Handwerker verlegt Pfannenbleche auf der Dachhälfte eines Wohnhauses
Montageanleitung
Pfannenblech verlegen
in 6 Schritten

Von der Einlattung bis zum First – mit dem einen Detail, das Pfannenblech von Trapezblech trennt: verschraubt wird in der Tiefsicke, nicht auf der Höhe.

35 cm Lattenraster ≥ 200 mm Überlappung Verschraubung in der Tiefsicke

Pfannenblech verlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Dach & Sanierung

Diese Anleitung führt Sie durch den kompletten Ablauf: von der Einlattung der Unterkonstruktion über die Blechlängen-Berechnung und das Ausrichten an der Traufe bis zur Verschraubung in der Tiefsicke, den Überlappungen und den Anschlüssen an First und Ortgang. Alle Werte – Lattenabstände, Überlappung, Schraubentypen – stammen aus den Original-Herstelleranleitungen von Weckman und Polmetal, nicht aus Schätzungen. Die passenden Pfannenbleche und das Systemzubehör finden Sie in unserem Sortiment.

35 cm
Regel-Dachlattenabstand (Pfannenraster) ab der zweiten Latte
Tiefsicke
Verschraubung im Untergurt, ~2 cm unter der Pfannenstufe – nie oben
200 mm
Mindestüberlappung am Blechstoß in Verlegerichtung – im Pfannenraster
min. 10°
Regel-Dachneigung – 7–10° nur mit wasserführendem Unterdach, unter 7° nicht möglich
Maurice Grimberg – Geschäftsführer
Maurice Grimberg
Geschäftsführer
"Der Fehler, den wir am Telefon am häufigsten aufarbeiten, ist die Schraube auf der falschen Stelle. Wer Pfannenblech wie Trapezblech denkt und oben auf der Pfannenstufe verschraubt, holt sich Undichtigkeiten und eine Optik mit sichtbaren Dellen. Pfannenblech wird immer im Untergurt verschraubt, in der Tiefsicke etwa zwei Zentimeter unter der Querprägung. Das steht so in jeder Herstelleranleitung – es ist keine Geschmacksfrage."

Werkzeug & Material: Das brauchen Sie

Pfannenblech verlegt sich zügig – vorausgesetzt, die Unterkonstruktion stimmt und das Zubehör liegt vollständig bereit. Die meisten misslungenen Eindeckungen entstehen nicht auf der Fläche, sondern an einer falsch eingelatteten Traufe oder an fehlenden Formteilen für First und Ortgang.

Werkzeug

  • Blechschere oder Knabber (Nibbler) – ausschließlich kalte Trennverfahren
  • Kein Winkelschleifer – die Hitze zerstört die Verzinkung, an der Schnittkante blüht später Rost
  • Akkuschrauber mit Tiefenanschlag – für gleichmäßigen Anpressdruck der Dichtscheibe
  • Maßband, Kreide-Schlagschnur, Richtschnur – für die Traufe als Bezugslinie
  • Lastverteilende Laufbohle – zum sicheren Begehen der verlegten Fläche
  • Persönliche Schutzausrüstung – Handschuhe (scharfe Kanten), Absturzsicherung

Material

Bleche, Bestelllänge und Schrauben berechnen

Zwei Rechnungen gehen bei Pfannenblech regelmäßig schief: die Bahnenzahl ohne seitliche Überlappung und die Blechlänge bei langen Dächern. Überschreitet die Dachlänge die maximale Einzellänge des Profils, brauchen Sie pro Bahn zwei Bleche, die im Pfannenraster unter der Querprägung überlappen (mindestens 200 mm) – und das untere Blech muss die richtige Länge haben, sonst sitzt der Stoß im Wasserlauf.

Bedarfsrechner

Bahnen = Dachbreite ÷ Deckbreite (aufgerundet). Ab der Maximallänge des Profils zwei Bleche je Bahn – die Überlappung liegt im Pfannenraster unter der Querprägung (mind. 200 mm). Die Bestelllänge enthält 5 cm Zuschlag für den Überstand in die Dachrinne; das genaue Maß legen Sie bei der Einlattung fest.

