PFANNENBLECHE
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- Einfach zu verlegen
- Viele Farben verfügbar
- Leichter als Dachziegel
Pfannenbleche: Profile, Unterkonstruktion & Montage im technischen Überblick
Pfannenbleche (auch Ziegelbleche oder Blechpfannen genannt) sind die smarte Alternative zum klassischen Tonziegeldach. Auf dieser Seite finden Sie alle technischen Grundlagen für eine fachgerechte Planung – von der Profilauswahl über Lattenabstände bis zur richtigen Beschichtung.
- Profile: Drei Profilhöhen (25–63 mm) mit unterschiedlichen Lattenabständen und Tragfähigkeiten – je nach Projekt und Schneelastzone.
- Unterkonstruktion: Der Lattenabstand muss exakt zum Modulmaß der Querprägung passen – falsche Abstände führen zu Lecks oder Stabilitätsproblemen.
- Material & Schutz: Stahl oder Aluminium, Beschichtungsklasse und Anti-Tropf-Vlies richtig kombinieren – besonders relevant bei Dachsanierungen.
Ob Neubau oder Sanierung: Pfannenbleche bieten traditionelle Ziegeloptik bei einem Bruchteil des Gewichts. Alle Produkte finden Sie direkt im Pfannenblech-Shop.
"Bei allen drei Pfannenblech-Profilen gilt: Der Stützabstand beträgt maximal 35 cm – das Modulmaß der Querprägung ist bei jedem Profil identisch. Verschrauben Sie zwingend in der Tiefsicke direkt unterhalb der Pfannenstufe – nie auf der Hochsicke wie beim Trapezblech. Dieser Unterschied ist entscheidend für Dichtigkeit und Optik."
Die drei Pfannenblech-Profile im Vergleich
Pfannenbleche sind in drei Profilhöhen erhältlich. Alle Profile haben denselben Stützabstand von max. 35 cm. Der Unterschied liegt in Profilhöhe, Nutzbreite und Mindestdachneigung – die Wahl ist primär eine Frage der Optik und Verfügbarkeit:
Szafir (25 mm)
- Stützabstand: max. 35 cm
- Nutzbreite: 1,10 m | Plattenbreite: 1,18 m
- Min. Dachneigung: 9°
- Längen: 0,50–7,00 m
2/1060 (47 mm)
- Stützabstand: max. 35 cm
- Nutzbreite: 1,06 m | Plattenbreite: 1,14 m
- Min. Dachneigung: 7°
- Längen: 0,45–7,10 m
Europa (63 mm)
- Stützabstand: max. 35 cm
- Nutzbreite: 1,01 m | Plattenbreite: 1,12 m
- Min. Dachneigung: 10°
- Längen: 0,45–8,00 m
Unterkonstruktion für Pfannenbleche – worauf müssen Sie achten?
Die Unterkonstruktion ist bei Pfannenblechen kritischer als bei Trapezblechen: Der Lattenabstand muss exakt auf das Modulmaß der Querprägung abgestimmt sein, damit die Schrauben in der richtigen Position sitzen und das Dach dicht bleibt.
- Lattung: Die häufigste Lösung für Pfannenbleche. Der Lattenabstand richtet sich nach dem Modulmaß der Querprägung – beim Szafir-Profil sind das exakt 350 mm. Abweichungen von mehr als 5 mm können dazu führen, dass die Schrauben im Leeren sitzen.
- Mindestdachneigung: 7 bis 8 Grad für einen sicheren Wasserablauf. Bei flacheren Neigungen ist ein Trapezblech die bessere Wahl, da Pfannenbleche bei zu geringem Gefälle zu Wasserstauproblemen neigen.
- Traufe und First: An der Traufe wird die erste Latte so positioniert, dass die Unterkante des ersten Blechs ca. 5 cm über die Traufkante übersteht. Am First schließt ein passendes Firstblech ab.
- Seitliche Überlappung: Pfannenbleche überlappen seitlich über eine Prägungswelle. Die Verlegerichtung wird durch die Antikapillarrille vorgegeben – beachten Sie die Pfeile auf den Blechen.
