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Schmale Bahnen mit aufrechtem Falz für Dach und Fassade – von Weckman und Polmetal, zentimetergenau von 0,15 bis 7,00 m gefertigt.
Stehfalzblech: Systeme, Befestigung & Montage im technischen Überblick
Ein Stehfalzblech ist die moderne Lösung für Dach und Fassade, bei der senkrecht aufgestellte Falze die benachbarten Bleche wasserdicht miteinander verbinden. Dank innovativer Klick-Systeme lassen sich Stehfalzbleche heute ohne das aufwendige klassische Handfalzen verlegen. Auf dieser Seite finden Sie alle technischen Grundlagen – von der Systemwahl (Weckman oder Polmetal) über die Unterkonstruktion bis zur fachgerechten Montage.
- Zwei Systeme: Weckman 33/500 mit sichtbarer Schraubbefestigung und Polmetal PD-510 S mit verdeckter Klick-Befestigung.
- Unterkonstruktion: Vollschalung oder Lattung – die Wahl hängt von Profil, Dachneigung und statischer Anforderung ab.
- Dilatation beachten: Stahl dehnt sich bei Temperaturwechsel aus – Langlöcher und spannungsfreie Montage sind Pflicht.
Ob Wohnhaus, Carport oder Fassade: Stehfalzbleche bieten zeitlose Ästhetik mit technischer Robustheit. Alle Produkte finden Sie direkt im Stehfalzblech-Shop.
„Mindestneigung 7 bis 8 Grad und eine strukturierte Trennlage darunter – das sind die zwei Werte, an denen die Langlebigkeit eines Stehfalzdaches hängt. Flachere Dächer führen zu Stauwasser an den Falzen, fehlende Trennlage zu Kondenswasser-Schäden an der Holzschalung. Beides ist vermeidbar.“
Wo werden Stehfalzbleche eingesetzt?
Stehfalzbleche sind die Premium-Wahl bei moderner Architektur – die senkrechten Falze sorgen für eine klare Linienführung, die sich gleichermaßen auf Dach und Fassade einsetzen lässt:
- Wohnhaus-Dach: Pult- und Satteldächer mit zeitloser, hochwertiger Anmutung – die Premium-Alternative zu Trapez- oder Pfannenblech.
- Stehfalzblech-Fassade: Vertikal montierte, hinterlüftete Fassade – architektonischer Blickfang mit dauerhaftem Witterungsschutz.
- Carport & Gartenhaus: Wertige Eindeckung, die sich klar von Standard-Trapezblechen abhebt – siehe Carport-Dach und Gartenhaus-Dach.
- Gewerbebau: Repräsentative Dach- und Wandverkleidungen für Bürogebäude und moderne Hallen.
Die beiden Stehfalzblech-Systeme im direkten Vergleich
Bei DWZ führen wir zwei etablierte Stehfalz-Systeme, die sich in der Befestigungsart fundamental unterscheiden – und darüber hinaus auch im Sortiment: Aluminium sowie 0,63 und 0,75 mm Stahl gibt es ausschließlich beim Weckman-System, die Premium-Beschichtungen PURLAK® und PURMAT® ausschließlich beim Polmetal PD-510 S. Die Systementscheidung treffen Sie nach Optik, Dachneigung und Anspruch an die Montage:
Weckman 33/500 (Esthetica)
- Profilhöhe: 33 mm
- Nutzbreite: 500 mm | Plattenbreite: 548 mm
- Längen: 0,15 m – 7,00 m
- Stärken: 0,50 / 0,63 / 0,75 mm (Stahl) · 0,70 mm (Aluminium)
- Befestigung: A2-Edelstahlschrauben sichtbar, wahlweise im Obergurt oder im Untergurt
- Prägungen: Flach (33/500-LE) · Trapez (33/500-LR)
Polmetal PD-510 S
- Profilhöhe: 25 mm
- Nutzbreite: 510 mm | Plattenbreite: 550 mm
- Längen: 0,50 m – 7,00 m
- Stärken: 0,50 mm (Stahl)
- Befestigung: Verdeckt über vorgestanzte Lochleiste (Klick-System)
- Prägungen: Flach · Mikro · Nano · Trapez
Wie beide Systeme Schritt für Schritt montiert werden, zeigt unsere Anleitung Stehfalzblech verlegen. Eine ausführliche Gegenüberstellung mit Montage-Fotos finden Sie zusätzlich im Blog-Beitrag Stehfalzbleche – wie befestigt man sie richtig?.