Bahnen gesamt
Bestelllänge je Bahn
Systemschrauben

Geben Sie Dachbreite und Sparrenlänge ein. Die Bestelllänge enthält 5 cm Zuschlag für den Überstand in die Dachrinne; überschreitet die Blechlänge die Profil-Maximallänge, werden pro Bahn zwei Bleche mit 200 mm Überlappung gerechnet. Schrauben-Richtwerte (Weckman): Fläche/Untergurt ca. 8 St./lfm (A2 6,0 × 40 mm), seitliche Überlappung ca. 3 St./lfm (A2 4,5 × 22 mm); Polmetal Szafir: 4,8 × 35 mm Fläche / 4,8 × 20 mm Verbindungen, ca. 6–7 St./m² – verbindlich sind die Herstelleranleitungen.

Der Rechner gibt eine schnelle Orientierung für Bahnen, Länge und Schrauben. Für die verbindliche Planung mit Kantteilen, Zubehör und Sonderfällen nutzen Sie den Planer.

Ein Blech je Bahn

bis 7,0 / 8,0 m

Typ 2/1060 bis 7,0 m, Typ Europa bis 8,0 m Dachlänge

Ein Blech deckt Traufe bis First in einem Stück. Länge = Sparrenlänge + Überstand in die Rinne.

Zwei Bleche je Bahn

B + C im Raster

Ab Überschreiten der Maximallänge

Länge A halbieren, nächste Rasterlänge aus der Herstellertabelle = B (unten liegend). C = A − B + 200 mm. Kontrolle: B + C − 200 mm = A. Das Maß-B-Blech liegt immer unten.

Die Rasterlängen liegen in 350-mm-Schritten vor (550, 900, 1250 … mm). Bei versetzter Traufe wird in vollen Pfannenprägungen (je 35 cm) gerechnet, damit im Traufbereich immer eine ganze Pfanne stehen bleibt.

Pfannenblech verlegen in 6 Schritten

1

Unterkonstruktion einlatten

Die Einlattung entscheidet über alles Weitere: Sie legt fest, wo die Schrauben sitzen und ob die Pfannen im Raster aufgehen. Beginnen Sie immer an der Traufe.

  • Trauflatte als Bezugspunkt setzen. Sie muss 18–20 mm dicker als die Regellatte sein, weil die unterste Pfannenreihe über die Latte hinweg in die Rinne kragt und der Höhenversatz ausgeglichen werden muss.
  • Zweite Lattenreihe variabel: Abstand aus dem gewünschten Rinnenüberstand und der Lage der ersten Querprägung ableiten. Ab der zweiten Latte im festen Regelraster 35 cm weiter einlatten.
  • Firstlatte bei der Satteldachkonstruktion 5 cm unterhalb des Sparrenendes anordnen und zwischen beiden Dachseiten 5 cm Freiraum für die Entlüftung lassen.
  • Kondensatschutz und Hinterlüftung vorsehen – Unterspannbahn und Konterlattung gehören zu einem dauerhaften Aufbau.
Dachlattung für Pfannenblech mit dickerer Trauflatte und 35 cm Regelabstand
2

Blechlängen ermitteln

Bis zur Maximallänge des Profils – 7,0 m bei Typ 2/1060, 8,0 m bei Typ Europa – deckt ein Blech die Fläche von der Traufe bis zum First in einem Stück. Erst darüber wird geteilt.

