in 6 Schritten
Vom ersten Blech am Ortgang bis zum Firstblech – mit den Original-Werten der Hersteller, nicht mit Faustformeln aus dem Forum.
Trapezblech verlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Dach & Wand
Diese Anleitung führt Sie durch den kompletten Ablauf: von der Unterkonstruktion über das erste Blech am Ortgang bis zu Verschraubung, Stößen und Kantteilen. Alle Werte – Dachneigungen, Überdeckungen, Schraubenmengen, Auflagebreiten – stammen aus den Original-Montageanleitungen von Polmetal und Weckman nach den IFBS-Fachregeln des Metallleichtbaus, nicht aus Schätzungen. Die passenden Trapezbleche fertigen wir in der Länge zentimetergenau auf Maß – ideal für Bahnen in einem Stück von Traufe bis First. Werkseitig geschnittene Kanten sind fertig behandelt und brauchen keine Nachversiegelung; nur bauseitige Schnitte erfordern etwas Reparaturfarbe.
Auf dieser Seite
"Der Klassiker bei der Bestellung: Es wird mit der Gesamtbreite des Blechs gerechnet statt mit der Deckbreite – und am Ende fehlt eine Bahn. Ein 35er-Profil ist 1075 mm breit, deckt aber nur 1035 mm, weil 40 mm in der seitlichen Überlappung verschwinden. Wer die Dachbreite durch die Deckbreite teilt und aufrundet, bestellt richtig. Und wer die Bahnen gleich in einem Stück von Traufe bis First fertigen lässt, spart sich den Querstoß – die häufigste Undichtigkeitsstelle am Trapezdach."
Die komplette Verlegung im Video

Dach selber decken – der komplette Ablauf
Die vollständige Montage an einem realen Dach – von der Unterkonstruktion über das Ausrichten des ersten Blechs bis zu Verschraubung und Firstblech. Wer sich die knapp neun Minuten nimmt, weiß danach, was ihn erwartet.
Die schriftliche Anleitung darunter geht auf jeden Schritt im Detail ein – mit Schraubenmengen, Überdeckungslängen und den Neigungsgrenzen für Dichtbänder. Kurzvideos zu Verschraubung, Kalotten und Profilfüllern finden Sie direkt an den passenden Stellen.
Werkzeug & Material: Das brauchen Sie
Werkzeug
- Blechknabber, Elektro- oder Handblechschere, Stichsäge für Zuschnitte – funkenfreie Kaltschnittverfahren, ohne Hitzeentwicklung
- Akkuschrauber mit Drehmomentkupplung oder Tiefenanschlag – Dichtscheiben dürfen nicht gequetscht werden
- Schlagschnur, Maßband, Winkel zum Ausschnüren der Trauflinie und Ausrichten des ersten Blechs
- Weicher Handfeger – Bohrspäne müssen sofort von der Fläche, sonst gibt es Flugrost
- Laufbohlen – die Dachfläche wird nur mit lastverteilenden Bohlen betreten
Material
- Trapezbleche in der Länge auf Maß – idealerweise in einem Stück von Traufe bis First
- Edelstahlschrauben mit Dichtscheibe passend zur Unterkonstruktion: Grobgewinde für Holz, Bohrspitze mit Feingewinde für Stahl
- Kalotten bei Befestigung in der Hochsicke – als Druckverteiler und Abdichtung
- Dichtband (Butyl) für Längsstöße unter 10° und Querstöße bis 7° Dachneigung
- Profilfüller, First-, Ortgang- und Traufbleche aus dem Zubehör und den Kantteilen
Bahnen, Bestelllänge & Schrauben berechnen
Entscheidend ist die Deckbreite Ihres Profils – die nutzbare Breite nach der seitlichen Überlappung. Sie ist immer kleiner als die Gesamtbreite: Ein 35/207-Profil misst 1075 mm, deckt aber nur 1035 mm. Der Rechner teilt die Dachbreite durch die Deckbreite und rundet auf ganze Bahnen auf – genau so, wie es die Hersteller vorgeben.
