in 6 Schritten
PVC oder Stahl, Kunststoff geklebt oder gesteckt – der komplette Ablauf mit den Original-Werten von Plastmo und Plastal.
Dachrinne montieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung für PVC- und Stahlrinnen
Diese Anleitung führt Sie durch die komplette Montage – von den Haltern über das Gefälle bis zum Fallrohr. Sie deckt beide Systeme ab, die wir führen: die PVC-Rinne von Plastmo und die Stahlrinne von Plastal. Der Ablauf ist ähnlich, aber an mehreren Stellen unterscheiden sich die Hersteller grundlegend – bei der Reihenfolge des Rinnenablaufs, bei der Art der Halter und bei der Frage, was geklebt wird und was nicht. Alle Werte stammen aus den Original-Montageanleitungen; wo sich die Angaben widersprechen, steht das ausdrücklich dabei.
Auf dieser Seite
"Die meisten undichten Dachrinnen sind nicht kaputt – sie wurden falsch geklebt. Beim Kunststoffsystem gehört Kleber an Verbinder, Winkel, Endstücke, Auslaufstutzen und den oberen Fallrohrbogen. An den Ausgleichsverbinder gehört er ausdrücklich nicht, denn genau dort soll sich die Rinne bewegen. Wer den zuklebt, hat im nächsten Sommer eine verzogene Rinne. Und der zweite Klassiker: Gefälle vergessen. Zwei Millimeter je Meter reichen, aber sie müssen da sein."
PVC oder Stahl? Die Systeme im Video

Die Materialfrage in zweieinhalb Minuten
Bevor Sie mit der Montage anfangen, steht die Entscheidung: PVC oder Stahl. Das Video zeigt die Unterschiede in Verarbeitung, Optik und Haltbarkeit – und macht klar, warum sich die Montageschritte der beiden Systeme an einigen Stellen unterscheiden. Den ausführlichen Vergleich finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Werkzeug & Material: Das brauchen Sie
Werkzeug
- Maurerschnur und Wasserwaage – ohne gespannte Schnur wird das Gefälle nie gleichmäßig
- Feinzahnige Säge für Rinne und Fallrohr; bei Stahl zusätzlich eine Blechschere für den Feinschnitt
- Feile oder Entgrater – Schnittkanten werden immer entgratet, sonst beschädigen sie die Dichtung
- Lochsäge oder Stichsäge für die Ablauföffnung, wenn diese in die montierte Rinne gesägt wird
- Heißluftgerät zum leichten Erwärmen der Halter beim Biegen – Plastmo spricht nur von „leicht erwärmen", die Heißluft ist unsere Praxisempfehlung
- Akkuschrauber für Halter, Schellen und Sockel
Material
- Dachrinne in 100, 125 oder 150 mm – die Größe richtet sich nach der Dachfläche
- Rinnenhalter: bei Plastmo Halter für Sparren oder Stirnbrett, bei Plastal Langrinnenhalter oder Konsolrinnenhalter – die beiden werden unterschiedlich ausgerichtet
- Verbinder, Außen- und Innenwinkel, Endstücke, Auslaufstutzen passend zum System
- Fallrohr, Bögen, Rohrschellen und Sockel in 75, 90 oder 110 mm
- Systemkleber – nur der zum System gehörende, mit einer Haltbarkeit von 12 Monaten ab Herstellungsdatum
- Ausgleichsverbinder bei langen Rinnenläufen – es gibt ihn in zwei Bauarten, mit und ohne Durchlauf
Halter, Rinnenlänge und Fallrohr berechnen
Die drei Größen, die Sie vor der Bestellung brauchen: Anzahl der Rinnenhalter (Abstand maximal 60 cm), die Rinnenlänge und die Zahl der Rohrschellen am Fallrohr. Der Rechner setzt die Herstellerwerte um:
Gerechnet mit einem Halterabstand von 60 cm plus einem Halter am Anfang. Bei hoher Schneelast den Abstand verringern. Die Rohrschellen sitzen im Abstand von rund 2 m, mindestens aber zwei je Fallrohr – oben direkt unter dem Bogen und unten über dem Auslauf.
Welche Rinnengröße zu Ihrer Dachfläche passt, zeigt die Dimensionierungshilfe auf der Dachrinnen-Seite.