  • Länge A (Dachlänge) halbieren, die nächstgelegene Rasterlänge aus der Herstellertabelle wählen – das ist Länge B (unten liegend).
  • Länge C (oben, am First) = A − B + 200 mm Überlappung. Kontrolle: B + C − 200 mm = A ergibt wieder die Dachlänge.
  • Das Maß-B-Blech liegt immer unten. So läuft das Wasser über die Überlappung, nicht dagegen.
  • Versetzte Traufe: in vollen Pfannenprägungen (je 35 cm) rechnen; die längste Traufe als Haupttraufe wählen, um möglichst wenig nachzuschneiden.
Verlegeschema Pfannenblech mit unten liegender Länge B und oben liegender Länge C
3

Erste Reihe an der Traufe ausrichten

Bezugspunkt ist immer die Traufe, nie der Giebel. Ein an der Traufe sauber ausgerichtetes Feld verzeiht einen schiefen Giebel; umgekehrt läuft die ganze Fläche aus dem Lot.

  • Richtschnur entlang der Traufe spannen und dabei den eingelatteten Rinnenüberstand berücksichtigen.
  • Schutzfolie erst auf dem Dach abziehen – nicht am Boden. Sie schützt die Beschichtung beim Transport aufs Dach; vor der Verschraubung muss sie vollständig herunter.
  • Erstes Blech so über den Ortgang versetzen, dass die Ortganglinie bis zum First vollständig abgedeckt ist. Ein unwinkliges Dach wird von der Traufe aus rechtwinklig eingedeckt, der Überhang später abgeschnitten – die Schnittkante verdeckt der Ortgangwinkel.
  • Unterkante an der Schnur ausrichten und das Blech mit zwei versetzten Schrauben im Wellental fixieren – das verhindert Abrutschen.
  • Verlegerichtung ist profilabhängig: Typ 2/1060 wird von links nach rechts verlegt, Typ Europa von rechts nach links. Im Zweifel geben die Antikapillarrille und die Pfeilmarkierungen auf den Platten die Deckrichtung vor.
Erstes Pfannenblech wird an der Richtschnur entlang der Traufe ausgerichtet
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In der Tiefsicke verschrauben

Das ist der Punkt, der Pfannenblech von Trapezblech trennt: Verschraubt wird im Untergurt (Tiefsicke), etwa 2 cm unterhalb der Querprägung – niemals oben auf der Pfannenstufe.

  • Flächenbefestigung: A2-Edelstahlschraube 6,0 × 40 mm auf Holz, Schraube möglichst nah an der Querprägung im Wellental. Richtwert ca. 8 Stück je lfm.
  • Windangriff an den Dachkanten: an First und Traufe in jedem Wellental verschrauben, am Ortgang auf jeder Dachlatte.
  • Vollflächig von links nach rechts durchschrauben. Keine vereinzelten Schrauben setzen, um später „nachzuziehen" – das erzeugt Verspannungen und Knackgeräusche.
  • Anpressdruck kontrollieren: Dichtscheibe leicht wölben, nicht durchdrücken. Ein falsch eingestelltes Gewinde beschädigt die Beschichtung und die Garantie.
Schnittdarstellung: Systemschraube mit Dichtscheibe durchdringt das Pfannenblech neben der Antikapillarrille und greift in die Dachlatte
5

Bleche überlappen und verbinden

Zwei Überlappungen sind zu unterscheiden: die seitliche zwischen zwei nebeneinanderliegenden Bahnen und – nur bei langen Dächern – der Blechstoß in Verlegerichtung zwischen B und C. Beide laufen über die Antikapillarrille, eine zusätzliche, Wasser abführende Sicherheitsrinne. Die Reihenfolge ist entscheidend: erst überlappen, dann die Fläche befestigen.

  • Zweites Blech über die Antikapillarrille des ersten legen und nach oben unter die Querprägung drücken, bis die Traufkante bündig ist.
  • Zunächst nur an der Überlappung verbinden (A2 4,5 × 22 mm) – in jeder Pfannenprofilierung einmal, unterhalb der Querprägung. Dann eine der beiden Fixierschrauben lösen und die Einheit an der Schnur feinjustieren. Überlappungen werden nicht mit der Unterkonstruktion verschraubt.
  • Nie in die Antikapillarrille schrauben. Die Überlappungsschraube stets daneben ansetzen, sonst wird die Sicherheitsrinne perforiert.
  • Blechstoß in Verlegerichtung: Er liegt im Pfannenraster unter der Querprägung und überlappt mindestens 200 mm; das untere Blech (Maß B) liegt dabei immer unten, damit das Wasser über den Stoß läuft.
Pfannenblechdach mit einem farbig hervorgehobenen Blech und markierten Schraubpunkten entlang der seitlichen Überlappungen
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First, Ortgang und Formteile abschließen