Detaillierte Montagehinweise finden Sie in unserem Blog: Tipps für eine stabile Unterkonstruktion von Pfannenblechen.
Pfannenblech vs. Tonziegel – der direkte Vergleich
Pfannenbleche werden oft als Alternative zu klassischen Tonziegeln eingesetzt. Die Unterschiede sind erheblich:
| Eigenschaft | Pfannenblech (Stahl/Alu) | Tonziegel |
|---|---|---|
| Gewicht | ca. 5 kg/m² | ca. 40–50 kg/m² |
| Montageaufwand | Gering – großflächige Platten | Hoch – Einzelstücke |
| Dachstuhl-Anforderung | Auch für alte, schwache Dachstühle | Stabiler Dachstuhl nötig |
| Anschaffungskosten | Deutlich günstiger | Höher |
| Optik | Täuschend echte Ziegeloptik | Original-Ziegeloptik |
| Lebensdauer | 25–50 Jahre je nach Beschichtung | 50–100 Jahre |
| Bruchrisiko | Keines | Vorhanden (Frost, Hagel) |
Pfannenbleche sind besonders bei Dachsanierungen die wirtschaftlichste Lösung: Das geringe Gewicht schont den bestehenden Dachstuhl und spart teure Verstärkungsarbeiten.
Wie werden Pfannenbleche montiert?
Die Montage unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt von Trapezblechen: Pfannenbleche werden nicht auf der Hochsicke, sondern in der Tiefsicke verschraubt:
- Verschraubung: In der Tiefsicke, etwa 2 cm unterhalb der Querprägung (Pfannenstufe). Niemals auf der Hochsicke – dort würde die Optik leiden und die Dichtigkeit nicht gewährleistet sein.
- Verlegerichtung: Die Antikapillarrille gibt die Verlegerichtung vor. Beachten Sie die Pfeilmarkierungen auf den Platten.
- Zuschnitt: Ausschließlich kalte Trennverfahren (Knabber oder Blechschere) verwenden. Ein Winkelschleifer zerstört die Verzinkung und führt zu Rostbildung.
- Zubehör: Farblich abgestimmte Systemschrauben, passendes Firstblech und Ortgangwinkel.
Welches Material ist besser: Stahl oder Aluminium?
Die Materialwahl beeinflusst Gewicht, Korrosionsschutz und Kosten. Bei Pfannenblechen ist das Gewicht besonders relevant, da oft alte Dachstühle mit begrenzter Traglast saniert werden:
- Stahlbleche: Wirtschaftlich und stabil. Ca. 4–5 kg/m² – ideal für Projekte mit normalem Korrosionsschutz-Bedarf und Schneelastregionen. Stärken ab 0,40 mm bis 0,63 mm.
- Aluminiumbleche: Absolut rostfrei, ca. 30 % leichter als Stahl. Beste Wahl für Küstenregionen, Schwimmbäder oder Sanierungen mit stark begrenzter Traglast. Kein Galvanisierungsschutz nötig.
Welche Beschichtungen gibt es und was leisten sie?
Die Beschichtung entscheidet über Lebensdauer, Farbbeständigkeit und Optik. Bei Pfannenblechen ist die Wahl besonders wichtig, da rote und braune Farbtöne ohne UV-stabilen Schutz schnell verblassen:
- 25 µm Polyester (Standard): Glänzende Oberfläche mit solider Korrosionsschutzwirkung. Ausreichend für normale Umgebungen in Mitteleuropa. Typische Farbgarantie: 10 Jahre.
- 35 µm Mattpolyester: Matte, strukturierte Oberfläche – optisch kaum von echten Tonziegeln zu unterscheiden. Verbesserte UV-Beständigkeit, besonders empfehlenswert für rote und braune Töne.
- 60 µm Puramid / 80 µm Shimoco (Premium): Hochresistente Beschichtungen für anspruchsvolle Standorte (Küste, Industrie, aggressive Umgebungen). Deutlich längere Farbgarantie und höhere Kratzfestigkeit.
