EPDM DACHFOLIE
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- 50+ Jahre Lebensdauer
- Verlegung ohne Flamme
- Empfohlen für Gründächer
EPDM Dachfolie: Stärken, Untergrund, Klebersystem & Verlegung im technischen Überblick
EPDM Dachfolie ist eine synthetische Kautschuk-Abdichtung (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer) und gilt als technischer Standard für Flachdach-Abdichtungen mit einer Lebensdauer von über 50 Jahren. Auf dieser Seite finden Sie alle Grundlagen zu Materialstärken, geeigneten Untergründen, dem passenden Klebersystem und der fachgerechten Verlegung – inklusive der Sanierung alter Bitumen- und Dachpappdächer.
- Stärken-Sortiment: 1,14 / 1,20 / 1,30 / 1,50 mm – als Sparpaket inklusive Kleber oder als nahtfreier Maßzuschnitt bis 460 m².
- Geeignete Untergründe: Holz, OSB, gealtertes Bitumen, Beton, Dachpappe und kaschierte PIR-/PUR-Dämmplatten.
- Klebersysteme: Flächenkleber (Nass), Kontaktkleber (beidseitig) und Sprühkleber – alles in Kaltverklebung, ohne offene Flamme.
- Wurzelfest nach FLL: Geprüft nach DIN EN 13948 – keine zusätzliche Wurzelschutzbahn für extensive Begrünungen nötig.
Alle Produkte und Sparpakete direkt zur Auswahl finden Sie auf unserer Kaufseite für EPDM Dachfolien. Technische Fachbegriffe von A bis Z erklären wir Ihnen im Fachglossar.
"Eine Regel, die bei Bitumen-Sanierungen oft übersehen wird: Frisch verlegtes Bitumen darf 12 Wochen nicht direkt mit EPDM in Kontakt kommen, weil Weichmacher migrieren und die Folie aufweichen. In dieser Zeit ist eine Trennlage Pflicht. Wer die 12-Wochen-Regel ignoriert, kann sich die ganze Sanierung sparen."
Wo wird EPDM Dachfolie eingesetzt?
EPDM ist eine extrem langlebige, kalt verklebte Flachdachfolie – die Anwendung reicht vom privaten Carport bis zur Industriedach-Sanierung:
- Carports & Garagen: Auf neuer Holz- oder OSB-Schalung verklebt – die Standardanwendung für DIY-Heimwerker.
- Bestandsdach sanieren: Direkt auf alten Bitumen-, Dachpappen- oder Holz-Untergrund verklebt – siehe Bauprojekt Flachdach-Abdichtung.
- Gartenhäuser: Flexibel auf jede Dachform anpassbar – bewährt bei Heimwerker.
- Gründach: Wurzelfest nach FLL – eine bewährte Basis für extensive Dachbegrünungen.
- Balkon & Dachterrasse: Begehbar mit Bautenschutzmatte und Stelzlagern für Plattenbelag.
- Gewerbebau: Widersteht chemischen Belastungen und Temperaturen von -45 °C bis +130 °C.
DACHPROTECT 1,2 mm oder 1,5 mm – welche Stärke passt zu Ihrem Dach?
Beide Stärken bestehen aus identischem EPDM-Material mit identischen Materialeigenschaften (Dehnfähigkeit, UV-Beständigkeit, Wurzelfestigkeit). Der Unterschied liegt in der statischen Belastbarkeit und damit im zulässigen Einsatzbereich nach DIN 18531 – die Wahl richtet sich nach Gebäudeart und Beschwerung.
DACHPROTECT 1,2 mm
- Materialstärke: 1,20 mm vulkanisierter Synthesekautschuk.
- Farbe: Schwarz.
- Garantie: 20 Jahre Herstellergarantie.
- Lebensdauer: über 50 Jahre nach SKZ-Langzeitstudie.
- Dehnfähigkeit: über 300 % – gleicht Baubewegungen aus.
- Temperaturbereich: -45 °C bis +130 °C dauerelastisch.
- Wurzelfest: nach FLL (DIN EN 13948).
- Einsatz: Endanwender, Nebenbauwerke, Bitumen-Sanierung, extensives Gründach ohne Beschwerung.
DACHPROTECT 1,5 mm
- Materialstärke: 1,50 mm vulkanisierter Synthesekautschuk.
- Farbe: Schwarz oder Weiß (Cool-Roof).
- Garantie: 20 Jahre Herstellergarantie.
- Lebensdauer: über 50 Jahre nach SKZ-Langzeitstudie.
- Dehnfähigkeit: über 300 % – gleicht Baubewegungen aus.