Die Fläche ist der schnelle Teil – dicht und sturmfest wird das Dach an den Anschlüssen. Alle Formteile werden als Blech-auf-Blech-Montage mit der 4,5 × 22 mm gesetzt; nur der Ortgangwinkel zum Holz nimmt die 6,0 × 40 mm.

  • Firstblech mit Belüftungsband aufsetzen; die 5 cm Entlüftungsfreiraum zwischen den Dachseiten offen halten.
  • Ortgangwinkel montieren – er verdeckt die abgeschnittene Blechkante am Giebel.
  • Schneefang je nach Schneelastzone setzen; Kehlblech nur bei Innenkehlen.
  • Zuletzt die Überhänge an First und Ortgang mit Blechschere oder Knabber nachschneiden – nie mit dem Winkelschleifer.
Montiertes Firstblech mit Belüftungsband auf einem Pfannenblechdach

First, Ortgang, Traufe – die vier Anschlüsse im Detail

First – belüftet abschließen

Firstblech mit Belüftungsband, damit die aufsteigende Luft aus der Hinterlüftung entweichen kann. Die 5 cm Freiraum zwischen den Profilen beider Seiten nicht verschließen – sonst staut sich Feuchtigkeit unter dem Blech.

Ortgang – Windkante sichern

Am Ortgang auf jeder Dachlatte verschrauben – hier greift der Wind am stärksten an. Der Ortgangwinkel verdeckt die rechtwinklig nachgeschnittene Blechkante des unwinkligen Giebels.

Traufe – Überstand in die Rinne

Die unterste Pfannenreihe kragt in die Dachrinne. Deshalb die Trauflatte 18–20 mm dicker ausführen und den Überstand vor der Einlattung festlegen – die Schraube der ersten Reihe sitzt dadurch nicht direkt vor der Querprägung.

Kehle – nur bei Innenkehlen

Bei einer Innenkehle wird ein Kehlblech untergelegt; die Pfannenbleche beider Flächen laufen mit Abstand darauf zu und werden entlang der Kehllinie nachgeschnitten. Formteile grundsätzlich Blech-auf-Blech verschrauben.

Die Details im Video: Verschrauben, Profilfüller, Kantteile

Video: Profilblech richtig verschrauben
0:31

Richtig verschrauben

Der 30-Sekunden-Check: Schraube im rechten Winkel, Dichtscheibe bündig – weder gequetscht noch lose. Beim Pfannenblech sitzt sie im Untergurt.

Video: Profilfüller richtig abdichten
1:48

Profilfüller abdichten

Die Schaumstoff-Formteile schließen die Profilkontur unter First und Wandanschluss – gegen Treibregen, Schnee und Insekten.

Video: Individuelle Kantteile nach Maß
0:32

Kantteile nach Maß

First-, Ortgang- und Traufbleche werden millimetergenau gekantet – passend zur Pfannenprägung und farbgleich zum Blech.

Alle Video-Anleitungen zu Profilblechen

Neubau oder Dachsanierung – was ist anders?

Der Verlegeablauf ist identisch – der Unterschied liegt in der Konstruktion und in der Traglast:

  • Gewicht ist bei der Sanierung das Hauptargument. Pfannenblech wiegt einen Bruchteil eines Tonziegeldachs – oft der Grund, ein altes Dach mit begrenzter Sparren-Traglast überhaupt neu eindecken zu können.
  • Neue Lattung im 35-cm-Raster. Die alte Ziegellattung passt selten zum Pfannenraster – meist wird konterlattet und neu eingelattet, inklusive Unterspannbahn.
  • Hinterlüftung nachrüsten. Beim Wechsel von diffusionsoffenem Ziegel auf Blech ist der Kondensatschutz kritischer – Belüftungsebene und ggf. dampfbremsende Schichten einplanen.
  • Materialwahl nach Traglast: Stahl ist wirtschaftlich und stabil; wo jedes Kilo zählt, kommt Aluminium in Frage. Details auf der Pfannenblech-Informationsseite.

