in 6 Schritten
Wellplatten und Spundwandplatten aus PVC, PET, Acryl und Polycarbonat – mit den Original-Werten von VLF/Salux und Scobalit.
Wellplatten & Spundwandplatten verlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für einschalige Lichtplatten
Diese Anleitung führt Sie durch den kompletten Ablauf für einschalige Lichtplatten – Wellplatten und Spundwandplatten aus PVC, PET, Acrylglas und Polycarbonat. Das Entscheidende vorweg: Ob Ihre Platte mit Abstandhaltern oder mit Kalotten befestigt wird, in welchem Raster und mit welchem Bohrloch, hängt von Material, Plattenstärke und Hersteller ab – die verbindliche Montageart steht deshalb immer direkt beim Artikel und in der dort verlinkten Hersteller-Anleitung. Alle Werte auf dieser Seite stammen aus den Original-Montageanleitungen von VLF/Salux und Scobalit.
Auf dieser Seite
"Der häufigste Fehler bei Lichtplatten ist nicht die einzelne Schraube, sondern das System dahinter: PVC- und PET-Platten brauchen Abstandhalter unter dem Wellenberg, 3-mm-Acryl dagegen Kalotten obendrauf – und bei Polycarbonat entscheidet die Plattenstärke. Selbst die Hersteller weichen im Schraubenraster voneinander ab. Deshalb steht die verbindliche Montageart bei uns immer direkt am Artikel. Wer nach Gefühl montiert, hat am Ende eingedellte Wellen oder Spannungsrisse."
Werkzeug & Material: Das brauchen Sie
Werkzeug
- Feinverzahnte Hand-, Kreis- oder Tischkreissäge mit feinem, ungeschränktem Blatt – die Platte beim Schnitt fixieren, damit sie nicht flattert. Mehr dazu im Beitrag Lichtplatten richtig zuschneiden
- Kunststoff-Schälbohrer (stufenlos 4–14 mm) – jedes Befestigungsloch wird vorgebohrt, deutlich größer als der Schraubenschaft
- Akkuschrauber mit Drehmomentkupplung – Lichtplatten werden nur leicht angezogen, nie festgeknallt
- Schlagschnur, Maßband, Winkel zum Ausrichten der ersten Platte an der Traufe
- Gepolstertes Laufbrett – Lichtplatten sind nicht begehbar, gearbeitet wird nur über gewichtsverteilende Bretter auf den Latten
Material
- Einschalige Lichtplatten – Wellplatten oder Spundwandplatten aus PVC, PET, Acryl oder Polycarbonat
- Abstandhalter oder Kalotten – je nachdem, was Ihr Artikel vorgibt; die Unterschiede erklärt der Beitrag Was sind Abstandhalter und Kalotten?
- Edelstahlschrauben mit Dichtscheibe passend zur Unterkonstruktion – aus dem Lichtplatten-Zubehör
- Profilfüller für Traufe, First und Wandanschluss – passend zur Wellenform
- Weiße, lösungsmittelfreie Farbe oder silbernes Klebeband für die Oberseiten der Unterkonstruktion – gegen Hitzestau unter der transparenten Platte
Platten, Bestelllänge & Befestiger berechnen
Gerechnet wird mit der Nutzbreite Ihrer Platte – der Breite nach Abzug der seitlichen Überlappung. Sie steht in den technischen Details des Artikels und unterscheidet sich je Profil. Wichtig bei flacher Neigung: Unter 10° Dachneigung wird seitlich doppelt überlappt – die Nutzbreite sinkt dann um eine weitere Welle.
Die Bestelllänge enthält 10 cm Traufüberstand. Braucht Ihre Dachlänge einen Längsstoß, rechnen Sie je Stoß 15–20 cm Überdeckung hinzu. Die Befestiger-Richtwerte stammen aus den Hersteller-Anleitungen – verbindlich sind die Angaben am Artikel.
Der Rechner gibt eine schnelle Orientierung. Für die vollständige Planung mit Profilen, Zubehör und Sonderfällen nutzen Sie den Planer.