Die Bestelllänge enthält 3 cm Traufüberstand für den Überhang in die Dachrinne. Ohne statischen Nachweis sind an der Traufe maximal 200 mm freier Überstand zulässig (Stahl; bei Aluminium 50–100 mm). Bei Befestigung in der Hochsicke kommen ca. 6 Kalotten je m² hinzu.
Dieser Rechner gibt eine schnelle Orientierung für Bahnen, Länge und Schrauben. Für die verbindliche Planung mit Kantteilen, Zubehör und Sonderfällen nutzen Sie den Planer.
Hochsicke mit Kalotte – die Empfehlung fürs Dach
Geschraubt wird auf der Erhebung, mit Kalotte als Druckverteiler und E16-Dichtscheibe: 6,5 × 60/80/100 mm je nach Profilhöhe. Die Schraube sitzt außerhalb des Wasserlaufs – beste Abdichtung, geringste Korrosionsgefahr.
Bedarf: ca. 6 St./m² plus ca. 6 Kalotten. Hersteller und Shop empfehlen für Dachflächen ausdrücklich diese Variante.
Tiefsicke – direkt auf der Unterkonstruktion
Geschraubt wird in der Vertiefung, direkt auf die Unterkonstruktion: 4,8 × 35 mm mit E19-Dichtscheibe auf Holz, 5,5er mit Bohrspitze auf Stahl. Gute Lastübertragung, unauffällige Optik – Standard an der Fassade und bei steileren Dächern verbreitet, weil kurze Schrauben unabhängig von der Profilhöhe reichen.
Bedarf: ca. 6 St./m². Zu bedenken: Das Wasser läuft durch die Tiefsicke – je flacher das Dach, desto größer das Risiko stehender Nässe an der Schraube.
Trapezblech verlegen in 6 Schritten
Unterkonstruktion prüfen und Trauflinie ausschnüren
Die Unterkonstruktion trägt das ganze Dach – sie muss tragfähig, eben und maßhaltig sein, bevor das erste Blech aufs Dach kommt. Der maximale Abstand der Auflager (Stützweite) richtet sich nach Profil, Blechstärke und Schnee-/Windlastzone. Welche Unterkonstruktion zu welchem Aufbau passt – Lattung, Konterlattung, OSB, Dachpappe – behandelt unser Beitrag Unterkonstruktion von Trapezblechen im Detail.
- Holz: trocken und unverzogen – Lattung vor der Montage auf Verdrehungen prüfen. Auflagebreiten nach IFBS: 60 mm am Endauflager, 60 mm am Zwischenauflager.
- Stahl und Stahlbeton: korrosionsgeschützt, plan und geradlinig. Hier genügen 40 mm am Endauflager, am Zwischenauflager gelten ebenfalls 60 mm.
- Trauflinie ausschnüren und als Verlegebezugspunkt festlegen – sie ist die Basis für die gesamte Fläche.
- Überstände: An der Traufe sind ohne statischen Nachweis maximal 200 mm freier Überstand zulässig (Stahl; Aluminium-Profile 50–100 mm), an First und Ortgang maximal 70 mm.
Bleche anliefern, lagern und zuschneiden
Trapezbleche sind unempfindlich – aber nicht gegen falsche Lagerung. Zwischen Anlieferung und Montage entscheidet sich, ob die Beschichtung makellos bleibt.
- Entladen: Die Anlieferung wird per Kran entladen – mit Traverse und Kantenschutz. Tafeln nie über den Boden, verlegte Flächen oder übereinander ziehen; einzelne Tafeln auf der Baustelle hochkant und zu zweit tragen.
- Lagern: trocken, belüftet, auf Kantklötzen mit leichter Neigung – nie direkt auf dem Boden. Nass gewordene Tafeln sofort trennen und trocknen, sonst drohen Weißanlauf und Abblätterungen.
