VORDACH
selbst bauen – hell oder massiv
- Lichtdurchlässig oder blickdicht – Sie entscheiden
- Die Wahl für Eigenmontage
- Zentimetergenau auf Maß geliefert
Vordach selbst bauen: Material, Eindeckung & Eigenmontage
Welches Material zu Ihrem Vordach passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Licht in den Eingang fallen soll: Für einen hellen Eingangsbereich eignen sich lichtdurchlässige Stegplatten oder transparente Massivplatten in Glasoptik. Soll das Vordach optisch zum Hausdach passen, decken Sie es massiv mit Trapezblech, Pfannenblech oder Stehfalzblech ein.
- Stegplatten & Glasoptik: Lichtdurchlässige Eindeckung für einen hellen Hauseingang – leichter und hagelfester als Echtglas.
- Trapez- & Stehfalzblech: Robuste, massive Optik – ideal, wenn das Vordach zum Metalldach des Hauses passen soll.
- Eigenmontage: Schritt für Schritt für Heimwerker – inkl. Gefälle-, Verlegeprofil- und Wandanschluss-Tipps.
Von der Platte über die Verlegeprofile bis zum Wandanschluss liefern wir Ihnen das passende Material millimetergenau auf Maß. Starten Sie hier Ihre Planung für ein langlebiges Vordach.
"Der häufigste Pfusch am Vordach: Die Eindeckung wird oben einfach mit Silikon an die Hauswand geklebt. Nach ein, zwei Wintern reißt die Fuge und Wasser läuft hinter die Platte ins Mauerwerk. Profi-Lösung ist ein Wandanschlussprofil, das in den Putz eingeführt wird – formschlüssig, nicht klebeschlüssig."
Aus der Beratungspraxis: typischer Vordach-Fall
Frequenter Fall: Kunde möchte ein Echtglas-Vordach über der Haustür, der Glaser ruft für die kleine Fläche einen vierstelligen Preis auf – plus schwere Unterkonstruktion und Montagetermin.
Für die meisten Vordächer ist das überdimensioniert. Eine 16-mm-Polycarbonat-Stegplatte (klar) kommt der Glasoptik sehr nahe, ist aber ein Bruchteil des Gewichts, hagelfest und in Eigenmontage in wenigen Stunden gesetzt. Verlegt wird sie in Alu-Verlegeprofilen – das ist die saubere, dauerhaft dichte Lösung. Praxisvergleich im Blog: Acrylglas – die Alternative zu Glas.
Ein Detail, das oft fehlt: Vordächer sind meist sehr flach (Pultneigung 3–7°). Das Gefälle muss zwingend von der Hauswand weg zeigen, und die Platten gehören mit beidseitigem UV-Schutz nach oben verlegt. Wird die UV-Seite verkehrt herum montiert, vergilbt die Platte nach wenigen Jahren.
Anonymisierter Beratungsfall – typisches Muster aus unseren Kundengesprächen.
Welches Material passt zu welchem Vordach?
Der Lichtbedarf und die Optik Ihres Hauses entscheiden, welches Material sich anbietet. Hier die wichtigsten Kombinationen:
- Heller Eingang (lichtdurchlässig): Stegplatten aus Polycarbonat oder transparente Massivplatten in Glasoptik. Vergleich im Blog: Hohlkammer oder Doppelsteg?
- Massive Optik, blickdicht: Trapezblech wirtschaftlich, Stehfalzblech hochwertig, Pfannenblech in Ziegeloptik.
- Bündig zum Hausdach: Gleiches Profil und gleiche Farbe wie die vorhandene Dacheindeckung wählen – das wirkt am stimmigsten.
- Sehr flaches Pultvordach (unter 5°): Stegplatten mit ausreichend Gefälle oder bei nahezu 0° eine EPDM-Dachfolie.
- Bogenvordach (gerundet): Flexible PVC- oder Polycarbonat-Wellplatten lassen sich in die klassische Vordach-Rundung biegen.
- Anschluss & Abschluss: Wandanschlussprofil und passende Kantteile sorgen für den dauerhaft dichten Übergang zur Wand und an der Traufe.
Transparent oder massiv – was passt zu Ihrem Vordach?
Die Grundsatzfrage beim Vordach ist Licht gegen Optik:
- Transparent (Stegplatten / Glasoptik): Lässt Tageslicht in den Eingang, wirkt leicht. Glasklar oder lichtstreuend – leichter und schlagzäher als Echtglas.
- Massiv (Profilblech): Blickdicht, witterungsfest, in vielen RAL-Farben – passt sich an ein bestehendes Metalldach an.
- Faustregel: Dunkler Eingang → transparent · Optik soll zum Hausdach passen → Profilblech. Bei Grenzfällen entscheidet der Geschmack.
Wandanschluss & Entwässerung: die Schwachstellen am Vordach
Ein Vordach hält oder fällt am Übergang zur Hauswand und an der Entwässerung. Diese drei Punkte entscheiden über ein dichtes Ergebnis:
- Wandanschluss: Ein Wandanschlussprofil wird in eine Putzfuge geführt – nie nur oben aufgeklebt. So läuft kein Wasser hinter die Eindeckung.
- Gefälle & Tropfkante: Mindestens 3–5° Neigung von der Wand weg, vorne ein definierter Abschluss, damit das Wasser kontrolliert abtropft.
- Optional Mini-Dachrinne: Bei stark genutzten Eingängen leitet eine kleine Rinne das Traufwasser gezielt ab – siehe Projektseite Dachrinne nachrüsten.
Typische Vordach-Formen und die passende Eindeckung
Bei Vordächern über Haustür, Neben- oder Terrassentür dominieren vier Formen. Welches Material passt, sehen Sie hier kurz zusammengefasst:
Pultvordach
Die häufigste Form, einseitig geneigt. Stegplatten für Licht oder Trapezblech massiv – Gefälle weg von der Wand.