Abstandhalter – stützen die Welle von unten
Der Abstandhalter liegt unter dem Wellenberg auf der Latte und füllt den Hohlraum aus – die Schraube kann die weiche Platte nicht eindellen. Pflicht bei PVC- und PET-Platten, bei 1,5-mm-Acryl und bei 0,8-mm-Polycarbonat. Angezogen wird nur, bis der Halter leicht komprimiert – nie auf Block.

Kalotten – verteilen den Druck von oben
Die Kalotte liegt auf dem Wellenberg und verteilt den Anpressdruck der Schraube großflächig – Standard bei 3-mm-Acrylglas, das Bohrloch beträgt hier 14 mm. Bei 2,5/2,6-mm-Polycarbonat sind Abstandhalter optional. Wie die Kalotte sitzen muss, zeigt das Kurzvideo unten.

Wellplatten verlegen in 6 Schritten
Unterkonstruktion aufbauen – und hell machen
Lichtplatten liegen auf einer Lattung aus Holz (40 × 60 mm) oder Metall. Anders als beim Blech gibt es hier eine Besonderheit, die über die Lebensdauer entscheidet: Dunkle Flächen unter der transparenten Platte heizen sich in der Sonne extrem auf – die Latten müssen deshalb hell sein.
- Oberseiten weiß streichen (lösungsmittelfreie Farbe!) oder mit silbernem Klebeband abkleben – das reflektiert die Sonne und verhindert Hitzestau direkt unter der Platte. Lösungsmittelhaltige Anstriche greifen den Kunststoff an.
- Lattenabstand nach Artikel: Die maximalen Auflagerabstände hängen von Material und Plattenstärke ab – von max. 50 cm bei PVC/PET bis ca. 80 cm bei 3-mm-Acryl und 2,5-mm-Polycarbonat. In Gebieten mit hohen Schnee- und Windlasten sind die Abstände zu verringern. Der verbindliche Wert steht in den technischen Details Ihrer Platte.
- Trauflinie ausschnüren und als Bezugslinie festlegen – die Platten werden im rechten Winkel zur Traufe verlegt.
- Hinterlüftung nach DIN 4108 einplanen: Der Dachaufbau braucht eine funktionierende Belüftung – Details im Abschnitt Hitzestau & Belüftung.
Platten lagern, zuschneiden und vorbohren
Kunststoffplatten verzeihen bei Lagerung und Bearbeitung weniger als Blech – zwei Regeln entscheiden über rissfreie Platten:
- Nie im Stapel in der Sonne lagern: Zwischen den Platten entsteht ein Brennglas-Effekt, der das Material verformt – besonders PVC. Trocken, belüftet und mit einer hellen, lichtundurchlässigen Abdeckung (z. B. weiße Folie) lagern, nie mit dunkler Plane.
- Zuschneiden: mit feinverzahnter Hand-, Kreis- oder Tischkreissäge, Platte dabei fixieren, Späne anschließend entfernen. Details und Sägeblatt-Empfehlungen im Beitrag Lichtplatten richtig zuschneiden.
- Vorbohren – immer und immer größer: Jedes Loch wird gebohrt, nie geschraubt. Bei PVC/PET ca. 4–5 mm größer als der Schraubenschaft, bei Kalotten-Montage 14 mm. Der letzte Befestigungspunkt sitzt mindestens 80 mm von der Schnittkante entfernt.
- Temperatur beachten: PVC wird erst ab ca. 10 °C verlegt – darunter ist es spröde. Polycarbonat ist deutlich kälteunempfindlicher. An heißen Tagen morgens verlegen, solange die Platten kühl sind.
Erste Platte setzen: gegen den Wind, Struktur nach unten
Verlegt wird von der Traufe zum First und entgegen der Hauptwindrichtung – Wind und Regen drücken dann über die Überlappungen hinweg statt hinein.
- Plattenseite prüfen: Die UV-geschützte Seite zeigt nach oben (Aufdruck bzw. Folienkennzeichnung beachten); bei strukturierten Platten – ob Wabe, gerillt oder gekräuselt – zeigt die Struktur immer nach unten. Nur bei glatten Platten entfällt diese Vorgabe.
- Rechtwinklig zur Traufe ausrichten, mit ca. 8–10 cm Überstand in die Dachrinne.
