Modernes Vordach aus klaren Stegplatten über einer Haustür
Bauprojekt
Ihr VORDACH
selbst bauen – hell oder massiv

Stegplatte für Licht im Eingang oder Blech für die geschlossene Variante – beides zentimetergenau auf Maß.

Lichtdurchlässig oder blickdicht Die Wahl für Eigenmontage Zentimetergenau auf Maß geliefert

Vordach selbst bauen: Material, Eindeckung & Eigenmontage

Welches Material zu Ihrem Vordach passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Licht in den Eingang fallen soll: Für einen hellen Eingangsbereich eignen sich lichtdurchlässige Stegplatten oder transparente Massivplatten in Glasoptik. Soll das Vordach optisch zum Hausdach passen, decken Sie es massiv mit Trapezblech, Pfannenblech oder Stehfalzblech ein.

  • Stegplatten & Glasoptik: Lichtdurchlässige Eindeckung für einen hellen Hauseingang – leichter und hagelfester als Echtglas.
  • Trapez- & Stehfalzblech: Robuste, massive Optik – ideal, wenn das Vordach zum Metalldach des Hauses passen soll.
  • Eigenmontage: Schritt für Schritt für Heimwerker – inkl. Gefälle-, Verlegeprofil- und Wandanschluss-Tipps. Alle Online-Anleitungen im Überblick: Montageanleitungen.

Von der Platte über die Verlegeprofile bis zum Wandanschluss liefern wir Ihnen das passende Material zentimetergenau auf Maß. Starten Sie hier Ihre Planung für ein langlebiges Vordach.

Maurice Grimberg
Geschäftsführer
„Der häufigste Pfusch am Vordach: Die Eindeckung wird oben einfach mit Silikon an die Hauswand geklebt. Nach ein, zwei Wintern reißt die Fuge und Wasser läuft hinter die Platte ins Mauerwerk. Profi-Lösung ist ein Wandanschlussprofil, das in den Putz eingeführt wird – formschlüssig, nicht klebeschlüssig.“

Aus der Beratungspraxis: typischer Vordach-Fall

Häufiger Fall: Kunde möchte ein Echtglas-Vordach über der Haustür, der Glaser ruft für die kleine Fläche einen vierstelligen Preis auf – plus schwere Unterkonstruktion und Montagetermin.

Für die meisten Vordächer ist das überdimensioniert. Eine 16-mm-Polycarbonat-Stegplatte (klar) kommt der Glasoptik sehr nahe, ist aber ein Bruchteil des Gewichts, hagelfest und in Eigenmontage in wenigen Stunden gesetzt. Verlegt wird sie in Alu-Verlegeprofilen – das ist die saubere, dauerhaft dichte Lösung; wie das im Detail aussieht, zeigt die Anleitung Stegplatten verlegen. Praxisvergleich im Blog: Acrylglas – die Alternative zu Glas.

Ein Detail, das oft fehlt: Vordächer sind meist sehr flach (Pultneigung 3–7°). Das Gefälle muss zwingend von der Hauswand weg zeigen, und die Platte gehört mit der UV-geschützten Seite nach oben – Polycarbonat ist einseitig UV-stabilisiert, der Aufdruck auf der Schutzfolie kennzeichnet die Außenseite. Wird sie verkehrt herum montiert, vergilbt und versprödet die Platte nach wenigen Jahren.

Genau diese flache Neigung schränkt aber die Materialwahl ein – und das wird regelmäßig übersehen: Für Stegplatten lässt Scobalit 7° zu, VLF/Salux fordert 10° – wer mit 10° plant, liegt bei beiden richtig. Wellplatten gehen ab 7°, Regeldachneigung ist auch dort 10°. Trapezblech ist ab 3° zulässig (Regel 7°), unter 5° allerdings nur mit Bahnen in einem Stück, weil dort kein Querstoß mehr erlaubt ist. Wer flacher baut, landet bei EPDM-Dachfolie.

Anonymisierter Beratungsfall – typisches Muster aus unseren Kundengesprächen.

Welches Material passt zu welchem Vordach?

Der Lichtbedarf und die Optik Ihres Hauses entscheiden, welches Material sich anbietet. Hier die wichtigsten Kombinationen:

Hochwertige Hersteller in unserem Sortiment
Hersteller Weckman: Profilbleche
Hersteller Polmetal: Profilbleche
Hersteller Salux: Lichtplatten
Hersteller VLF: Kunststoffe
Hersteller Scobalit: Lichtplatten
Hersteller Plastmo: Dachrinnen
Hersteller Klez: Profile
Hersteller Tytane: EPDM Folie
Hersteller DACHPROTECT: EPDM

Transparent oder massiv – was passt zu Ihrem Vordach?