- Fristen: maximal 6 Monate Lagerzeit ab Herstellung. Die Schutzfolie muss bei beschichteten Blechen nach spätestens 3 Wochen ab – bei Lagerung in der Sonne schon nach 3 Tagen, sonst bleiben Kleberreste zurück. Vor der Montage kommt die Folie in jedem Fall komplett herunter.
- Zuschneiden: ausschließlich mit Blechschere oder Knabber. Späne sofort mit dem weichen Besen abfegen. Da wir auf die zentimetergenaue Länge fertigen, entfällt der Längszuschnitt – bauseits bleibt nur der Breitenschnitt des letzten Blechs am Ortgang.
Erstes Blech setzen: am Ortgang, exakt rechtwinklig zur Traufe
Das erste Blech entscheidet über die ganze Fläche – alle folgenden Tafeln richten sich an ihm aus. Ein schief gesetztes Startblech lässt sich später nicht mehr korrigieren.
- Entgegen der Hauptwetterrichtung beginnen: Die Verlegung startet am wetterabgewandten Ortgang, damit jede Längsüberlappung von der Wetterseite weg zeigt – Wind und Regen drücken dann über den Stoß hinweg statt hinein.
- Exakt rechtwinklig zur Traufe ausrichten – mit Winkel oder Diagonalmaß kontrollieren, nicht nach Augenmaß.
- 20–30 mm Überstand in die Dachrinne einplanen, damit das Wasser sicher einläuft. Der Rechner oben legt diesen Überstand mit 3 cm auf die Bestelllänge auf.
- Schiefe Traufe? Läuft die Traufe nicht rechtwinklig zum Ortgang, wird das erste Blech trotzdem rechtwinklig zur Traufe gesetzt und der Versatz am Ortgang später mit dem Ortgangblech optisch begradigt.
Bleche verschrauben – Raster, Randbereiche, Drehmoment
Verschraubt wird ausschließlich mit Edelstahlschrauben und Dichtscheibe – die Verbindung ist dauerhaft der Witterung ausgesetzt. Aluminiumbleche dürfen nur mit A2-/A4-Edelstahlschrauben montiert werden. Empfohlen wird die Hochsicke mit Kalotte; aus Kostengründen wird bei kleineren Dächern oft die Tiefsicke gewählt. Das Raster ist in beiden Fällen gleich:
- Fläche: mindestens jede zweite Sicke an jedem Auflagerpunkt mit der Unterkonstruktion verschrauben – als Bedarf rund 6 Schrauben je m², in der Hochsicke dazu ca. 6 Kalotten.
- Randbereiche: an Traufe, Ortgang und First wird jede Sicke verschraubt – hier greift der Wind am stärksten an. Auch an Querstößen gehört in jede Sicke eine Schraube.
- Schraubenlänge: Einbindetiefe in Holz mindestens das 6-Fache des Schraubendurchmessers – bei einer 4,8er-Schraube also rund 30 mm. Bei Hochsickenmontage kommen Sickenhöhe und Kalotte dazu: Ein 50er-Profil braucht dann mindestens 85 mm.
- Drehmoment: Schraube im 90°-Winkel setzen, Dichtscheibe bündig anliegend – nicht gequetscht, nicht lose. Nie gegenläufig verschrauben, die Tafeln müssen spannungsfrei aufliegen.
Wie die fertige Verschraubung aussehen muss, zeigt das Kurzvideo „Profilblech richtig verschrauben".
Längs- und Querstöße ausführen
Längsstöße (die seitliche Überlappung) hat jedes Trapezdach, Querstöße (Stirn an Stirn) nur, wenn eine Tafel nicht von Traufe bis First reicht. Unsere Empfehlung aus der Praxis – und die der Hersteller: Bahnen in einem Stück auf Maß bestellen und den Querstoß ganz vermeiden. Wie viel Zentimeter die Bleche überlappen müssen, vertieft der Beitrag Überlappung von Trapezblechen.