- Temperaturbereich: -45 °C bis +130 °C dauerelastisch.
- Wurzelfest: nach FLL (DIN EN 13948).
- Einsatz: Wohngebäude, Gewerbe nach DIN 18531, Intensiv-Gründach mit Substrat, Beschwerung durch Kies oder Solaranlagen.
Für kleine Projekte führen wir zusätzlich Tytane 1,14 mm und DACHPROTECT 1,30 mm ausschließlich als Sparpaket inklusive Kleber – passt zu Gartenhaus, Schuppen oder kleinen Carport bis ca. 6 m².
EPDM, Bitumen oder PVC – welches Abdichtungssystem ist richtig?
Bei der Flachdach-Abdichtung stehen drei Systeme zur Wahl. Sie unterscheiden sich in Lebensdauer, Brandgefahr bei der Montage, Materialverhalten und Umweltbilanz:
| Merkmal | EPDM-Dachfolie | Bitumen-Schweißbahn | PVC-Dachbahn |
|---|---|---|---|
| Erwartete Lebensdauer | über 50 Jahre | 15–25 Jahre | 20–30 Jahre |
| Verlegung | Kaltverklebung (kein Feuer) | Schweißen mit Brenner | Heißluft-Schweißen |
| Brandgefahr bei Montage | Keine | Hoch – offene Flamme | Mittel – Heißluft |
| UV- und Ozonbeständigkeit | Sehr hoch – kein Sprödbruch | Eingeschränkt – verspröden möglich | Mittel – Weichmacher wandern |
| Weichmacher | Keine | Keine | Ja – Verlust über Zeit |
| Dehnfähigkeit | über 300 % | ca. 30–50 % | ca. 200 % |
| Nahtfreie Lieferung | Bis 460 m² am Stück | Nur Bahnen mit Stoßnähten | Nur Bahnen mit Stoßnähten |
| Wurzelfestigkeit FLL | Ohne Zusatzbahn | Nur mit Wurzelschutzbahn | Nur mit Wurzelschutzbahn |
| Recyclingfähigkeit | Ja, zu 100 % | Eingeschränkt | Eingeschränkt – Chlor-Problematik |
| Bevorzugt für | Langzeit-Flachdächer, Gründach, Sanierung, begehbare Aufbauten | Altbestand, klassische Sanierung mit Schweißbahn | Großflächige Industriebauten mit Spezialdetails |
Faustregel: Steht Langlebigkeit, Brandsicherheit bei der Montage und Wurzelfestigkeit im Vordergrund, ist EPDM die richtige Wahl. Wenn Sie eine vertiefte Gegenüberstellung mit Praxis-Erfahrungen lesen möchten, hilft der Blogbeitrag EPDM-Dachfolie oder Bitumen?.
Untergrund und Unterkonstruktion für EPDM – worauf müssen Sie achten?
EPDM ist ein flexibles Dichtsystem, das auf einem tragfähigen, ebenen und sauberen Untergrund verlegt wird. Die Folie selbst trägt keine Last – die Statik kommt aus der Unterkonstruktion. Entscheidend ist die Materialverträglichkeit zwischen Untergrund, Kleber und Folie:
- Holz und OSB: Der ideale Untergrund für die Neumontage. Vollflächig verschalt, sauber, trocken und fettfrei. Verklebung in Nassverklebung mit Flächenkleber FLEX.
- Gealtertes Bitumen / Schweißbahn: Sanierungs-Klassiker. Mindestens 12 Wochen abgelagert, lose Bereiche entfernt, anschließend mit SprayBond Kontaktkleber beidseitig überkleben.
- Dachpappe: Tragfähigkeit prüfen, lose Bereiche entfernen oder ggf. besandete Oberfläche abkehren. Verklebung mit Kontaktkleber – Details siehe Blogbeitrag EPDM auf Dachpappe.
- Beton: Staubfrei abkehren, ggf. Voranstrich (Primer) bei stark saugendem Untergrund. Verklebung mit Flächenkleber.
- PIR-/PUR-Dämmplatten: Nur mit Vlieskaschierung – ohne Vlies drückt die Folie an den Plattenfugen durch und punktbelastet sich.
- Was vermeiden: Direkter Kontakt mit Weich-PVC (Wanderung von Weichmachern), EPS/Styropor ohne Trennlage, sowie alle Untergründe mit Öl- oder Benzinrückständen.
- Mindestdachneigung: Technisch keine erforderlich – EPDM ist auch bei stehendem Wasser dauerhaft dicht. Empfohlen ist ein Gefälle von ca. 2 % für den geregelten Wasserablauf und zur Vermeidung statischer Lasten.
