FAQ Profilbleche – Maße, Zuschnitt & Montage
Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu den Profilblechen. Technische Fachbegriffe erklären wir Ihnen zudem detailliert in unserem Fachglossar oder in unserer Video-Galerie. Sollten Sie dennoch weitere Fragen haben, können Sie jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen.
Geschäftsführerin
„Profilbleche sind unser Hauptgeschäft – und wir merken am Telefon, dass die Bauherrenfragen sich über die Jahre verändert haben. Früher kam zuerst der Preis, heute kommen zuerst die Fragen: ‚Welche Schrauben?‘, ‚Welche Garantie auf den Glanz?‘, ‚PV-tauglich?‘. Wir nehmen uns die Zeit, das durchzugehen, weil ein Profilblech-Dach 30+ Jahre hält. Zehn Minuten Telefonberatung sparen am Bau viele Stunden Reklamationsanrufe.“
- Stahl: Sehr stabil, verzinkt und beschichtet, universell einsetzbar. Rostet nicht, solange die Beschichtung intakt ist.
- Aluminium: Deutlich leichter, sehr korrosionsbeständig (auch in Industrie- und Seeluft), kein Rost.
Tipp: Eine detaillierte Vergleichstabelle der Materialeigenschaften finden Sie auf der Themen-Seite Profilblech-Material.
Von unten nach oben:
- Rückseitenschutzlackierung
- Grundierschicht (Primer)
- Passivierungsschicht
- Verzinkung (nur Stahl)
- Stahl- / Aluminiumkern
- Verzinkung (nur Stahl)
- Passivierungsschicht
- Grundierschicht (Primer)
- Oberflächenbeschichtung
Dachbleche haben eine Antikapillarrille, die eingedrücktes Wasser sicher zur Traufe führt. Wandbleche besitzen diese Rille nicht und haben ein umgedrehtes Profilbild.
Alle Bleche sind mit verschiedenen Beschichtungen (Dicke in µm, Oberflächenstruktur, RAL-Farbton) erhältlich. Je dicker die Beschichtung, desto besser der Schutz und desto länger die (Hersteller-)Garantie.
Tipp: Einen detaillierten Vergleich aller Beschichtungen finden Sie auf der zugehörigen Themen-Seite.
Ja. Alle Bleche verfügen rückseitig über eine Farbbeschichtung (Rückseitenlack). Der Farbton ist in der Regel RAL 9002 (grauweiß), kann jedoch je Charge bzw. Produkt abweichen.
- Die Schichtdicke der Rückseitenlack-Beschichtung variiert am Markt: dicker = höherer Schutz, dünner = günstiger.
- Die exakten Angaben zu Farbton und Rückseitenlack-Beschichtung finden Sie bei jedem Artikel unter den technischen Details.
Die Brandklasse beschreibt das Brandverhalten eines Bauprodukts nach DIN EN 13501-1. Bei Profilblechen entscheidet die Vliesbeschichtung auf der Rückseite über die Einstufung – der Blechkern selbst ist immer nicht brennbar:
- Ohne Vlies: A1 (nicht brennbar)
- Mit Anti-Tropf Vlies: A2-s1,d0 (nicht brennbar)
- Sound-Reduction Vlies: C-s1,d0 (schwer entflammbar)
- 1. Wahl: Trapez-/Wellbleche ab 0,50 mm nach DIN EN 1090 (Typenprüfung für Stützweiten über 1 m, siehe Belastungstabellen). Pfannen- und Stehfalzbleche ebenfalls ab 0,50 mm, jedoch nach DIN EN 14782 mit festgelegten Stützweiten (siehe Verlegeanleitung). Je nach Beschichtung Herstellergarantie von 10 bis 40 Jahren.
- Sonderposten: Profilbleche ab 0,40 mm nach DIN EN 14782 (ohne Typenprüfung). Stützabstände einhalten (Dach bis 1,00 m, Wand bis 0,80 m). Sonderposten werden neu produziert – es handelt sich nicht um aussortierte Ware.