Welche Prägung passt zu Ihrer Architektur?
Während die Befestigungsart die Technik bestimmt, prägt die Sicken-Profilierung zwischen den Stehfalzen die Optik der Dach- oder Fassadenfläche. Flache Bleche haben eine ruhige, moderne Linienführung; strukturierte Prägungen reduzieren zusätzlich sogenannte „Ölkanter“ (leichte Oberflächenwellen bei dünnen Blechen) und wirken lebendiger:
| Prägung | Charakter | Optik-Effekt | Verfügbar bei |
|---|---|---|---|
| Flach | Vollkommen glatte Sichtfläche | Ruhigste, klarste Linienführung – betont die Stehfalze | Polmetal PD-510 S · Weckman 33/500-LE |
| Trapez | Feine trapezförmige Sicken | Klassische Stehfalz-Anmutung, höhere Oberflächenstabilität | Polmetal PD-510 S · Weckman 33/500-LR |
| Mikro | Feine wellenförmige Mikro-Sicken | Dezent strukturiert – Kompromiss zwischen Flach und Trapez | Polmetal PD-510 S |
| Nano | Ultrafeine wellenförmige Sicken | Optisch fast wie Flach, aber wellenresistenter | Polmetal PD-510 S |
Tipp: Bei Stahlblechen ab 0,50 mm Stärke und moderner Beschichtung ist der Unterschied zwischen Flach und Nano optisch minimal – bei dünneren Blechen (0,40 mm) oder großen Flächen sorgt eine Prägung für ein deutlich ruhigeres Erscheinungsbild.
Unterkonstruktion für Stehfalzbleche – worauf müssen Sie achten?
Die Unterkonstruktion ist bei Stehfalzblechen mindestens so wichtig wie die Bleche selbst. Anders als Trapezbleche mit hoher Eigensteifigkeit überträgt ein Stehfalzblech Lasten auch über die flächige Auflage – und zeigt Unebenheiten der Unterkonstruktion schnell an der Oberfläche.
- Schalung (bevorzugt): Für das Polmetal PD-510 S gibt der Hersteller eine Bretterschalung 32 × 80–120 mm bzw. 25 × 100–120 mm im Abstand von 20–30 cm auf Konterlatten vor; eine Vollschalung ist ebenso zulässig. Beim Weckman 33/500 gehört ab 0,75 mm Materialstärke auf eine Vollverschalung eine strukturierte Trennlage mit wasserabführender Schicht.
- Lattung (alternativ): Beim Weckman 33/500 liegt der Regelabstand bei 400 mm, der Stützabstand bei maximal 40 cm. Werden beim PD-510 S statt der Bretterschalung Latten 40 × 50 mm verwendet, verdichtet sich der Abstand auf 15–20 cm – je flacher das Dach, desto enger. Wichtig: Die Lattenoberseite muss exakt in einer Ebene liegen, sonst zeichnen sich die Latten als Wellen in der Fläche ab.
- Mindestdachneigung: Sie hängt am System: Das verdeckt geschraubte Polmetal PD-510 S ist ab 8° (13,96 cm/m) zugelassen, das sichtbar geschraubte Weckman 33/500 erst ab 15° (26,18 cm/m) – darunter ist das Profil nicht freigegeben.
- Traufe & First: An der Traufe wird das Stehfalzblech mit einem umgekanteten Tropfblech abgeschlossen. Am First schließt ein belüftetes oder geschlossenes Firstblech sauber ab.
- Max. Tafellänge: Wir fertigen bis 7,00 m zentimetergenau auf Maß – idealerweise ein Paneel in einem Stück von Traufe bis First. Darüber wird gestoßen: beim PD-510 S über eine zusätzliche Startleiste, beim Weckman 33/500 als Querstoß, ab 6 m Tafellänge als Schiebestoß.
Wie Unterkonstruktion, Trennlage und Befestigung im Ablauf zusammenspielen, zeigt unsere Anleitung Stehfalzblech verlegen. Details zur Montage auf komplexen Dachformen finden Sie im Blog Stehfalz für komplexe Dachformen.