- Bei Acryl versetzt verlegen: Die Reihen um eine halbe Platte versetzen – so treffen nie vier Plattenecken aufeinander. Alternativ werden die innenliegenden Ecken diagonal zugeschnitten, mit ca. 10 mm Freiraum.
- Erst fixieren, dann festschrauben: Die erste Platte mit wenigen Befestigern setzen, die zweite anlegen und die Flucht an der Traufschnur prüfen – dann erst komplett verschrauben.
Befestigen – mit dem System, das Ihre Platte vorgibt
Geschraubt wird immer auf dem Wellenberg (bei der Wandmontage im Wellental) – aber ob mit Abstandhalter oder Kalotte, in welchem Raster und wie dicht am Rand, bestimmt Ihre Platte. Die Systemübersicht oben zeigt die Logik:
- Raster in der Fläche: je nach Hersteller jede 2. oder jeder 3. Wellenberg an jedem Auflager. In den Randbereichen wird verdichtet – bei weichen Platten (PVC/PET, 0,8-mm-PC) auf jede Welle, bei Acryl auf jede 2. Welle.
- Nur leicht anziehen: Die Schraube hält die Platte, sie presst sie nicht. Abstandhalter werden leicht komprimiert, Kalotten liegen satt auf, ohne die Welle zu verformen – die Platte muss in den großzügigen Bohrlöchern arbeiten können.
- Acryl: nie durch die Überlappung schrauben. Befestigt wird eine Welle vor bzw. zwei Wellen nach der seitlichen Überlappung – die Naht selbst bleibt schraubenfrei.
- An der Wand wird im Wellental ohne Abstandhalter direkt auf die Unterkonstruktion geschraubt – hier läuft kein Wasser. Bei Rundrohr-Unterkonstruktionen wird mit Rohrhaken und Abstandhaltern befestigt.
Überlappungen ausführen – seitlich und in der Länge
Die Überlappungen machen das Dach dicht – und sie sind der Punkt, an dem die Dachneigung ins Spiel kommt. Wie Wellplatten grundsätzlich überlappen, vertieft der Beitrag Wellplatten richtig überlappen.
- Seitlich: mindestens eine ganze Welle, mit der Überlappung von der Wetterseite abgewandt. Bei Dachneigung unter 10°, Plattenlängen über 4 m oder exponierten Lagen werden es zwei Wellen – die Nutzbreite sinkt entsprechend.
- In der Länge: 15 cm Überdeckung, bei Dachneigung unter 10° 20 cm. Das obere Ende der unteren Platte liegt dabei auf einer Latte auf; der letzte Befestigungspunkt sitzt mindestens 80 mm vor der Kante.
- Vier-Ecken-Stoß vermeiden: versetzt verlegen oder die innenliegenden Ecken diagonal zuschneiden (ca. 10 mm Freiraum) – sonst liegen an einem Punkt vier Plattenlagen übereinander, und die Fläche wölbt sich.

First, Wandanschluss und Abschlüsse montieren
Zum Schluss werden die Übergänge dicht gemacht – ohne die Belüftung abzuwürgen:
- Profilfüller schließen die offenen Wellen an Traufe, First und Wandanschluss gegen Treibregen, Laub und Insekten – wie sie eingelegt werden, zeigt das Kurzvideo unten. Die Belüftungsquerschnitte müssen dabei erhalten bleiben.
- First- und Wandanschlussprofile überdecken die oberen Plattenenden; verschraubt wird durch den Wellenberg mit demselben System wie in der Fläche.
- Anschlüsse abdichten: Wo Silikon nötig ist – etwa am Wandanschluss – gehört ein für Kunststoffplatten freigegebenes Spezial-Silikon dazu; normale Sanitärsilikone können den Kunststoff angreifen.
- Traufe: Der Plattenüberstand von 8–10 cm leitet das Wasser sicher in die Dachrinne.
Endkontrolle: Schutzfolien vollständig abziehen, Späne abfegen, alle Überlappungen und Befestigungspunkte prüfen. Gereinigt wird später nur mit milder Seifenlauge, viel Wasser und einem Schwamm – nie mit Hochdruckreiniger oder Lösungsmitteln.