Sattel- & Spitzvordach
Symmetrisch über der Tür. Pfannenbleche in Ziegeloptik oder Stegplatten als helles Giebeldach.
Bogenvordach
Klassisch gerundet. Flexible PVC- oder Polycarbonat-Wellplatten lassen sich in die Rundung biegen.
Flachvordach
Nahezu waagerecht (0–5°). EPDM-Dachfolie dichtet nahtlos ab, ab ca. 5° gehen auch Stegplatten.
Tipp: Die Dachneigung bestimmt das Material. Faustregel – unter 5° EPDM, ab 5° Stegplatten oder Profilblech.
Vordach selbst bauen: Schritt für Schritt
Ein Vordach lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick gut in Eigenmontage bauen. Im Idealfall arbeiten Sie zu zweit. Detaillierte Anleitungen finden Sie in den Montageanleitungen für Profilbleche.
- Aufmaß & Gefälle festlegen: Breite und Auskragung bestimmen, mindestens 3–5° Neigung von der Wand weg einplanen. Platten zentimetergenau auf Maß bestellen spart Verschnitt.
- Unterkonstruktion & Wandbefestigung: Tragwerk (Sparren/Pfetten) bauen und mit geeigneten Dübeln tragfähig in der Wand verankern. Untergrund auf Tragfähigkeit prüfen.
- Verlegeprofile / Lattung setzen: Bei transparenter Eindeckung die Alu-Verlegeprofile montieren; bei Profilblech die Lattung nach Sparrenabstand ausrichten.
- Eindeckung verlegen: Stegplatten in die Profile einlegen, UV-Schutzseite nach oben; Profilbleche von unten nach oben mit Bohrschrauben und Kalotten befestigen. Aus der Praxis im Blog: Wie verlegt man Trapezbleche richtig?
- Wandanschluss & Abschlüsse: Wandanschlussprofil in die Putzfuge einführen, vordere Abschluss- bzw. Traufenprofile setzen, optional eine kleine Dachrinne anschließen.
Planungstipps für ein langlebiges Vordach
Beachten Sie diese Faktoren vor der Bestellung:
- Mindestgefälle: 3–5° von der Wand weg. Stegplatten je nach Profil ab ca. 5°, EPDM-Folie bis nahezu 0°. Genaue Werte in den Datenblättern.
- Wandanschluss formschlüssig: Immer mit Wandanschlussprofil in die Putzfuge – nicht nur mit Silikon aufkleben.
- UV-Schutz nach oben: Bei Stegplatten die gekennzeichnete UV-Seite nach außen verlegen, sonst vergilbt die Platte.
- Schnee- & Windlast: Bei größerer Auskragung Statik und regionale Schneelast berücksichtigen – im Zweifel Profil-Stärke und Profilabstand erhöhen.
- Werkzeug für Metallbleche: Knabber oder Blechschere – niemals Winkelschleifer, da die Hitze die Verzinkung zerstört.
- Optik abstimmen: Farbe und Profil idealerweise auf Hausdach, Haustür oder Terrassenüberdachung abstimmen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Vordach
Das hängt vom Lichtbedarf ab: Für einen hellen Eingang sind Stegplatten oder transparente Massivplatten ideal. Soll das Vordach zum Hausdach passen, eignet sich massives Trapez- oder Stehfalzblech.
Für die meisten Vordächer sind Stegplatten oder Acryl-/Polycarbonat-Platten die bessere Wahl: nahezu Glasoptik, aber deutlich leichter, hagelfest und günstiger. Mehr dazu im Blog: Acrylglas – die Alternative zu Glas.
Planen Sie mindestens 3–5° Gefälle von der Wand weg ein, damit Wasser sicher abläuft. Stegplatten brauchen je nach Profil ab ca. 5°; bei nahezu waagerechten Vordächern ist EPDM-Dachfolie die richtige Lösung.
Ja. Mit Verlegeprofilen bzw. Bohrschrauben ist ein Vordach gut in Eigenmontage machbar – im Idealfall zu zweit. Schritt-für-Schritt-Hilfen finden Sie in den Montageanleitungen.
Über ein Wandanschlussprofil, das in eine Putzfuge geführt wird – nicht nur oben mit Silikon aufkleben. Nur so läuft dauerhaft kein Wasser hinter die Eindeckung ins Mauerwerk.
Stegplatten mit feinzahniger Stich- oder Handkreissäge, Metallbleche mit Knabber oder Blechschere – kein Winkelschleifer, da die Hitze die Verzinkung zerstört. Noch einfacher: Material auf Maß bestellen.
Das ist je nach Bundesland und Größe unterschiedlich geregelt. Kleine Vordächer über der Haustür sind häufig verfahrensfrei, verbindlich ist aber die jeweilige Landesbauordnung – im Zweifel kurz beim örtlichen Bauamt nachfragen.
Viele weitere Fragen und Antworten finden Sie auf der FAQ-Seite zu Lichtplatten und unter FAQ Profilbleche. Technische Fachbegriffe von A bis Z erklären wir im Fachglossar.
Vordach selbst bauen: Stegplatten, Profilblech & Anschluss passgenau geliefert
Transparente Stegplatten für einen hellen Eingang oder massives Profilblech passend zum Hausdach – beides inklusive Verlegeprofilen, Schrauben, Dichtungen und Wandanschluss. Zentimetergenau auf Maß und für die Eigenmontage vorbereitet.
Letzte Aktualisierung: 29. Juni 2026
Technisch geprüft von: Grimberg GmbH (Kontakt)