Sonderfall Kondenswasser: Wann Sie Antikondensvlies brauchen

In unbeheizten Gebäuden – Carport, Garage, Lager- oder Landwirtschaftshalle – kühlt das Blech nachts stärker aus als die Luft darunter. Wird der Taupunkt unterschritten, kondensiert Feuchtigkeit an der Blechunterseite und tropft ab. Pfannenblech in Ziegeloptik ist davon genauso betroffen wie jedes andere Profilblech. Die Lösung ist ein werkseitig aufgebrachtes Antikondensvlies: Es speichert das Kondensat in seinen Fasern und gibt es bei steigender Temperatur wieder an die Luft ab. Nebeneffekt: Es dämpft Regen- und Hagelgeräusche spürbar. Warum Kondenswasser überhaupt entsteht, erklärt der Beitrag Kondenswasser bei Profilblechen.

Vergleich einer Profilblech-Unterseite mit und ohne Anti-Tropf-Vlies

Damit das Vlies funktioniert

  • Mindestens 10° Dachneigung. Weckman gibt für vliesbeschichtete Bleche eine Mindestdachneigung von 10° vor. Für flachere Dächer ist das Vlies damit keine Option.
  • Belüftung ist Pflicht. Die 5 cm Freiraum am First und der Rinnenspalt an der Traufe müssen offen bleiben – ohne Luftzirkulation kann das gespeicherte Wasser nicht abtrocknen.
  • Kapillarwirkung an den Enden stoppen. An Tafelenden darf das Vlies kein Wasser aus der Überlappung ziehen. Das übernimmt das Werk; bauseitige Querschnitte per Heißluft oder Speziallack auf ca. 10 cm versiegeln.

Vlies-Stop ist ab Werk gelöst

Die Enden des Vlieses werden werkseitig behandelt, damit sie kein Wasser aus den Überlappungen ziehen. Ob das per Rückschnitt oder Verödung geschieht, hängt vom Profil ab – die Angabe steht in den technischen Details des Artikels unter „Vlies-Stop". Bei der Bestellung müssen Sie dazu nichts extra angeben; entscheidend bleibt die Belüftung an First und Traufe.

Das passende Befestigungsmaterial & Zubehör

Dicht und sturmfest wird das Dach mit dem abgestimmten Systemzubehör – Schrauben, Formteile und der saubere Randabschluss. Den Schraubenbedarf liefert Ihnen der Rechner oben. Hier die Artikel nach Kategorie:

Systemschrauben

Farblich abgestimmte A2-Edelstahlschrauben: 6,0 × 40 mm für die Flächenbefestigung im Untergurt, 4,5 × 22 mm für Überlappungen und Formteile (Weckman). Für den Polmetal Szafir: 4,8 × 35 bzw. 4,8 × 20 mm.

Schrauben ansehen

Kantteile

Firstblech mit Belüftungsband, Ortgangwinkel und Kehlblech – der wetterdichte, farbgleiche Abschluss an First, Giebel und Innenkehle.

Kantteile ansehen

Werkzeug & Reparaturfarbe

Knabber-Klinge für den Akkuschrauber und Reparaturfarbe für bauseitige Schnittkanten – damit der Korrosionsschutz auch nach dem Zuschnitt lückenlos bleibt.

Reparaturfarbe ansehen

Alles aus einer Hand

Pfannenbleche auf Maß, dazu Systemschrauben, Firstbleche, Ortgangwinkel und Schneefang in einer Lieferung – aufeinander abgestimmt. Sie geben die Maße, wir stellen das System zusammen.