Die komplette Verlegung im Video

Acrylglas-Wellplatten verlegen – mit Scobalit
Drei Minuten, der ganze Ablauf: Ausrichten an der Traufe, Vorbohren mit 14 mm, Kalotten setzen, Überlappungen schließen. Das Video zeigt die Acryl-Montage – bei PVC-, PET- und dünnen Polycarbonat-Platten ersetzen Abstandhalter die Kalotten, der Ablauf bleibt derselbe.
Sonderfall Hitzestau: Warum Lichtplatten Luft brauchen
Transparente Platten lassen die Sonne durch – und was darunter liegt, heizt sich auf. Staut sich diese Wärme, verformt sich die Platte dauerhaft: Wellen „wandern", Befestigungspunkte reißen aus. Die Hersteller machen deshalb klare Vorgaben. Was Hitze mit den Materialien macht, vertieft der Beitrag Lichtplatten bei Hitze.
So bleibt die Platte in Form
- Unterkonstruktion hell: Latten-Oberseiten weiß streichen (lösungsmittelfrei) oder mit silbernem Klebeband abkleben.
- Nichts Dämmendes direkt darunter: keine Dämmung oder geschlossene Verschalung unmittelbar unter der Platte – zu dunklen oder wärmespeichernden Flächen mindestens 40 cm Abstand halten.
- Belüftung nach DIN 4108 sicherstellen: durchgehende Lüftungsquerschnitte an Traufe, First und Wandanschluss (Richtwert ca. 300 cm² je laufendem Meter) – Profilfüller dürfen sie nicht verschließen.
Ausdehnung einkalkulieren
Kunststoff arbeitet: Als Faustwert dehnt sich eine Lichtplatte um ca. 0,8 mm je Meter und 10 °C Temperaturunterschied aus – eine 3-m-Platte macht zwischen Winternacht und Sommersonne gut einen Zentimeter. Genau dafür sind die großzügigen Bohrlöcher und die nur leicht angezogenen Befestiger da. Auch Anschlüsse an Mauerwerk oder Profile brauchen dieses Spiel. PVC bleibt bis ca. 60 °C Dauertemperatur formstabil, Polycarbonat deutlich darüber – für stark aufheizende Lagen ist PC deshalb die robustere Wahl.
Die Details im Video: Kalotten, Profilfüller, Materialwahl

Kalotten einsetzen
Der Druckverteiler für 3-mm-Acryl: Wie die Kalotte auf dem Wellenberg sitzt und warum sie zum 14-mm-Bohrloch gehört.

Profilfüller abdichten
Die Formteile schließen die offenen Wellen an Traufe, First und Wandanschluss – gegen Treibregen, Laub und Insekten.

Welches Material passt?
PVC, Polycarbonat oder Acrylglas – die Unterschiede in Haltbarkeit, Hitzeverhalten und Preis, kompakt erklärt.
Das passende Befestigungsmaterial & Zubehör
Damit das Dach dicht wird und die Platte arbeiten kann, gehört zu jeder Lichtplatte das passende Befestigungssystem. Den Bedarf liefert Ihnen der Rechner oben – welches System Ihre Platte braucht, steht am Artikel:
Abstandhalter
Stützen den Wellenberg von unten – Pflicht bei PVC- und PET-Platten, 1,5-mm-Acryl und 0,8-mm-Polycarbonat. Passend zur Wellenform Ihrer Platte (Sinus oder Trapez).
Abstandhalter ansehenKalotten
Verteilen den Anpressdruck auf dem Wellenberg – Standard bei 3-mm-Acrylglas, gebohrt wird dafür mit 14 mm.
Kalotten ansehenSchrauben & Profilfüller
Edelstahlschrauben mit Dichtscheibe für Holz und Metall, dazu Profilfüller für Traufe, First und Wandanschluss.
Zubehör ansehenEinschalige Lichtplatten
Wellplatten und Spundwandplatten aus PVC, PET, Acryl und Polycarbonat – mit der verbindlichen Montageart in den technischen Details.
Lichtplatten ansehenKombination mit Profilblech
Industrie-Lichtplatten in Trapez- und Wellprofilen bringen Tageslicht in Blechdächer – ein eigenes Thema mit eigenen Regeln.
Zum RatgeberAlles aus einer Hand
Platten, Befestiger, Profilfüller – aufeinander abgestimmt in einer Lieferung, mit der korrekten Montageart am Artikel.