Rinnengröße nach Dachfläche
Grobe Zuordnung als Orientierung – maßgeblich ist die Entwässerungsberechnung für Ihr Dach:
- Rinne 100 mm mit Fallrohr 75 mm – kleine Dächer wie Gartenhaus, Anbau, schmaler Carport
- Rinne 125 mm mit Fallrohr 90 mm – der Standard für Carport, Garage und normale Hausdächer
- Rinne 150 mm mit Fallrohr 110 mm – große Dachflächen und Hallen
Wann brauche ich einen Ausgleichsverbinder?
Das Plastmo-Beiblatt nennt zwei Bedingungen, die zusammen erfüllt sein müssen: mehr als 18 m zwischen zwei Fallrohren und der Ausgleichsstutzen gewährleistet keine ausreichende Ausdehnung. Es ist also keine reine Längenregel.
In der Beratungspraxis nennen wir 10 bis 12 m als Faustregel, ab der man über einen Ausgleichsverbinder nachdenkt – das ist unsere Empfehlung, keine Herstellerangabe. Es gibt ihn in zwei Bauarten: ohne Durchlauf (trennt zwei Rinnenabschnitte) und mit Durchlauf.
Dachrinne montieren in 6 Schritten
Planen: Rinnengröße, Fallrohrposition, Gefällerichtung
Bevor der erste Halter sitzt, sind drei Dinge festzulegen – Korrekturen kosten später Material:
- Rinnengröße nach Dachfläche: 100, 125 oder 150 mm, mit Fallrohr 75, 90 oder 110 mm. Die Zuordnung finden Sie im Abschnitt oben.
- Fallrohrposition festlegen: Sie bestimmt den tiefsten Punkt der Rinne. Bei zwei Fallrohren läuft das Gefälle von der Mitte nach beiden Seiten.
- Gefälle: 2 bis 3 mm je Meter in Richtung Ablauf. Bei 8 m Trauflänge sind das 16 bis 24 mm Höhenunterschied zwischen erstem und letztem Halter.
- Ausgleichsverbinder einplanen, wenn zwischen zwei Fallrohren mehr als 18 m liegen und der Ausgleichsstutzen die Ausdehnung nicht aufnimmt.
Rinnenhalter montieren – zwei Verfahren, je nach Halterart
Hier trennen sich die Wege, und zwar innerhalb desselben Systems: Plastal hat zwei Halterarten mit zwei unterschiedlichen Verfahren.
Langrinnenhalter
Das Gefälle entsteht durch Biegen der Halter: Alle Halter werden auf gleicher Höhe befestigt und dann unterschiedlich stark gebogen. Zum Biegen die Halter leicht erwärmen.
Konsolrinnenhalter
Werden wie beim PVC-System an der Schnur positioniert – gespannt vom tiefsten Halter am Ablauf bis zur letzten Konsole am Winkel bzw. am höchsten Punkt. Nicht gebogen.
- Abstand maximal 60 cm – bei hoher Schneelast enger. Der erste und der letzte Halter sitzen nah an den Rinnenenden.
- Schnur spannen: vom höchsten zum tiefsten Punkt, mit dem eingeplanten Gefälle von 2 bis 3 mm je Meter. Alle Halter richten sich daran aus.
- Halter werden nie geklebt – sie werden geschraubt. Die Rinne muss sich in ihnen bewegen können.
Rinnenablauf setzen – die Reihenfolge ist herstellerabhängig
Es gibt keine allgemeingültige Reihenfolge – die beiden Hersteller machen es genau entgegengesetzt:
Plastmo (PVC)
Der Auslaufstutzen kommt als allererster Schritt – noch vor den Haltern. Er wird eingeklebt, die Rinne danach eingehängt.
Plastal (Stahl)
Die Ablaufmontage folgt nach dem Einhängen der Rinne – die Öffnung wird in die bereits montierte Rinne gesägt.
- Öffnung sauber ausschneiden und entgraten – scharfe Kanten beschädigen die Dichtung und stauen Laub.
- Der Auslaufstutzen wird geklebt – bei beiden Systemen. Er ist einer der fünf Klebepunkte.
Rinne einhängen, verbinden und kleben
Jetzt kommt die Rinne in die Halter – und hier entscheidet sich die Dichtigkeit. Die Klebestreifen sind dabei genau vorgegeben:
- Rinnenverbinder: vier Klebestreifen von jeweils ca. 0,5 cm Breite, dazu die Stoßfuge füllen.
- Außen- und Innenwinkel: zwei Klebestreifen je Winkel, ebenfalls ca. 0,5 cm, plus Stoßfuge.