Zu den Pfannenblechen

Die sechs häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden

Auf der Hochsicke verschraubt

Folge: Undichtigkeit an der Durchdringung, sichtbare Dellen auf der Pfannenstufe.

Immer im Untergurt (Tiefsicke), ~2 cm unter der Querprägung verschrauben.

Mit dem Winkelschleifer zugeschnitten

Folge: Die Hitze zerstört die Verzinkung, an der Kante blüht Rost.

Nur kalt trennen: Blechschere oder Knabber (Nibbler).

Nach dem Giebel statt der Traufe ausgerichtet

Folge: Die Pfannen laufen aus dem Raster, die Fläche steht schief.

Richtschnur an der Traufe spannen, Traufe als einzigen Bezugspunkt nehmen.

Vereinzelte Schrauben, später „nachgezogen"

Folge: Verspannungen im Blech, Knackgeräusche bei Temperaturwechsel.

Jede Platte vollflächig von links nach rechts in einem Zug durchschrauben.

Überlappungsschraube in der Antikapillarrille

Folge: Die Sicherheitsrinne ist perforiert, Kapillarwasser läuft ein.

Überlappungsschraube stets neben der Rille ansetzen; Überlappung nicht in die Latte schrauben.

Trauflatte gleich dick, First dicht geschlossen

Folge: Höhenversatz an der Traufe, Kondensat- und Stauwärme unter dem Blech.

Trauflatte 18–20 mm dicker, am First 5 cm Entlüftungsfreiraum offen lassen.

Original-Herstelleranleitungen zum Download

Diese Seite fasst die Praxis zusammen. Verbindlich für Ihre Montage sind die Original-PDFs des Herstellers – laden Sie die passende Anleitung für Ihr Profil herunter:

Weckman Dachpfannenprofil

Montageanleitung für Typ 2/1060 und Typ Europa – Verlegereihenfolge, Verschraubung in der Tiefsicke, Blechlängen und Anschlüsse.

PDF öffnen

Polmetal Szafir

Montageanleitung für das Szafir-Dachpfannenprofil – mit den Polmetal-Werten zu Lattung, Verschraubung (4,8 × 35 / 4,8 × 20 mm) und Mindestdachneigung 8°.

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Weckman Reinigung & Pflege

Das Handbuch für die Jahre danach: Reinigung, Instandhaltung und Ausbesserung der Beschichtung – damit die Garantie erhalten bleibt.

PDF öffnen

Alle Anleitungen – auch für Trapez, Stehfalz und Wellblech – finden Sie gesammelt auf der Download-Seite für Profilbleche.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Verlegen von Pfannenblechen

Auf welcher Sicke wird Pfannenblech verschraubt?

In der Tiefsicke (Untergurt), etwa 2 cm unterhalb der Querprägung – niemals auf der Hochsicke. Das ist der zentrale Unterschied zum Trapezblech, das im Dach auf der Hochsicke mit Kalotten verschraubt wird. Auf der Pfannenstufe verschraubt, entstehen Undichtigkeiten und sichtbare Dellen.

Welchen Dachlattenabstand braucht Pfannenblech?

Ab der zweiten Lattenreihe gilt der Regelabstand 35 cm (das Pfannenraster). Die erste, variable Reihe richtet sich nach dem gewünschten Rinnenüberstand. Die Trauflatte muss 18–20 mm dicker als die Regellatte sein, um den Höhenversatz der überkragenden ersten Pfannenreihe auszugleichen.

Welche Schrauben werden für Pfannenblech verwendet?

Farblich abgestimmte A2-Edelstahl-Systemschrauben: 6,0 × 40 mm für die Flächenbefestigung im Untergurt auf Holz (ca. 8 Stück je lfm), 4,5 × 22 mm für Überlappungen und Formteile als Blech-auf-Blech-Montage (ca. 3 Stück je lfm) – so die Weckman-Vorgabe. Beim Polmetal Szafir gelten 4,8 × 35 mm für die Fläche und 4,8 × 20 mm für Verbindungen, ca. 6–7 Stück je m². Materialunverträglichkeit oder falsch eingestellte Gewinde beeinträchtigen die Garantie.