- Längsstoß: Die Überlappung liegt auf der wetterabgewandten Seite; die Antikapillarrille der unterlappenden Kante zeigt in Wasserlaufrichtung. Verbunden wird auf der Hochsicke mit Überlappungsschrauben 4,8 × 20 mm – Polmetal rechnet mit 4 St. je laufendem Meter Stoß, der nach IFBS zulässige Höchstabstand liegt bei 500 mm. Bei Dachneigungen unter 10° oder Profilen ohne Antikapillarrille gehört zusätzlich ein Dichtband in die Längsüberlappung.
- Querstoß: auf dem Dach immer auf der Hochsicke, an der Wand auf der Tiefsicke. Die Überdeckung richtet sich nach der Dachneigung: ab 7° 200 mm, ab 12° 150 mm, über 20° 100 mm; an der Wand gelten 150 mm. Zwischen 5° und 7° sind ebenfalls 200 mm nötig, dann aber nur mit zusätzlichem Dichtband im Stoß; unter 5° ist ein Querstoß nicht zulässig. Verschraubt wird mit Edelstahl-Überlappungsschrauben im Abstand von 40–50 cm – und in jeder Sicke.
- Reihenfolge bei Querstoß: Erste Reihe an der Traufe beginnen, die zweite Reihe überlappt die erste mit der oben genannten Überdeckung – Tafel für Tafel im Wechsel, damit jeder Stoß plan aufliegt. Die Profile 18DR und 20M dürfen dank Stützfuß auch versetzt verlegt werden; alle anderen Profile strikt Reihe für Reihe.
Kantteile montieren: First, Ortgang, Traufe
Die Kantteile machen das Dach dicht und fertig. Für alle gilt dieselbe Grundregel: Überdeckung der Segmente untereinander 100–200 mm, im Überlappungsbereich nicht verschrauben (die Bleche müssen sich bei Temperaturwechsel bewegen können) und mittig zwei Butyl-Kittschnüre zur Abdichtung einlegen.
- First: Vor der Montage Profilfüller in die Sicken einlegen – sie halten Treibregen, Schnee, Schmutz und Insekten draußen. Das Firstblech wird an jeder Hochsicke mit dem Profil verschraubt. Bei Bedarf sorgt ein Entlüftungsfirst für die Luftzirkulation im Dachraum.
- Ortgang: Das Ortgangblech schließt den Giebel ab und sollte als Gebäudeabschluss über zwei Hochsicken laufen, damit es sicher auf dem Profil befestigt werden kann.
- Traufe: Das Traufblech leitet Kondenswasser von der Unterspannbahn in die Dachrinne; das Profil selbst ragt 20–30 mm in die Rinne.
- Schneefang: In schneereichen Lagen wird das Schneefangblech ca. 1 m oberhalb der Traufe direkt auf dem Profil montiert – die zurückgehaltene Schneelast muss in der Statik berücksichtigt sein.
- Kehle: Bei einer Innenkehle wird ein Kehlblech untergelegt; die Bleche beider Dachflächen laufen mit Abstand darauf zu und werden entlang der Kehllinie nachgeschnitten. Formteile grundsätzlich Blech-auf-Blech verschrauben.
Endkontrolle: Alle Späne und Verpackungsreste von der Fläche fegen, Überlappungen und Anschlüsse prüfen, Schutzfolienreste entfernen. Dann ist das Dach fertig.
Die Details im Video: Verschrauben, Kalotten, Profilfüller

Richtig verschrauben
Der 30-Sekunden-Check: Schraube im rechten Winkel, Dichtscheibe bündig – weder gequetscht noch lose. So sieht die Verbindung aus, die 30 Jahre dicht bleibt.

Kalotten einsetzen
Bei Hochsickenmontage verteilt die Kalotte den Anpressdruck und dichtet die Sicke ab. Das Video zeigt, wie sie sitzen muss, damit nichts verformt.

Profilfüller abdichten
Die Schaumstoff-Formteile schließen die Sicken unter First, Kehlrinne und Wandanschluss – gegen Treibregen, Schnee und Insekten. So werden sie eingelegt.