- Endstück: ein Klebestreifen, ca. 0,5 cm, plus Stoßfuge.
- Dehnungsabstand mindestens 2,5 cm an jedem Verbinder – die Rinne dehnt sich mit der Temperatur, und dieser Spalt ist ihr Bewegungsraum.
- Kleber-Haltbarkeit beachten: 12 Monate ab Herstellungsdatum. Alter Kleber bindet nicht mehr zuverlässig ab.
Fallrohr montieren
Vom Auslaufstutzen bis zum Boden – mit einem Klebepunkt, der oft übersehen wird:
- Der obere Fallrohrbogen wird am Auslaufstutzen festgeklebt – dieser Klebepunkt fehlt in den meisten Aufzählungen, gehört aber dazu.
- Der obere Sockel sitzt direkt unter dem Bogen, und die Rohrschelle wird darum gespannt.
- Weitere Schellen im Abstand von rund 2 m, mindestens aber zwei je Fallrohr – oben und unten.
- Steckverbindungen am Fallrohr bleiben ungeklebt – ebenso die Rohrschellen. Das Rohr muss sich längs bewegen können.
Wasserprobe und Endkontrolle
Der letzte Schritt dauert zehn Minuten und erspart im Zweifel eine Demontage:
- Wasserprobe mit dem Gartenschlauch: am höchsten Punkt einlaufen lassen und beobachten, ob das Wasser vollständig zum Ablauf läuft. Stehendes Wasser heißt: Gefälle nachjustieren.
- Alle Verbindungen kontrollieren – Verbinder, Winkel, Endstücke, Auslaufstutzen und den oberen Fallrohrbogen.
- Dehnungsabstände prüfen: Sitzt die Rinne überall mit mindestens 2,5 cm Spiel in den Verbindern?
- Rinne ausräumen: Sägespäne und Montagereste entfernen – sie landen sonst als Erstes im Fallrohr.
PVC oder Stahl: die Systeme im Vergleich
Plastmo – PVC
- Leicht, korrosionsfrei, einfach zu sägen – auch für Ungeübte gut zu montieren
- Auslaufstutzen zuerst, dann Halter, dann Rinne
- Auf Gummidichtungen kann laut Hersteller verzichtet werden – im Programm gibt es dennoch einen Rinnenverbinder mit Gummidichtung (Produktübersicht Nr. 10)
- Klebestreifen genau definiert: vier am Verbinder, zwei am Winkel, einer am Endstück
Plastal – Stahl
- Stabiler und formstabiler, mit Beschichtung aus modifiziertem Polyamid auf Polyurethanbasis, frei von schädlichen chemischen Substanzen
- Zwei Halterarten: Langrinnenhalter (gebogen) und Konsolrinnenhalter (an der Schnur positioniert)
- Ablaufmontage nach dem Einhängen – die Öffnung wird in die montierte Rinne gesägt
- Optisch näher am klassischen Zinkdach, in mehreren Farben erhältlich
Was geklebt wird – und was nicht
Die häufigste Ursache für undichte oder verzogene Rinnen ist eine falsche Klebestelle. Deshalb hier beide Listen vollständig:
Wird geklebt
- Rinnenverbinder – vier Klebestreifen à ca. 0,5 cm plus Stoßfuge
- Außen- und Innenwinkel – zwei Klebestreifen plus Stoßfuge
- Endstücke – ein Klebestreifen plus Stoßfuge
- Auslaufstutzen in der Rinne
- Oberer Fallrohrbogen am Auslaufstutzen – der am häufigsten vergessene Punkt
Wird nicht geklebt
- Ausgleichsverbinder – er ist der Dehnungspunkt der Rinne (siehe Warnung in Schritt 4)
- Rohrschellen am Fallrohr
- Steckverbindungen am Fallrohr
- Rinnenhalter – sie werden geschraubt, die Rinne liegt beweglich darin
Rinnen, Fallrohre & Zubehör
Alles, was zur kompletten Dachentwässerung gehört – die Mengen liefert Ihnen der Rechner oben:
Dachrinnen & Einzelteile
Rinnen in 100, 125 und 150 mm, dazu Halter, Verbinder, Winkel, Endstücke und Auslaufstutzen – in PVC und Stahl.
Einzelteile ansehenSparpakete
Fertig zusammengestellte Sets für gängige Trauflängen – Rinne, Halter, Verbinder, Fallrohr und Zubehör in einem Paket.