Wichtig: Wo eine statische Berechnung gefordert ist, reichen Produkte nach DIN EN 14782 nicht aus – dann Trapez- oder Wellbleche der 1. Wahl nach DIN EN 1090 einsetzen.
- Gesamtbreite ist die volle Breite des Blechs inklusive Überlappung.
- Nutzbreite ist die effektive Breite, die nach dem Verlegen sichtbar bleibt – also die Gesamtbreite abzüglich der Überlappung.
Tipp: Für die Flächen- oder Mengenberechnung gilt: Das erste Blech wird mit der Gesamtbreite gerechnet, alle weiteren mit der Nutzbreite. So vermeiden Sie, dass sich durch die Überlappung die berechnete Fläche verringert.
- Länge = Fließrichtung vom First bis zur Traufleiste.
- Breite = Quer dazu (links ↔ rechts).
Tipp: Einen Querschnitt der Breite finden Sie bei den Produktbildern.
Nein, wir schneiden die Bleche nicht in der Breite zu. Unsere Zuschnitte erfolgen ausschließlich in der Länge – also in Fließrichtung vom First zur Traufe. Die Breite bleibt somit immer gleich. So behalten Sie die originale Profilstruktur und Stabilität.
Ein weiterer Zuschnitt kann von Ihnen selbstständig vor Ort erfolgen – sowohl bei Stahl- als auch bei Aluminiumprofilen. Verwenden Sie dafür eine geeignete Blechschere oder elektrische Handblechschere, keinen Winkelschleifer, da dieser durch Hitze die Beschichtung beschädigt.
Tipp: Nach dem Schneiden sollten die Schnittkanten mit Reparaturfarbe behandelt werden, um das Material optimal vor Korrosion zu schützen und die Langlebigkeit des Blechs zu gewährleisten.
- Trapezbleche: Bei durchgehender Bahn ohne Querstoß sind bereits ≥ 3° möglich; bei Überlappung und Querstoß empfehlen wir mindestens 5–7°.
- Pfannenbleche: Regelfall ab 10°; zwischen 7° und 10° nur mit wasserführendem Unterdach, unter 7° nicht zulässig – genaue Vorgabe siehe Produkt- / Verlegeanleitung.
- Wellbleche: Ab 10° ohne Unterdach; darunter verlangt der Hersteller ein wasserführendes Unterdach, bei flacher Neigung zusätzlich Dichtband im Stoß.
Tipp: Größere Neigung verbessert die Selbstreinigung durch Regen und reduziert Stauwasser.
Hinweis: Anti-Tropf Vlies nur bei ≥ 10° und ausreichender Belüftung einsetzen. Bei Dachneigungen unter 10° empfehlen wir den Einsatz von Dichtungsband, um die Wasserdichtigkeit bei Überlappungen und Querstößen zu gewährleisten.
Anti-Tropf-Vliese nehmen Kondenswasser auf und verhindern Tropfenbildung; als Nebeneffekt dämpfen sie den Schall. Voraussetzung: mind. 10° Neigung und gute Belüftung.
Tipp: Einen detaillierten Vergleich der Vliesarten finden Sie auf der zugehörigen Themen-Seite.
Die Abstände beziehen sich auf die Unterkonstruktion und sind je Profil und Material vorgegeben (siehe Verlegeanleitung und Belastungstabellen).
Wichtig: Vorgaben nicht überschreiten.
- Längsüberlappung: 1 Welle/Sicke; unter 10° Dachneigung oder bei Profilen ohne Antikapillarrille zusätzlich ein Dichtband in die Überlappung legen (Produkt- / Verlegeanleitung beachten).
- Querstöße: je nach Profil und Dachneigung; bei flachen Dächern Dichtband in die Überlappung einsetzen.
Tipp: Für die Flächenberechnung zählt die Nutzbreite (Überlappung bereits abgezogen).