Bei einer Sanierung empfehlen wir das ergänzende Lesen unseres Blogbeitrags EPDM bei Sanierungen: Alte Dachhaut entfernen oder überkleben? sowie der Projektseite Flachdach-Abdichtung.
Klebersysteme: Flächenkleber, Kontaktkleber & Sprühkleber im Detail
Die EPDM-Verklebung erfolgt komplett in Kaltverklebung – ohne offene Flamme, ohne Heißluft. Je nach Bereich werden drei spezialisierte Klebersysteme verwendet:
- Flächenkleber (Nassverklebung): Einseitiger Auftrag mit der Veloursrolle auf den Untergrund – Verbrauch ca. 200–300 ml/m². Geeignet für Holz, OSB, Beton und kaschierte Dämmung.
- Kontaktkleber (Doppel-Auftrag): Beidseitig auf Folie und Untergrund auftragen, ablüften lassen, dann zusammenfügen – Verbrauch ca. 400 ml/m². Pflicht für vertikale Aufkantungen (Attika) und Sanierung auf altem Bitumen.
- Sprühkleber (SprayBond): Schnelle Alternative für Wandanschlüsse, Detailflächen und kleinere Sanierungen.
- Verarbeitungstemperatur: Idealbereich +5 °C bis +30 °C. Bei Frost oder Nässe wird der Kleber nicht aushärten – Folie und Untergrund müssen trocken sein.
Wie wird EPDM Dachfolie sachgemäß montiert?
Die Verlegung ist für ambitionierte Heimwerker realisierbar – mit dem richtigen Ablauf vermeiden Sie Faltenbildung und Spannungsblasen:
- Untergrund vorbereiten: Sauber abkehren, ggf. lose Bereiche entfernen, Untergrund muss trocken und fettfrei sein.
- Ausrollen & Akklimatisieren: Folie ausrollen und zwingend 30–60 Minuten relaxieren lassen, um werkseitige Spannung abzubauen.
- Kleber auftragen: Flächenkleber satt mit der Veloursrolle auftragen – nicht zu dünn, aber auch keine Pfützen.
- Verkleben: Folie blasenfrei vom Mittelpunkt nach außen einarbeiten – Andrückrolle ist Pflicht für dauerhafte Haftung.
- Details & Anschlüsse: Ecken und Durchdringungen mit EPDM-Formteilen abdichten. Aufkantungen mit Kontaktkleber.
- Entwässerung: Gullys und Notabläufe sicher einbinden, damit kein stehendes Wasser auf der Folie verbleibt.
Farb- und Markenwahl – schwarz, weiß, Tytane oder DACHPROTECT?
Über die technische Stärken-Entscheidung hinaus stellen sich zwei weitere Fragen: Welche Farbe für welches Klima, und welche Marke für welches Projekt?
- Schwarz: Standard für Bitumendächer, Carports und alle nicht einsehbaren Flächen. Erwärmt sich stark in der Sonne, was die Dehnungsspannung erhöht – kompensiert über die 300 %-Elastizität des Materials.
- Weiß (Cool-Roof): Reflektiert Sonnenstrahlung, reduziert die Dachoberflächentemperatur um bis zu 30 °C im Sommer und verlängert in warmen Klimazonen die Lebensdauer. Geeignet für Wohngebäude und klimasensible Innenräume.
- Tytane (Sparpaket): Marke mit Fokus Preis-Leistung. Bei uns ausschließlich als Sparpaket inklusive Kleber für kleinere Projekte (Gartenhaus, Schuppen, kleiner Carport).
- DACHPROTECT (Premium): Erhältlich als nahtfreier Maßzuschnitt bis 460 m² oder neuerdings ebenfalls als Sparpaket. 20 Jahre Herstellergarantie und vollständige Datenblätter siehe technische Datenblätter.
Technische Dokumentation & Planung
Für eine fachgerechte Umsetzung Ihrer Dachabdichtung stellen wir Ihnen alle Planungshilfen zur Verfügung:
- Datenblätter: Statische Werte, Reißfestigkeit, CE-Erklärungen und Wurzelfestigkeit in unseren technischen Datenblättern.
- Montageanleitungen: Bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Verklebung, Anschlüsse, Sanierung und Cube-Dachrand-System.
- Zubehör: Passende Kleber, Gullys, Dachrandprofile und Formteile.
- Reparatur: Bei späteren Schäden helfen unser Microsealant-Reparaturband und der Flüssigkunststoff für Detail-Abdichtungen.
- Ratgeber: Der kostenlose EPDM-Ratgeber bündelt das Materialwissen zum Download.