Stehfalzblech mit Klick-System vs. klassisches Handfalz-Dach
Das klassische Stehfalz-Dach wird traditionell vor Ort vom Klempner oder Dachdecker per Hand oder Maschine gefalzt. Moderne Klick-Systeme wie Polmetal PD-510 S und die sichtbare Schraubbefestigung von Weckman 33/500 bieten die gleiche Optik bei deutlich geringerem Aufwand:
| Eigenschaft | Stehfalzblech mit Klick-/Schraubsystem | Klassisches Handfalz-Dach |
|---|---|---|
| Montagegeschwindigkeit | Hoch – großflächige Tafeln bis 7 m | Gering – aufwendiges Kanten vor Ort |
| Handwerker-Bedarf | Auch für geübte Heimwerker machbar | Klempnerausbildung zwingend erforderlich |
| Werkzeug | Akkuschrauber, Blechschere, Knabber | Falzmaschine, Kantenzange, Falzhebel |
| Kosten gesamt | Deutlich günstiger (Lohnanteil) | Höher durch Fachhandwerkeranteil |
| Fehlerrisiko | Gering – werkseitig vorgefertigt | Höher – Falzqualität abhängig vom Handwerker |
| Dichtigkeit | Absolut regendicht (bei korrekter Montage) | Absolut regendicht (bei korrekter Ausführung) |
| Ästhetik | Identisch – von weitem nicht unterscheidbar | Identisch |
| Lebensdauer | Über 30 Jahre je nach Beschichtung | 25–50 Jahre je nach Material/Beschichtung |
| Maßanfertigung | Zentimetergenau ab Werk bis 7 m | Auf der Baustelle individuell gekantet |
Die Wahl des klassischen Handfalz-Dachs ergibt heute vor allem bei denkmalgeschützten Objekten oder Sonderdetails (z. B. Kaminanschlüsse, Gauben) Sinn. Für Standarddächer und Fassaden sind Klick-Systeme die wirtschaftlichere und schnellere Lösung.
Wie werden Stehfalzbleche montiert?
Die Montage eines Stehfalzblechs unterscheidet sich je nach System – bei beiden gilt aber: Dilatation ist das entscheidende Thema. Ein zu fest angezogenes Stehfalzblech wirft bei der ersten Sommerhitze Wellen:
- Dilatation: Stahl dehnt sich um ca. 1,2 mm/m, Aluminium um ca. 2,3 mm/m bei 100 °C Temperaturhub. Bei 6 m Tafellänge und Alu sind das bis zu 13 mm Längung – die das Blech über die Langlöcher frei ausgleichen muss.
- Polmetal (verdeckt): Flachkopfschraube mittig in jede werkseitige Montageöffnung der Befestigungsleiste – bis zum Anschlag eindrehen, dann eine halbe Umdrehung lösen. Der nächste Falz klickt darüber ein und verdeckt die Schrauben komplett.
- Weckman (sichtbar): A2-Edelstahlschrauben wahlweise im Obergurt (6,0/6,5 × 75 mm, mit oder ohne Kalotte) oder im Untergurt (6,0 × 38 mm). Die Schraube sitzt im rechten Winkel, die Dichtscheibe bündig – weder gequetscht noch lose.
- Zuschnitt: Ausschließlich kalte Trennverfahren (Knabber/Nibbler oder Blechschere) verwenden. Ein Winkelschleifer zerstört die Verzinkung und führt zu Rostbildung an der Schnittkante.
- Verlegerichtung: Immer gegen die Hauptwindrichtung verlegen, damit die Klick-Kante windgeschützt liegt. An der Traufe mit einem Überstand von 4–5 cm beginnen.
Welches Material ist besser: Stahl oder Aluminium?
Bei Stehfalzblechen hat die Materialwahl – anders als bei Trapezblechen – vor allem Auswirkungen auf die Dilatation und die Korrosionsbeständigkeit. Das Gewicht ist bei den schlanken Profilen nur sekundär relevant:
- Stehfalzblech Stahl: Wirtschaftlich, hochfest, geringere thermische Ausdehnung (1,2 mm/m), Güte S280GD mit 275 g/m² Verzinkung. Der Klassiker für Wohnhäuser, Carports und Schneelastregionen. 0,50 mm führen beide Systeme, 0,63 und 0,75 mm ausschließlich das Weckman 33/500.