Sonderfall Kondenswasser: Wann Sie Antikondensvlies brauchen
In unbeheizten Gebäuden – Carports, Garagen, Lager- und Landwirtschaftshallen – kühlt das Blech nachts stärker aus als die Luft darunter. Wird der Taupunkt unterschritten, kondensiert Feuchtigkeit an der Blechunterseite und tropft ab. Die Lösung ist ein werkseitig aufgebrachtes Antikondensvlies: Es speichert das Kondensat in seinen Fasern und gibt es bei steigender Temperatur wieder an die Luft ab. Nebeneffekt: Es dämpft Regen- und Hagelgeräusche spürbar. Warum Kondenswasser überhaupt entsteht, erklärt der Beitrag Kondenswasser bei Profilblechen.

Damit das Vlies funktioniert
- Mindestens 10° Dachneigung: Weckman gibt für vliesbeschichtete Bleche eine Mindestdachneigung von 10° vor. Für flachere Dächer ist das Vlies damit keine Option.
- Belüftung ist Pflicht: Ventilationsspalten an First und Traufe einplanen – ohne Luftzirkulation kann das gespeicherte Wasser nicht abtrocknen.
- Kapillarwirkung an den Enden stoppen: An Tafelenden darf das Vlies kein Wasser aus der Überlappung ziehen. Das übernimmt das Werk – der zum Profil passende Vlies-Stop (Rückschnitt oder Verödung) steht in den technischen Details. Bei bauseitigen Querschnitten können Sie die Enden nachträglich per Heißluft oder Speziallack auf ca. 10 cm versiegeln.
Vlies-Stop ist ab Werk gelöst
Die Enden des Vlieses werden werkseitig behandelt, damit sie kein Wasser aus den Überlappungen ziehen. Ob das per Rückschnitt oder Verödung geschieht, hängt vom jeweiligen Profil ab – die Angabe finden Sie in den technischen Details des Artikels unter „Vlies-Stop" (z. B. „Rückschnitt, beidseitig" oder „Verödung, beidseitig"). Sie müssen dazu bei der Bestellung nichts extra angeben. Damit das Vlies dauerhaft funktioniert, zählt vor allem die Belüftung an First und Traufe.
Das passende Befestigungsmaterial & Zubehör
Damit das Dach dicht wird, gehört zum Blech das richtige Zubehör – aufeinander abgestimmt und in der passenden Menge. Den genauen Bedarf an Schrauben und Kalotten liefert Ihnen der Rechner oben. Hier finden Sie die passenden Artikel nach Kategorie:
Schrauben
Edelstahl für alle bewitterten Verbindungen, verzinkt für Fassade und Warmdach. Getrennt nach Holz- und Stahlunterkonstruktion sowie nach Tief- und Hochsicke.
Schrauben ansehenKalotten
Für die empfohlene Hochsickenbefestigung – als Druckverteiler und Abdichtung, passend zum jeweiligen Profil. Rechnen Sie mit ca. 6 Kalotten je m².
Kalotten ansehenDichtband & Profilfüller
Butyl-Dichtband für flache Längs- und Querstöße, Profilfüller für First, Kehlrinne und Wandanschluss – gegen Treibregen, Schnee und Insekten.
Dichtung ansehenKantteile
First-, Ortgang-, Trauf-, Wandanschluss- und Kehlbleche – der wetterdichte und saubere Abschluss des Dachs, farblich passend zum Blech.
Kantteile ansehenWerkzeug & Reparaturfarbe
Knabber-Klinge für den Akkuschrauber und Reparaturfarbe für bauseitige Schnittkanten – damit der Korrosionsschutz auch nach dem Zuschnitt lückenlos bleibt.
Reparaturfarbe ansehenAlles aus einer Hand
Blech, Schrauben, Kalotten, Dichtung und Kantteile in einer Lieferung – auf Maß gefertigt und aufeinander abgestimmt. Sie geben die Maße, wir stellen das System zusammen.
Zu den TrapezblechenDie sechs häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden
Stahlblech mit dem Trennschleifer geschnitten
Folge: Zinkschicht an der Kante verbrannt, Rost ab Tag eins – und Garantieverlust beim Hersteller.