Zu den LichtplattenDie sechs häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden
Falsches Befestigungssystem gewählt
Folge: Kalotte auf weichem PVC dellt die Welle ein, fehlende Abstandhalter lassen dünne Platten unter der Schraube einknicken.
Das System steht am Artikel: Abstandhalter für PVC/PET und dünne Platten, Kalotten für 3-mm-Acryl – nie nach Gefühl mischen.
Loch zu klein gebohrt oder Schraube festgeknallt
Folge: Die Platte kann thermisch nicht arbeiten – vom Bohrloch aus wandern Spannungsrisse durch die Fläche.
Immer vorbohren, deutlich größer als der Schaft (bei Kalotten 14 mm) – und nur leicht anziehen.
Mit der Flex oder grobem Blatt geschnitten
Folge: Hitze und grobe Zähne reißen die Schnittkante ein – jeder Anriss wird zum Ausgangspunkt eines Risses.
Feinverzahnte Hand- oder Kreissäge, Platte fixieren – Details im Beitrag Lichtplatten zuschneiden.
Dunkle Unterkonstruktion ohne Anstrich
Folge: Die Latten heizen sich unter der transparenten Platte auf – die Platte verformt sich dauerhaft über jeder Auflage.
Latten-Oberseiten weiß streichen (lösungsmittelfrei) oder mit silbernem Klebeband abkleben – und die Belüftung freihalten.
Platte falsch herum verlegt
Folge: Der UV-Schutz liegt unten und die Platte vergilbt und versprödet in wenigen Jahren; eine nach oben zeigende Struktur – Wabe, Rillen oder Kräuselung – sammelt zusätzlich Schmutz.
UV-Seite nach oben (Kennzeichnung beachten), Struktur nach unten – vor dem Verschrauben prüfen, nicht danach.
Im Stapel in der Sonne gelagert
Folge: Brennglas-Effekt zwischen den Platten – Verformungen, die kein Reklamationsgrund sind.
Trocken und belüftet lagern, mit heller lichtundurchlässiger Abdeckung – und zügig verlegen.
Original-Montageanleitungen als PDF
Alle Werte auf dieser Seite stammen aus den Hersteller-Dokumenten – die verbindliche Anleitung für Ihre Platte ist zusätzlich direkt am Artikel verlinkt:
VLF / Salux – Lichtplatten gesamt
Das Gesamtwerk für PVC-, Polycarbonat- und Acryl-Lichtplatten: Profile, Lattenabstände je Profil, Überlappungsregeln, Befestigung mit Abstandhaltern und Kalotten.
PDF öffnenScobalit – Wellplatten PET & PVC
Die Anleitung für die weichen Platten: Abstandhalter-Pflicht, Lattung max. 50 cm, Randverdichtung auf jede Welle, 15–20 Befestiger je m².
PDF öffnenScobalit – Wellplatten Acrylglas
Kalotten-Montage mit 14-mm-Bohrung, versetzte Verlegung gegen den Vier-Ecken-Stoß, Lattung bis 80 cm – plus die Abstandhalter-Ausnahme für 1,5-mm-Platten.
PDF öffnenScobalit – Wellplatten Polycarbonat
Die Stärken-Weiche beim PC: 2,5/2,6 mm mit optionalen Abstandhaltern und 80-cm-Lattung, 0,8 mm mit Abstandhalter-Pflicht und Randverdichtung.
PDF öffnenAlle Anleitungen – auch für Profilbleche und Dachfolien – finden Sie gesammelt auf der Download-Seite.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Verlegen von Wellplatten & Lichtplatten
Das bestimmt Ihre Platte: PVC- und PET-Platten brauchen Abstandhalter unter dem Wellenberg, 3-mm-Acrylglas wird mit Kalotten auf dem Wellenberg montiert. Bei Polycarbonat entscheidet die Stärke (0,8 mm: Abstandhalter Pflicht; 2,5/2,6 mm: optional), bei Acryl ebenfalls (1,5 mm: Abstandhalter). Die verbindliche Angabe steht in den technischen Details des Artikels. Die Funktionsweise beider Systeme erklärt der Beitrag Was sind Abstandhalter und Kalotten?