Sparpakete ansehenFallrohre & Schellen
Fallrohre in 75, 90 und 110 mm, dazu Bögen, Rohrschellen und Sockel – passend zur gewählten Rinnengröße.
Fallrohre ansehenSystemkleber
Der zum System gehörende Kleber – Haltbarkeit 12 Monate ab Herstellungsdatum, also lieber frisch mitbestellen.
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Die Rinne kommt selten allein: Trapezbleche, Wellbleche und Lichtplatten fertigen wir zentimetergenau auf Maß.
Profilbleche ansehenAlles aus einer Hand
Rinne, Halter, Fallrohr und Kleber – aufeinander abgestimmt in einer Lieferung, passend zu Ihrer Trauflänge.
Jetzt zusammenstellenDie sechs häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden
Kein Gefälle eingeplant
Folge: Wasser bleibt in der Rinne stehen, Laub setzt sich fest, im Winter friert die stehende Nässe.
2 bis 3 mm je Meter in Richtung Ablauf – mit gespannter Schnur einmessen, nicht nach Augenmaß.
Ausgleichsverbinder festgeklebt
Folge: Der Dehnungspunkt ist blockiert – die Rinne verzieht sich oder reißt an anderer Stelle auf.
Ausgleichsverbinder nie kleben. Die anderslautende Zeile im deutschen Beiblatt ist ein Übersetzungsfehler.
Oberen Fallrohrbogen nicht geklebt
Folge: Der Bogen rutscht mit der Zeit vom Auslaufstutzen – das Wasser läuft an der Wand herunter.
Der obere Bogen gehört zu den fünf Klebepunkten – er wird am Auslaufstutzen festgeklebt.
Halterabstand zu groß
Folge: Die Rinne hängt zwischen den Haltern durch – spätestens die erste Schneelast verformt sie dauerhaft.
Maximal 60 cm, bei hoher Schneelast enger. Erster und letzter Halter nah an den Rinnenenden.
Dehnungsabstand vergessen
Folge: Die Rinne stößt im Sommer an den Verbinder an, wölbt sich und springt aus den Haltern.
An jedem Verbinder mindestens 2,5 cm Abstand lassen – das ist Katalogwortlaut, keine Empfehlung.
Verfahren der Halterarten vertauscht
Folge: Konsolrinnenhalter lassen sich nicht sinnvoll biegen – wer es versucht, beschädigt Halter und Beschichtung.
Langrinnenhalter werden gebogen, Konsolrinnenhalter an der Schnur positioniert – beide Verfahren stehen in Schritt 2.
Original-Montageanleitungen als PDF
Alle Werte auf dieser Seite stammen aus diesen Dokumenten. Verbindlich für Ihr Projekt ist die Anleitung zu Ihrem System:
Plastmo – Montageanleitung PVC
Der komplette Ablauf des Kunststoffsystems: Auslaufstutzen zuerst, Halterabstände, Klebestreifen je Bauteil und die Montage des Fallrohrs.
PDF öffnenPlastmo – Beiblatt Ausgleichsverbinder
Die beiden Bauarten mit und ohne Durchlauf, die 18-m-Bedingung und die Einbauhinweise – inklusive der missverständlichen Klebe-Zeile, die wir oben einordnen.
PDF öffnenPlastal – Montageanleitung Stahl
Das Stahlsystem: Langrinnen- und Konsolrinnenhalter mit ihren zwei Verfahren, Ablaufmontage nach dem Einhängen und die Angaben zur Beschichtung.
PDF öffnenAlle Anleitungen – auch für Profilbleche, Lichtplatten und Dachfolien – finden Sie gesammelt auf der Download-Seite.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Dachrinnen-Montage
2 bis 3 mm je Meter in Richtung Ablauf. Bei 8 m Trauflänge sind das 16 bis 24 mm Höhenunterschied zwischen dem höchsten und dem tiefsten Halter. Eingemessen wird mit einer gespannten Schnur, nicht nach Augenmaß – ohne Gefälle steht das Wasser in der Rinne, Laub setzt sich fest und im Winter friert die stehende Nässe.
Maximal 60 cm – bei hoher Schneelast entsprechend enger. Der erste und der letzte Halter sitzen nah an den Rinnenenden. Die genaue Stückzahl für Ihre Trauflänge liefert der Rechner auf dieser Seite.