Kaltschnitt mit Knabber, Schere oder Stichsäge. Nur Alu darf mit spezieller Trennscheibe geflext werden.
Mit der Gesamtbreite gerechnet
Folge: Eine Bahn fehlt – Nachbestellung, Wartezeit, mögliche Farbabweichung zwischen Chargen.
Dachbreite durch die Deckbreite teilen und aufrunden – oder den Rechner nutzen.
Bohrspäne liegen gelassen
Folge: Flugrost-Punkte auf der Beschichtung, die aussehen wie Materialfehler – aber keine sind.
Nach jedem Bohren und Schneiden sofort mit dem weichen Besen abfegen.
Schrauben überdreht oder schief gesetzt
Folge: Gequetschte Dichtscheibe dichtet nicht mehr – jede Schraube wird zur potenziellen Leckstelle.
Drehmomentkupplung nutzen, im 90°-Winkel schrauben, Scheibe bündig – und nie gegenläufig verspannen.
Schutzfolie zu spät entfernt
Folge: UV-spröde Folie, Kleberreste auf der Beschichtung – schwer bis gar nicht zu entfernen.
Folie spätestens 3 Wochen nach Lieferung abziehen (in der Sonne: 3 Tage), vor der Montage komplett.
Querstoß ohne Dichtband bei flacher Neigung
Folge: Kapillarwasser zieht in den Stoß – das Dach tropft bei Schlagregen von innen.
Bis 7° Dachneigung Dichtband in den Querstoß – oder besser: Bahnen in einem Stück bestellen und den Stoß vermeiden.
Original-Montageanleitungen als PDF
Alle Werte auf dieser Seite stammen aus den Hersteller-Dokumenten. Wer tiefer einsteigen will – etwa in Belastungstabellen, Kehlrinnen oder Schornsteineinfassungen – lädt sie hier direkt herunter:
Polmetal Trapezprofile
Die ausführlichste Anleitung: Verlegereihenfolge, Befestigungstechniken, Schraubentabellen, Kantteile, Kehlrinne, Schornstein – auf IFBS-Basis.
PDF öffnenWeckman Profilbleche
Montageanleitung und Belastungstabellen für alle Weckman-Profile – inklusive Stützweiten je Blechstärke, Feldanordnung und Durchbiegungsklassen.
PDF öffnenWeckman Reinigung & Pflege
Das Handbuch für die Jahre danach: Reinigung, Instandhaltung und Ausbesserung der Beschichtung – damit die Garantie erhalten bleibt.
PDF öffnenAlle Anleitungen – auch für Pfannenbleche und Stehfalz – finden Sie gesammelt auf der Download-Seite für Profilbleche.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Verlegen von Trapezblechen
Die Mindestdachneigung beträgt 3° (entspricht 5,24 cm pro Meter), die Regeldachneigung liegt bei 7°. Bei nur 3° ist das Dach zulässig – aber ohne Querstoß und ohne Durchdringungen, also mit Bahnen in einem Stück von Traufe bis First. Bis 7° Neigung gehört zusätzlich ein Dichtband in jeden Querstoß, unter 10° auch in die Längsüberlappung.
Für Dachflächen empfiehlt Polmetal ausdrücklich die Hochsickenbefestigung mit Kalotte – die Schraube sitzt dann außerhalb des Wasserlaufs, was Abdichtung und Korrosionsschutz verbessert. Als grobe Zuordnung nennt Polmetal daneben: Tiefsicke eher bei hohen Profilen und steilen Dächern, Hochsicke mit Kalotte eher bei niedrigen Profilen und flachen Dächern. Überlappungsschrauben an Längs- und Querstößen sitzen immer auf der Hochsicke.