Die Regeldachneigung liegt bei 10°, das Minimum bei 7°. Zwischen 7° und 10° gelten verschärfte Überlappungsregeln: seitlich wird über zwei Wellen statt einer überlappt und in der Länge 20 cm statt 15 cm überdeckt. Ab 10° reinigt sich das Dach zudem weitgehend selbst.
Je weicher die Platte, desto mehr: PVC/PET ca. 15–20 je m², Acryl und 2,5-mm-Polycarbonat ca. 8–10 je m², 0,8-mm-Polycarbonat ca. 10–15 je m². In den Randbereichen wird verdichtet – bei weichen Platten auf jede Welle. Verbindlich sind die Angaben am Artikel und in der Hersteller-Anleitung.
Wegen der thermischen Ausdehnung: Kunststoff arbeitet um ca. 0,8 mm je Meter und 10 °C – eine 3-m-Platte bewegt sich übers Jahr gut einen Zentimeter. Bei PVC/PET wird das Loch ca. 4–5 mm größer als der Schraubenschaft gebohrt, bei Kalotten-Montage 14 mm. Zu kleine Löcher sind zusammen mit festgeknallten Schrauben die häufigste Rissursache.
Seitlich mindestens eine ganze Welle – unter 10° Dachneigung, bei Plattenlängen über 4 m oder in exponierten Lagen zwei Wellen. In der Länge gelten 15 cm, unter 10° 20 cm. Die Überlappung liegt von der Wetterseite abgewandt. Ausführlich im Beitrag Wellplatten richtig überlappen.
Mit einer feinverzahnten Hand-, Kreis- oder Tischkreissäge (feines, ungeschränktes Blatt), die Platte dabei fixieren. Trennschleifer und grobe Blätter reißen den Kunststoff ein. Schnittkanten entgraten, anfallende Späne sofort entfernen. Alle Details im Beitrag Lichtplatten richtig zuschneiden.
Nein – niemals direkt betreten. Einschalige Kunststoffplatten tragen keine Punktlast; gearbeitet wird ausschließlich über ein gewichtsverteilendes, abgepolstertes Laufbrett, das auf den Latten aufliegt. Das gilt auch für spätere Wartung und Reinigung.
Weil dunkle Latten unter der transparenten Platte zur Heizfläche werden: Die Sonne scheint durch, das Holz heizt sich auf, und die Platte verformt sich dauerhaft über jeder Auflage. Weiße, lösungsmittelfreie Farbe oder silbernes Klebeband reflektieren die Strahlung. Zusätzlich gilt: nichts Dämmendes direkt unter der Platte und die Belüftung an Traufe und First freihalten.
PVC erst ab ca. 10 °C – darunter wird das Material spröde und reißt beim Bohren und Schrauben. Polycarbonat ist deutlich kälteunempfindlicher und auch bei Minusgraden verarbeitbar. An Hitzetagen gilt umgekehrt: morgens verlegen, solange die Platten kühl und in Ruhemaß sind.
Kurzfassung: PVC ist der Preis-Einstieg für Carport und Geräteschuppen, PET die klarere und stabilere Alternative, Polycarbonat der Allrounder mit höchster Schlagzähigkeit und Hagelfestigkeit, Acrylglas die klarste und UV-stabilste Wahl mit eigener Montagelogik (Kalotten). Die ausführlichen Vergleiche: Polycarbonat oder PVC und Acryl oder Polycarbonat.
Ja – dafür gibt es Industrie-Lichtplatten in passenden Trapez- und Wellprofilen, die einzelne Blechbahnen ersetzen und Tageslicht in Hallen und Carports bringen. Die Kombination hat eigene Regeln (Profilgleichheit, Auflagen abkleben, eigene Befestigungslogik) – der Beitrag Lichtplatten mit Profilblech kombinieren führt durch das Thema.
Platten, Befestiger und Profilfüller in einer Lieferung
Einschalige Lichtplatten aus PVC, PET, Acryl und Polycarbonat – mit der verbindlichen Montageart und der Hersteller-Anleitung direkt am Artikel. Dazu Abstandhalter oder Kalotten, Edelstahlschrauben und Profilfüller, passend zur Wellenform. Sie wählen die Platte – wir stellen das System zusammen.
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Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2026
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