- Stehfalzblech Aluminium: Absolut rostfrei, keine Galvanisierung nötig und mit 2,40 gegen 5,25 kg/m² gut die Hälfte leichter als dasselbe Profil in Stahl. Erste Wahl für Küstenregionen, Schwimmbäder oder Fassaden. Bei uns ausschließlich als Weckman 33/500 in 0,70 mm mit 25 µm Polyester. Achtung: rund doppelt so hohe Dilatation wie Stahl – bei großen Flächen auf Tafellänge begrenzen.
Welche Beschichtungen gibt es und was leisten sie?
Bei Stehfalzblechen steht die Optik besonders im Vordergrund – die glatte Fläche zeigt Farbfehler oder Ausbleichen schonungslos. Gleichzeitig spielt die Oberflächenspannung der Beschichtung eine Rolle, denn matte Oberflächen reduzieren optische Unruhe (Ölkanter) bei großen Flächen:
- 25 µm Polyester (Standard): Glänzende Oberfläche, solider Korrosionsschutz. Ausreichend für normale Standorte, 10 Jahre Farbgarantie.
- 35 µm Mattpolyester: Matte, strukturierte Oberfläche – optisch deutlich edler bei Stehfalz. Reduziert Spiegelungen und Ölkanter. 15 Jahre Farbgarantie.
- 50 µm PURMAT® / PURLAK® (Premium): Polyurethan-Matt-Beschichtung mit exzellenter UV-Beständigkeit und seidenmatter Anmutung. 30 Jahre Farbgarantie – im Stehfalz-Sortiment ausschließlich beim Polmetal PD-510 S.
- 60 µm Puramid / 80 µm Shimoco (Deluxe): Höchste Schichtdicken für industrielle Umgebungen, Küstenlagen und maximale Langlebigkeit, bis zu 30 Jahre Farbgarantie – im Stehfalz-Sortiment ausschließlich beim Weckman 33/500.
Was bringt die Option mit Anti-Tropf-Vlies?
Bei Stehfalzblechen ist Anti-Tropf-Vlies besonders wirkungsvoll, da die großen glatten Flächen Regengeräusche stärker übertragen als profilierte Bleche. Zwei Gewichtsklassen stehen zur Auswahl:
- 700 g/m² Vlies: Standardlösung für Carports, Gartenhäuser und Nebengebäude. Speichert Kondenswasser und verhindert Abtropfen auf Lagergut oder Fahrzeuge.
- 1.000 g/m² Vlies: Erhöhte Speicherkapazität für Wohngebäude, Büros oder schalltechnisch sensible Bereiche – im Stehfalz-Sortiment ausschließlich beim Weckman 33/500 erhältlich.
- Korrosionsschutz: Das Vlies schützt zudem die Metallunterseite vor Dauerfeuchte – gerade bei Stehfalz-Fassaden ein wichtiger Zusatznutzen.
- Voraussetzungen: Vliesbeschichtete Bleche brauchen mindestens 10° Dachneigung, eine belüftete Konstruktion mit Öffnungen an Traufe und First sowie eine Kapillarsperre an der Traufe.
Technische Dokumentation & Planung
Für eine fachgerechte Ausführung Ihres Stehfalzblech-Projekts stellen wir Ihnen umfangreiche Planungshilfen zur Verfügung:
- Statik & Belastungstabellen: Unter den technischen Datenblättern finden Sie Belastungstabellen, die Garantiebedingungen für Stahl und Aluminium, den Hinweis zu ungünstigen Längen sowie zwei Schalltests bei Regen.
- Montage: Unsere Online-Anleitung Stehfalzblech verlegen in 6 Schritten führt Sie mit Bedarfsrechner und Herstellerwerten durch die Verlegung beider Systeme.
- Hersteller-PDFs: Die Original-Montageanleitungen von Weckman und Polmetal zum Herunterladen.
- Konfiguration: Nutzen Sie den Dach- und Wand-Planer für eine exakte Materialliste inkl. Kantteilen und Zubehör.
- Grundlagen: Technische Begriffe von A bis Z erklären wir im Fachglossar für Dach und Wand.
- Video-Ratgeber: Aus der Praxis und Erklärvideos zu allen Produkten in unserer Video-Galerie.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Stehfalzblechen
Die Befestigung hängt vom System ab: Polmetal PD-510 S wird über Flachkopfschrauben in der vorgestanzten Lochleiste verdeckt befestigt – der nächste Falz klickt darüber und verdeckt die Schrauben. Weckman 33/500 wird mit A2-Edelstahlschrauben sichtbar verschraubt, wahlweise im Obergurt oder im Untergurt. Beim PD-510 S gilt die Herstellerregel: Schraube bis zum Anschlag eindrehen und dann eine halbe Umdrehung lösen, damit sich das Paneel bei Temperaturschwankungen ungehindert dehnen kann. Den kompletten Ablauf zeigt unsere Anleitung Stehfalzblech verlegen.