- Richtwert Dach: ca. 6–8 Schrauben pro m² (je nach Profil- und Lattenabstand).
- Traufe, First und Randbereiche dichter schrauben.
- Immer Selbstbohrschrauben mit Dichtscheibe nutzen; bei Hochsicke zusätzlich Kalotten.
Tipp: Die exakte Menge ergibt sich aus Profil, Lattenabstand und Plattenmaß (siehe Montageanleitung).
- Hochsickenbefestigung (Wellenberg) mit Kalotten und längeren Schrauben.
- Tiefsickenbefestigung (Wellental) mit kürzeren Schrauben ohne Kalotten.
- Blechschere, Knabber oder Kaltkreissäge verwenden
- Kanten entgraten und Späne sorgfältig entfernen
Wichtig: Keine Trenn- oder Flexscheiben! Funkenflug beschädigt die Beschichtung und kann Rost verursachen.
Hier eine Auflistung der verschiedenen Kantteile:
- Firstblech
- Pultabschluss
- Ortgangwinkel
- Wandanschluss
- Traufenblech
- Kehlblech
- Außenecke
- Innenecke
- Sohlbank
- Sockelleiste
Hinweis: Wenn Sie ein anderes Maß benötigen, schicken Sie uns über das Kontaktformular gern eine Skizze – wir erstellen Ihnen ein passendes Angebot.
Zum Be- und Entladen sind Gabelstapler oder Krane mit Traversen zu verwenden. Profilkanten dürfen nicht beschädigt werden – Kantenschutzwinkel helfen dabei. Auf der Baustelle sind die Bleche mit mindestens zwei Personen vom Stapel zu heben und hochkant zu tragen.
Wichtig: Ein Ziehen über scharfe Kanten oder bereits verlegte Flächen ist zu vermeiden.
Transportverpackungen sind nur für den Versand gedacht und müssen innerhalb weniger Tage nach Anlieferung entfernt werden. Wird das Material nicht sofort verarbeitet, ist es trocken, unter Dach und auf Holzbalken zu lagern – nicht direkt auf dem Boden. Der Stapel sollte schräg stehen, damit Wasser ablaufen kann. Bei längerer Lagerung (über zwei Wochen) müssen die Bleche einzeln belüftet werden.
Wichtig: Unsachgemäße Lagerung kann Korrosionsschäden verursachen, die nicht reklamiert werden können.
Ja, das ist möglich. Die Trapez- oder Wellbleche müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
- Materialstärke: mind. 0,75 mm
- Korrosionsschutz: ideal sind Aluzink AZ185 oder 50 µm PURLAK® bzw. PURMAT®
- Schrauben: nur Edelstahl verwenden, keine verzinkten
- Normen: Montage nach DIN EN 1090-4 und IFBS-Richtlinien
- Befestigung: meist in der Hochsicke mit Kalotten oder auf Adapter-Schienen
Tipp: Statik sowie Wind- und Schneelasten prüfen – nur Systeme mit bauaufsichtlicher Zulassung verwenden.
- Anti-Tropf Vlies oder Sound-Reduction Vlies einsetzen (dämpft Aufprallgeräusche).
- Ausreichende Dämmung oder Unterdecke planen.
- Körperschall entkoppeln (saubere Lagerung, saubere Befestigung, keine losen Teile).
Metalldächer können als natürliche Fangeinrichtung dienen, wenn sie normgerecht montiert, leitend verbunden und geerdet sind (DIN EN 62305-3). Nach jedem Einschlag prüfen lassen.
Profilblech online planen: Material, Beschichtung und Maße im Konfigurator
Stahl- oder Aluminiumbleche auf Maß, mit der passenden Beschichtung nach Standort und optionalem Anti-Tropf-Vlies gegen Kondenswasser. Im Planer kombinieren Sie Profil, Material und Maße direkt mit Preis.
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Letzte Aktualisierung: 7. August 2026
Technisch geprüft von: Maurice Grimberg, Geschäftsführer (Kontakt)