- Video-Ratgeber: Praxis-Hinweis und Erklärvideos zu allen Produkten in unserer Video-Galerie.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu EPDM Dachfolie
Wir führen vier Materialstärken: 1,14 mm (Tytane, nur als Sparpaket), 1,20 mm (DACHPROTECT, Standardwahl), 1,30 mm (DACHPROTECT, nur als Sparpaket) und 1,50 mm (DACHPROTECT, Premium für Wohngebäude und Gewerbe nach DIN 18531). Die 1,20 mm ist der Standard für private Nebenbauwerke, die 1,50 mm Pflicht bei Beschwerung durch Kies, Substrat oder Solaranlagen.
EPDM haftet hervorragend auf Holz und OSB (Neumontage), gealtertem Bitumen (mind. 12 Wochen abgelagert), Beton, Dachpappe und kaschierten PIR-/PUR-Dämmplatten. Nicht geeignet sind Weich-PVC (Wanderung von Weichmachern) und EPS/Styropor ohne Trennlage.
Für die Flächenverklebung auf Holz, OSB und Beton wird Flächenkleber FLEX einseitig aufgetragen (Nassverklebung). Für Aufkantungen (Attika) und die Verklebung auf altem Bitumen ist beidseitiger Kontaktkleber (SprayBond) Pflicht. Bei kleinen Anschlussflächen kann Sprühkleber die Verarbeitung beschleunigen.
Für Flächenkleber rechnen Sie mit ca. 200–300 ml/m² (einseitiger Auftrag). Beim Kontaktkleber ist der Bedarf höher, da beidseitig aufgetragen wird – etwa 400 ml/m². In unseren Sparpaketen ist die exakte Klebermenge bereits enthalten.
Technisch ist keine Mindestneigung erforderlich – EPDM ist auch bei stehendem Wasser dauerhaft dicht. Empfohlen ist ein Gefälle von ca. 2 % für den geregelten Wasserablauf und zur Vermeidung statischer Lasten durch Pfützen. Bei der Verarbeitung selbst ist die Dachneigung praktisch auf maximal 15 ° begrenzt – steilere Dächer eignen sich besser für andere Eindeckungen.
Ja – EPDM ist von Natur aus wurzelfest nach FLL-Verfahren (DIN EN 13948) und benötigt keine zusätzliche Wurzelschutzbahn. Für eine extensive Begrünung reicht die 1,20 mm-Variante; bei intensiver Begrünung mit dickerer Substratschicht oder Beschwerung wählen Sie 1,50 mm.
Langzeitstudien (u. a. SKZ-Institut) bescheinigen EPDM eine erwartete Lebensdauer von über 50 Jahren. Das Material wird nicht spröde, behält seine Elastizität und benötigt praktisch keine Wartung. Mehr Hintergrund im Blogbeitrag Wie lange hält eine EPDM-Folie?.
Für Wartungs- und Inspektionsgänge ist EPDM problemlos begehbar – idealerweise mit weichen Sohlen. Für nutzbare Balkone und Dachterrassen wählen Sie 1,5 mm als Stärke und legen eine Bautenschutzmatte mit Stelzlagern und Plattenbelag auf. Details siehe Blogbeitrag Ist EPDM begehbar?.
Ja. Kleine Risse und Löcher werden mit einem Microsealant-Reparaturband oder einem EPDM-Reparaturflicken mit Aktivierungsmittel dauerhaft abgedichtet. Bei komplexen Anschlüssen oder Detail-Reparaturen ist Flüssigkunststoff die richtige Wahl. Praxisanleitung im Blogbeitrag EPDM-Folie reparieren.
Nein. Sie benötigen lediglich eine Schere oder ein Cuttermesser für den Zuschnitt, eine Veloursrolle oder Pinsel für den Kleberauftrag und eine Andrückrolle für die Verklebung. Alles finden Sie in unserem EPDM-Zubehör-Bereich.
Viele weitere Antworten finden Sie auf der FAQ-Seite für Dachfolien, in unserem Fachglossar oder zum konkreten Bauvorhaben auf der Projektseite Flachdach-Abdichtung.
EPDM nahtfrei auf Maß: bis 465 m² in einem Stück mit DACHPROTECT
DACHPROTECT EPDM in zwei Stärken, zwei Farben und nahtlos bis 465 m² lieferbar – damit entfällt jede Stoßnaht, die später undicht werden könnte. Kleber und Wasserspeier passen aufeinander abgestimmt mit.
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Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2026
Technisch geprüft von: Grimberg GmbH (Kontakt)