Die Grundsatzfrage beim Vordach ist Licht gegen Optik:

Wandanschluss & Entwässerung: die Schwachstellen am Vordach

Ein Vordach hält oder fällt am Übergang zur Hauswand und an der Entwässerung. Diese vier Punkte entscheiden über ein dichtes Ergebnis:

  • Wandanschluss: Ein Wandanschlussprofil wird mechanisch an der Wand befestigt – nie nur oben aufgeklebt. Die tragende Abdichtung ist ein dauerelastisches Komprimierband zwischen Blechschenkel und Wand; Varianten mit oberer Abkantung werden zusätzlich in eine Putznut gesetzt oder mit Mörtel eingebettet.
  • Gefälle & Tropfkante: Mindestens 3–5° Neigung von der Wand weg, damit das Wasser überhaupt abläuft – welches Material Sie einsetzen dürfen, hängt an dieser Zahl. Vorne sorgt ein Traufenblech für die definierte Abtropfkante.
  • Seitenkanten: Offene Schnittkanten am Ortgang sind die zweite Wasser-Eintrittsstelle. Ein Ortgangwinkel schließt sie ab und schützt die Unterkonstruktion vor seitlichem Windangriff.
  • Optional Mini-Dachrinne: Bei stark genutzten Eingängen leitet eine kleine Rinne das Traufwasser gezielt ab – siehe Projektseite Dachrinne nachrüsten und die Anleitung Dachrinne montieren.
Passende Kantteile ansehen

Typische Vordach-Formen und die passende Eindeckung

Bei Vordächern über Haustür, Neben- oder Terrassentür dominieren vier Formen. Welches Material passt, sehen Sie hier kurz zusammengefasst:

Pultvordach

Die häufigste Form, einseitig geneigt. Stegplatten für Licht oder Trapezblech massiv – Gefälle weg von der Wand, Neigung entsprechend dem gewählten Material.

Sattel- & Spitzvordach

Symmetrisch über der Tür. Pfannenbleche in Ziegeloptik (Pfannenblech verlegen) oder Stegplatten als helles Giebeldach.

Bogenvordach

Klassisch gerundet. PVC- oder Polycarbonat-Wellplatten lassen sich in Grenzen in die Rundung biegen – Radius nach Herstellerangabe. Verlegung: Wellplatten verlegen.

Flachvordach

Nahezu waagerecht (0–5°). EPDM-Dachfolie dichtet nahtlos ab und ist hier die sichere Wahl; Trapezblech ist ab 3° zulässig, aber nur ohne Querstoß. Stegplatten kommen erst ab 7° in Frage.

Die Dachneigung bestimmt das Material – und zwar materialgenau: unter 3° nur EPDM · Trapezblech ab 3° (Regel 7°), unter 5° ohne Querstoß, zwischen 5° und 7° Querstoß nur mit Dichtband, unter 10° Dichtband auch in die Längsüberlappung · Wellplatten ab 7° (Regel 10°) · Stegplatten ab 7° (Scobalit) bzw. 10° (VLF/Salux).

Vordach selbst bauen: Schritt für Schritt

Ein Vordach lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick gut in Eigenmontage bauen. Im Idealfall arbeiten Sie zu zweit. Die passenden Online-Anleitungen finden Sie unter Montageanleitungen, die Hersteller-Dokumente als PDF für Profilbleche und PDF für Lichtplatten.

  1. Aufmaß & Gefälle festlegen: Breite und Auskragung bestimmen, mindestens 3–5° Neigung von der Wand weg einplanen – und die Neigung mit dem Material abgleichen. Platten zentimetergenau auf Maß bestellen spart Verschnitt.
  2. Unterkonstruktion & Wandbefestigung: Tragwerk (Sparren/Pfetten) bauen und mit geeigneten Dübeln tragfähig in der Wand verankern. Untergrund auf Tragfähigkeit prüfen.
  3. Verlegeprofile / Lattung setzen: Bei transparenter Eindeckung die Alu-Verlegeprofile montieren – sie sind nicht freitragend und müssen auf ganzer Länge aufliegen (Stegplatten verlegen); bei Profilblech die Lattung nach Sparrenabstand ausrichten.
  4. Eindeckung verlegen: Stegplatten in die Profile einlegen, UV-Schutzseite nach oben; Profilbleche von unten nach oben mit Bohrschrauben und Kalotten auf dem Wellenberg befestigen (Trapezblech verlegen). Bei Wellplatten gibt der Artikel das System vor: Abstandhalter unter dem Wellenberg bei PVC, PET und dünnen Platten, Kalotten obendrauf bei 3-mm-Acryl. Vorgebohrt wird immer – bei PVC/PET 4–5 mm größer als der Schraubenschaft, bei Kalotten-Montage 14 mm. Hintergrund im Blog: Unterkonstruktion von Trapezblechen
  5. Wandanschluss & Abschlüsse: Wandanschlussprofil mit dauerelastischem Komprimierband an die Wand setzen (abgekantete Varianten zusätzlich in die Putznut), vorderes Traufenblech und seitliche Ortgangwinkel setzen, optional eine kleine Dachrinne anschließen.