Was bringt die Option mit Anti-Tropf-Vlies?
Besonders bei ungedämmten Dächern wie Carports oder Geräteschuppen ist Anti-Tropf-Vlies essenziell. Zwei Gewichtsklassen stehen zur Auswahl:
- 700 g/m² Vlies: Standardlösung für Carports und Gartenhäuser. Speichert Kondenswasser und gibt es bei Belüftung wieder ab – verhindert das Abtropfen auf Fahrzeuge oder Lagergut.
- 1.000 g/m² Vlies: Erhöhte Speicherkapazität für Bereiche mit starken Temperaturschwankungen. Zusätzlich spürbare Dämpfung von Regengeräuschen.
- Korrosionsschutz: Das Vlies schützt zudem die Metallunterseite vor Dauerfeuchte und verlängert die Lebensdauer des Blechs.
Technische Dokumentation & Planung
Für eine fachgerechte Ausführung stellen wir Ihnen umfangreiche Planungshilfen zur Verfügung:
- Statik & Lattenabstände: Laden Sie technische Datenblätter mit den genauen Modulmaßen für jedes Profil herunter.
- Montage: Unsere bebilderten Montageanleitungen führen Sie Schritt für Schritt durch die Verlegung.
- Konfiguration: Nutzen Sie den Dach- und Wand-Planer für eine exakte Materialliste inkl. Zubehör.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Pfannenblechen
Bei allen drei Profilen gilt ein Stützabstand von maximal 35 cm – das Modulmaß der Querprägung ist bei Szafir, 2/1060 und Europa identisch. Dieser Abstand muss millimetergenau eingehalten werden, da die Schrauben sonst nicht in der Tiefsicke unterhalb der Pfannenstufe sitzen.
Bei Pfannenblechen erfolgt die Verschraubung in der Tiefsicke, etwa 2 cm unterhalb der Querprägung (Pfannenstufe). Dies gewährleistet maximale Windstabilität und eine dezente, kaum sichtbare Optik. Im Gegensatz dazu werden Trapezbleche auf der Hochsicke verschraubt – die Montageregeln sind also verschieden.
Wir empfehlen eine Dachneigung von mindestens 7 bis 8 Grad für einen sicheren Wasserablauf. Bei flacheren Dächern ist ein Trapezblech besser geeignet, da Pfannenbleche durch ihre Prägungsstruktur bei zu geringem Gefälle zu Wasserrückstau neigen.
Pfannenbleche aus Stahl wiegen ca. 5 kg/m², Aluminiumversionen noch weniger. Tonziegel bringen hingegen 40–50 kg/m² auf die Waage – das ist der 8- bis 10-fache Wert. Dieser Gewichtsvorteil macht Pfannenbleche zur idealen Lösung für Dachsanierungen auf älteren Dachstühlen.
Für die typischen Ziegelrot- und Kupferbraun-Töne empfehlen wir mindestens 35 µm Mattpolyester – die matte Oberfläche wirkt authentischer und die verbesserte UV-Beständigkeit verhindert frühzeitiges Ausbleichen. An anspruchsvollen Standorten (Küste, Industrie) ist Puramid die bessere Wahl.
Ja, bei ungedämmten Konstruktionen wie Carports ist Anti-Tropf-Vlies dringend empfohlen. Das Vlies speichert Kondenswasser und gibt es kontrolliert ab – ohne Vlies tropft das Wasser direkt auf Fahrzeuge oder Lagergut.
Viele weitere Fragen und Antworten finden Sie auf der FAQ-Seite für Profilbleche. Suchen Sie Informationen speziell zur Ziegeloptik? Besuchen Sie unsere Ratgeberseite für Ziegelbleche. Technische Fachbegriffe von A bis Z erklären wir Ihnen in unserem Fachglossar.
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Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2026
Technisch geprüft von: Grimberg GmbH (Kontakt)










