachstelle und lässt sich nachträglich nicht mehr beheben.
Ja, unter einer Bedingung: Die Bitumenbahnen müssen ausgelagert sein und Oberflächenschutz haben. Bei der Frist widersprechen sich die DACHPROTECT-Unterlagen – die Sanierungsanleitung nennt „älter als 10 Wochen", das Dachaufbauten-Blatt „mindestens 12 Wochen". Wir empfehlen die konservativen 12 Wochen. Der Untergrund muss zusätzlich trocken, sauber und tragfähig sein.
Auch hier gehen die Angaben auseinander: Tytane nennt 20 cm, die DACHPROTECT-Sanierungsanleitung ausdrücklich „ca. 40 cm zum Gehen freilassen". Nehmen Sie im Zweifel den breiteren Streifen – er wird ohnehin im letzten Arbeitsgang mit Kontaktkleber geschlossen, und Sie brauchen die Fläche, solange Sie am Rand arbeiten.
Ja. Tytane schließt ausdrücklich aus, dass sich eine Innenecke ohne Formteil sauber ausbilden lässt – gefaltet bleibt dort Spannung im Material, und genau an dieser Stelle werden Flachdächer erfahrungsgemäß undicht. Für Innen- und Außenecken gibt es vorgefertigte Formteile, die mit Kontaktkleber und Heißluft angearbeitet werden.
Vor dem Verlegen der Bahn. DACHPROTECT führt die Bohrung als Schritt 3 von 4 auf – also noch am offenen Untergrund. Lassen Sie etwas Abstand zur Keilbohle. Der Durchmesser richtet sich nach Ihrem Gully: Wir führen DN 70, DN 100 und DN 125; der in der Anleitung genannte Topfbohrer mit ø 100 mm gehört zum DACHPROTECT-Gully.
Das hängt vom Dachaufbau ab, nicht von der Bahn. Bei unbeheizten, belüfteten Konstruktionen wie Carport oder Gartenhaus ist keine Dampfsperre nötig. Bei gedämmten, beheizten Aufbauten gehört die bauphysikalische Planung in fachkundige Hände – dort entscheidet der Gesamtaufbau, nicht die Abdichtung allein. Sprechen Sie uns an, wenn Sie unsicher sind.
Kleinere Beschädigungen lassen sich mit einem Flicken aus demselben Material und Kontaktkleber beheben – die Stelle vorher reinigen und trocknen. Das Video zur Reparatur zeigt den Ablauf; für Schäden an Anschlüssen und Durchdringungen gibt es zusätzlich Reparaturbänder im Zubehör.
Bahn, Kleber und Formteile in einer Lieferung
EPDM-Dachbahn nach Ihren Maßen konfektioniert, nahtlos bis 460 m² – dazu Flächen- und Kontaktkleber, Gully, Ecken, Rohrmanschetten und das Dachrandprofil. Sie geben uns die Maße, wir stellen das komplette System zusammen.
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Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2026
Technisch geprüft von: Grimberg GmbH (Kontakt)