Planungstipps für ein langlebiges Vordach

Beachten Sie diese Faktoren vor der Bestellung:

  • Mindestgefälle je Material: 3–5° von der Wand weg als hydraulisches Minimum. Darüber entscheidet das Material: Stegplatten 7° (Scobalit) bis 10° (VLF/Salux), also 12–18 cm/m, Wellplatten ab 7°, Regel 10°, Trapezblech ab 3°, Regel 7° – unter 5° ohne Querstoß, zwischen 5° und 7° Querstoß nur mit Dichtband, unter 10° Dichtband auch in die Längsüberlappung. EPDM-Folie geht bis nahezu 0°. Genaue Werte in den Datenblättern.
  • Wandanschluss formschlüssig: Immer mit Wandanschlussprofil und dauerelastischem Komprimierband – nicht nur mit Silikon aufkleben.
  • UV-Schutz nach oben: Bei Stegplatten die gekennzeichnete UV-Seite nach außen verlegen, sonst vergilbt die Platte.
  • Schnee- & Windlast: Bei größerer Auskragung Statik und regionale Schneelast berücksichtigen – im Zweifel Profil-Stärke und Profilabstand erhöhen.
  • Werkzeug für Stahlbleche: Knabber oder Blechschere – niemals Winkelschleifer, da die Hitze die Verzinkung zerstört.
  • Optik abstimmen: Farbe und Profil idealerweise auf Hausdach, Haustür oder Terrassenüberdachung abstimmen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Vordach

Welches Material eignet sich am besten für ein Vordach?

Das hängt vom Lichtbedarf ab: Für einen hellen Eingang sind Stegplatten oder transparente Massivplatten ideal. Soll das Vordach zum Hausdach passen, eignet sich massives Trapez- oder Stehfalzblech. Prüfen Sie vorher die geplante Dachneigung – sie schränkt bei sehr flachen Vordächern die Materialwahl stark ein.

Echtglas oder Kunststoff fürs Vordach?

Für die meisten Vordächer sind Stegplatten oder Acryl-/Polycarbonat-Platten die bessere Wahl: nahezu Glasoptik, aber deutlich leichter, hagelfest und günstiger. Mehr dazu im Blog: Acrylglas – die Alternative zu Glas.

Welche Dachneigung braucht ein Vordach?

Planen Sie mindestens 3–5° Gefälle von der Wand weg ein, damit Wasser sicher abläuft. Welches Material dann möglich ist, hängt an dieser Neigung: Stegplatten lässt Scobalit ab zu, VLF/Salux fordert 10°; Wellplatten gehen ab 7° bei einer Regeldachneigung von 10°. Trapezblech ist ab 3° zulässig (Regel 7°) – unter 5° ohne Querstoß, zwischen 5° und 7° nur mit Dichtband im Stoß. Bei nahezu waagerechten Vordächern bleibt die EPDM-Dachfolie.

Kann ich ein Vordach selbst bauen?

Ja. Mit Verlegeprofilen bzw. Bohrschrauben ist ein Vordach gut in Eigenmontage machbar – im Idealfall zu zweit. Schritt-für-Schritt-Hilfen finden Sie in unseren Online-Anleitungen Stegplatten verlegen und Trapezblech verlegen sowie in den PDF-Montageanleitungen.

Wie schließe ich das Vordach an die Hauswand an?

Über ein Wandanschlussprofil, das mechanisch an der Wand befestigt wird – nicht nur oben mit Silikon aufkleben. Die tragende Abdichtung ist ein dauerelastisches Komprimierband zwischen Blechschenkel und Wand, abgekantete Varianten werden zusätzlich in eine Putznut gesetzt. Nur so läuft dauerhaft kein Wasser hinter die Eindeckung ins Mauerwerk.

Wie schneide ich Platten und Bleche fürs Vordach zu?

Stegplatten mit feinzahniger Stich- oder Handkreissäge, Stahlbleche mit Knabber oder Blechscherekein Winkelschleifer, da die Hitze die Verzinkung zerstört. Ausführlich im Blog: Lichtplatten richtig zuschneiden. Noch einfacher: Material auf Maß bestellen.

Braucht ein Vordach eine Baugenehmigung?

Das ist je nach Bundesland und Größe unterschiedlich geregelt. Kleine Vordächer über der Haustür sind häufig verfahrensfrei, verbindlich ist aber die jeweilige Landesbauordnung – im Zweifel kurz beim örtlichen Bauamt nachfragen.

Noch technische Fragen?

Viele weitere Fragen und Antworten finden Sie auf der FAQ-Seite zu Lichtplatten und unter FAQ Profilbleche. Alle Online-Anleitungen im Überblick: Montageanleitungen. Technische Fachbegriffe von A bis Z erklären wir im Fachglossar.

Vordach selbst bauen: Stegplatten, Profilblech & Anschluss passgenau geliefert

Transparente Stegplatten für einen hellen Eingang oder massives Profilblech passend zum Hausdach – beides inklusive Verlegeprofilen, Schrauben, Dichtungen und Wandanschluss. Zentimetergenau auf Maß und für die Eigenmontage vorbereitet.

Passende Stegplatten
Glasklare Massivplatten
Passende Trapezbleche

Letzte Aktualisierung: 13. August 2026
Technisch geprüft von: Maurice Grimberg, Geschäftsführer (Kontakt)