Ab welcher Dachlänge brauche ich zwei Bleche übereinander?

Bei Typ 2/1060 ab 7,0 m, bei Typ Europa ab 8,0 m Dachlänge. Dann werden zwei Bleche montiert, die im Pfannenraster unter der Querprägung überlappen (mindestens 200 mm). Das untere Blech (Länge B) liegt unten, damit das Wasser über den Stoß läuft. Rechenweg: A halbieren, nächste Rasterlänge = B, C = A − B + 200 mm.

Kann man ein Pfannenblechdach begehen?

Nur mit äußerster Vorsicht. Treten Sie ausschließlich ins Wellental an den Punkten, an denen bereits eine Schraube sitzt – dort liegt das Blech auf der Latte auf. Am sichersten ist das Begehen über eine lastverteilende Laufbohle.

Womit schneidet man Pfannenblech zu?

Ausschließlich mit kalten Trennverfahren – Blechschere oder Knabber (Nibbler). Ein Winkelschleifer erzeugt Hitze und Funkenflug, zerstört die Verzinkung und führt an der Schnittkante zu Rostbildung.

Wann brauche ich Pfannenblech mit Antikondensvlies?

Immer dann, wenn das Gebäude unbeheizt ist und die Blechunterseite offen zum Raum liegt – Carport, Garage, Lagerhalle, Stall. Dort kondensiert nachts Feuchtigkeit an der kalten Blechunterseite; das Vlies speichert sie und verhindert das Abtropfen. Voraussetzung: mindestens 10° Dachneigung – darunter gibt der Hersteller vliesbeschichtete Bleche nicht frei. Wichtig ist außerdem die Belüftung an First und Traufe. Um die Vlies-Enden müssen Sie sich nicht kümmern – der Vlies-Stop ist je nach Profil ab Werk gelöst. Hintergründe im Beitrag Kondenswasser bei Profilblechen.

Welche Mindestdachneigung braucht ein Pfannenblechdach?

Als Regelfall gilt eine Mindestdachneigung von 10°. Flachere Dächer lässt Weckman nur mit einem wasserführenden Unterdach zu – absolute Untergrenze ; Polmetal nennt für den Szafir . Unterhalb dieser Grenzen ist die Regensicherheit an den Querprägungen nicht mehr gewährleistet. Bei flacher Neigung sind lange Bahnen in einem Stück – ganz ohne Blechstoß in Verlegerichtung – klar im Vorteil.

Pfannenblech aus Stahl oder Aluminium – was ist besser?

Stahl ist wirtschaftlich, stabil und der Standard für die meisten Dächer. Aluminium ist noch leichter und rostet nicht – die Wahl, wenn bei einer Sanierung jedes Kilo Sparren-Traglast zählt oder das Gebäude in Küstennähe steht. Alu wird ausschließlich mit A2-/A4-Edelstahlschrauben montiert. Details zu Material, Beschichtung und Stärken auf der Pfannenblech-Informationsseite.

Noch Fragen zu Ihrem Projekt?

Materialgrundlagen, Profile und Farben finden Sie auf der Pfannenblech-Informationsseite, weitere Antworten auf der FAQ-Seite für Profilbleche, Fachbegriffe von A bis Z im Fachglossar. Zu den Produkten: Pfannenbleche auf Maß.

Pfannenbleche und Formteile in einer Lieferung

Pfannenbleche auf Maß zugeschnitten – dazu die farblich abgestimmten Systemschrauben, Firstbleche mit Belüftung, Ortgangwinkel und Schneefang. Sie geben uns die Dachmaße, wir liefern das komplette System für Ihre Eindeckung.

Passende Pfannenbleche

Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2026
Technisch geprüft von: Grimberg GmbH (Kontakt)