Geklebt werden: Rinnenverbinder, Außen- und Innenwinkel, Endstücke, Auslaufstutzen und der obere Fallrohrbogen am Auslaufstutzen. Nicht geklebt werden: der Ausgleichsverbinder, die Rohrschellen, die Steckverbindungen am Fallrohr und die Rinnenhalter. Die vollständigen Listen stehen im Abschnitt Was geklebt wird – und was nicht.
Plastmo nennt drei verschiedene Mengen, alle mit einer Breite von ca. 0,5 cm: vier Streifen auf den Rinnenverbinder, zwei auf Außen- und Innenwinkel, einen auf das Endstück – und jeweils zusätzlich die Stoßfuge füllen.
Nein. Hier gibt es allerdings eine widersprüchliche Herstellerangabe: Das deutsche Beiblatt schreibt „ACHTUNG! Beide Rinnenenden im Ausgleichverbinder festkleben", während die englische Fassung desselben Blatts nur die Endstücke meint und der Katalog ausdrücklich sagt: „Für die Montage des Ausgleichsverbinders keinen Kleber verwenden!" Die deutsche Zeile ist eine missverständliche Übersetzung. Wer sie wörtlich nimmt, klebt den Dehnungspunkt zu – genau das Bauteil, das die Ausdehnung aufnehmen soll.
Das Plastmo-Beiblatt nennt zwei Bedingungen, die zusammen erfüllt sein müssen: mehr als 18 m zwischen zwei Fallrohren und der Ausgleichsstutzen gewährleistet keine ausreichende Ausdehnung. In der Beratungspraxis nennen wir 10 bis 12 m als Faustregel, ab der man darüber nachdenken sollte – das ist unsere Empfehlung, keine Herstellerangabe. Den Verbinder gibt es in zwei Bauarten, mit und ohne Durchlauf.
Das hängt von der Halterart ab: Langrinnenhalter werden auf gleicher Höhe befestigt und dann unterschiedlich stark gebogen (dafür leicht erwärmen). Konsolrinnenhalter werden dagegen an der Schnur positioniert – gespannt vom tiefsten Halter am Ablauf bis zur letzten Konsole am Winkel bzw. am höchsten Punkt. Beim PVC-System läuft es ebenfalls über die Schnur.
Das ist herstellerabhängig – es gibt keine allgemeine Regel. Plastmo baut den Auslaufstutzen als allerersten Schritt ein, noch vor den Haltern. Plastal führt die Ablaufmontage erst nach dem Einhängen der Rinne auf, weil die Öffnung in die bereits montierte Rinne gesägt wird. Richten Sie sich nach der Anleitung zu Ihrem System.
Als Orientierung: Rinne 100 mm mit Fallrohr 75 mm für kleine Dächer wie Gartenhaus oder schmalen Anbau, 125 mm mit 90 mm als Standard für Carport, Garage und normale Hausdächer, 150 mm mit 110 mm für große Flächen und Hallen. Maßgeblich ist die Entwässerungsberechnung für Ihre konkrete Dachfläche – die Dimensionierungshilfe hilft bei der Zuordnung.
Mindestens 2,5 cm an jedem Verbinder – so steht es im Katalogwortlaut. Die Rinne dehnt sich mit der Temperatur, und dieser Spalt ist ihr Bewegungsraum. Wird er zu klein bemessen, stößt die Rinne im Sommer an, wölbt sich auf und kann aus den Haltern springen.
12 Monate ab Herstellungsdatum. Bestellen Sie den Kleber deshalb passend zur Montage mit – angebrochene oder überlagerte Gebinde binden nicht mehr zuverlässig ab, und die Klebestellen sind genau die Punkte, an denen die Rinne dicht sein muss.
Mit einer Wasserprobe: Lassen Sie am höchsten Punkt Wasser aus dem Gartenschlauch einlaufen und beobachten Sie, ob es vollständig zum Ablauf läuft. Bleibt Wasser stehen, stimmt das Gefälle nicht. Prüfen Sie außerdem alle Klebestellen und die Dehnungsabstände – und räumen Sie Sägespäne und Montagereste aus der Rinne, bevor sie im Fallrohr landen.
Rinne, Fallrohr und Zubehör in einer Lieferung
Dachrinnen in PVC und Stahl, in 100, 125 und 150 mm – dazu Halter, Verbinder, Winkel, Endstücke, Auslaufstutzen, Fallrohre und Systemkleber. Als Einzelteile oder fertig geschnürtes Sparpaket für Ihre Trauflänge.
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Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2026
Technisch geprüft von: Grimberg GmbH (Kontakt)