Als Richtwert: ca. 6 St./m² in der Tiefsicke bzw. ca. 6 Schrauben plus ca. 6 Kalotten je m² in der Hochsicke. Dazu kommen die Überlappungsschrauben 4,8 × 20 mm für die Längsstöße – Polmetal rechnet mit 4 St. je laufendem Meter Stoß, der nach IFBS zulässige Höchstabstand liegt bei 500 mm. Verschraubt wird mindestens jede zweite Sicke; an Traufe, Ortgang, First und Querstößen jede Sicke. Die endgültige Anzahl richtet sich nach Wind- und Schneelastzone – im Zweifel gibt Ihr Statiker die genauen Werte vor.
Die Einbindetiefe in Holz muss nach IFBS mindestens das 6-Fache des Schraubendurchmessers betragen – bei einer 4,8er-Schraube also rund 30 mm. In der Tiefsicke reichen damit 35 mm Schraubenlänge. In der Hochsicke kommen Sickenhöhe und Kalotte hinzu: Bei einem 50er-Profil sind das 50 mm Sicke + 5 mm Kalotte + 30 mm Einbindung = mindestens 85 mm.
Seitlich (Längsstoß) überlappt konstruktionsbedingt eine Sicke – beim 35/207er-Profil sind das 40 mm, die Differenz zwischen Gesamt- und Deckbreite. In Verlegerichtung (Querstoß) staffelt sich die Überdeckung nach der Dachneigung: ab 7° 200 mm, ab 12° 150 mm, über 20° 100 mm; an der Wand 150 mm. Zwischen 5° und 7° gelten 200 mm mit zusätzlichem Dichtband, unter 5° ist kein Querstoß zulässig. Ausführlich im Beitrag Wie viel sollten Trapezbleche überlappen?
Immer mit der Deckbreite – der nutzbaren Breite nach der seitlichen Überlappung. Beispiel aus der Polmetal-Anleitung: 15 m Dachbreite ÷ 1035 mm Deckbreite = 14,49 → aufgerundet 15 Bahnen. Wer mit der Gesamtbreite (1075 mm) rechnet, kommt auf 14 Bahnen – und dem fehlt am Ende Material. Der Rechner oben nimmt Ihnen das ab.
Nein. Trennschleifer erzeugen Hitze, die die Zinkschicht an der Schnittkante zerstört – der Korrosionsschutz ist dahin, und die Hersteller schließen jegliche Garantieansprüche aus. Richtig sind Handblechschere, Maschinenschere oder Blechknabber: Kalt geschnittene Kanten verschließt die kathodische Schutzwirkung des Zinks innerhalb von 48 Stunden von selbst (bis ca. 2 mm Materialstärke).
Nur mit lastverteilenden Laufbohlen – auch während der Montage. Punktlasten durch direktes Betreten können die Profile bleibend verformen, besonders zwischen den Auflagern. Für regelmäßige Wartungswege gibt es Dachtritte und Laufroste als Zubehör.
Immer dann, wenn das Gebäude unbeheizt ist und die Blechunterseite offen zum Raum liegt – Carport, Garage, Lagerhalle, Stall. Das Vlies speichert Kondenswasser und verhindert das Abtropfen. Voraussetzung: mindestens 10° Dachneigung – darunter gibt der Hersteller vliesbeschichtete Bleche nicht frei. Wichtig ist außerdem die Belüftung an First und Traufe. Um die Enden müssen Sie sich nicht kümmern: Der Vlies-Stop (Rückschnitt oder Verödung) ist je nach Profil ab Werk gelöst und steht in den technischen Details des Artikels. Hintergründe im Beitrag Kondenswasser bei Profilblechen.
Materialgrundlagen finden Sie auf der Trapezblech-Informationsseite, Fachbegriffe von A bis Z im Fachglossar. Für spezielle Vorhaben: PV-Montage auf Trapezblech und Asbestsanierung mit Profilblechen.
Bleche, Schrauben und Kantteile in einer Lieferung
Trapezbleche in der Länge zentimetergenau auf Maß – ideal in einem Stück von Traufe bis First, ohne Querstoß. Dazu die passenden Edelstahlschrauben, Kalotten, Profilfüller, Dichtbänder sowie First-, Ortgang- und Traufbleche. Sie geben uns die Maße – wir liefern das komplette System.
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Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2026
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