Das hängt vom System ab: Das verdeckt geschraubte Polmetal PD-510 S ist ab 8 Grad Dachneigung (13,96 cm/m) zugelassen – die geschlossene Falzgeometrie ohne Durchdringungen in der Wasserebene macht die flache Neigung möglich. Das sichtbar geschraubte Weckman 33/500 braucht mindestens 15 Grad (26,18 cm/m), weil die Längsüberlappung mit Antikapillarrille auf ausreichenden Wasserablauf angewiesen ist; darunter ist das Profil nicht freigegeben. In flachen Bereichen gehört beim Weckman-System zusätzlich ein Dichtband in den Querstoß.
Der wichtigste Unterschied ist die Befestigungsart: Weckman wird sichtbar verschraubt (Profilhöhe 33 mm, Nutzbreite 500 mm, ab 15° Dachneigung), Polmetal nutzt eine verdeckte Klick-Befestigung (Profilhöhe 25 mm, Nutzbreite 510 mm, ab 8°). Auch die Auswahl unterscheidet sich: Aluminium sowie 0,63 und 0,75 mm Stahl gibt es nur beim Weckman-System, die Prägungen Mikro und Nano nur beim Polmetal PD-510 S.
Metalle dehnen sich bei Temperaturwechsel aus: Stahl um ca. 1,2 mm pro laufendem Meter, Aluminium um ca. 2,3 mm/m bei 100 °C Temperaturhub. Die Langlöcher in der Lochleiste erlauben diese Ausdehnung ohne Spannungsgeräusche oder Verformungen – deshalb dürfen die Schrauben nicht festgezogen werden. Details im Fachglossar.
Für Standardanwendungen wie Carports, Gartenhäuser und Wohnhaus-Dächer genügen 0,50 mm Stahl – die Stärke, die beide Systeme führen. Bei hoher Schneelast, Küstenlagen oder größeren Stützweiten empfehlen wir 0,63 mm oder 0,75 mm; beide gibt es ausschließlich beim Weckman 33/500. Aluminium führen wir – ebenfalls nur beim Weckman-System – in 0,70 mm. Welche Stärke Ihre Stützweite trägt, entnehmen Sie der Belastungstabelle des Herstellers.
Auch das hängt am System: Für den Polmetal PD-510 S gibt der Hersteller eine Bretterschalung 32 × 80–120 mm im Abstand von 20–30 cm auf Konterlatten vor; eine Vollschalung ist ebenfalls zulässig. Beim Weckman 33/500 gilt ein Latten-Regelabstand von 400 mm bei einem Stützabstand von maximal 40 cm – ab 0,75 mm Materialstärke gehört auf eine Vollverschalung eine strukturierte Trennlage. In beiden Fällen muss die Auflagerebene exakt stimmen, sonst zeichnen sich Unebenheiten in der glatten Fläche ab.
Ja, Stehfalzbleche eignen sich hervorragend als vorgehängte, hinterlüftete Fassade. Vertikal montiert sorgen sie für eine moderne, architektonische Optik und schützen die Bausubstanz dauerhaft vor Witterung. Besonders beliebt bei Häusern mit durchgehender Dach-/Wand-Linie, Giebelverkleidungen oder repräsentativen Gewerbebauten.
Stehfalzbleche sind weitgehend wartungsfrei – die glatte Fläche und das Klick-Profil reinigen sich bei Regen größtenteils selbst. Einmal jährlich sollten Sie Laub aus der Dachrinne entfernen und die Dachfläche auf Beschädigungen prüfen. Nutzen Sie zum Betreten niemals Schuhe mit harten Sohlen – detaillierte Hinweise im Blog Wie pflegt man Stehfalzbleche richtig?.
Nicht pauschal: Ausdrücklich für Photovoltaik freigegeben sind bei uns die Weckman-Bleche in 0,75 mm mit 60 µm Puramid – alle übrigen Stehfalz-Varianten tragen im Artikelstamm das Merkmal „Für Photovoltaikanlagen: Nein“. Der Grund liegt in der Befestigung: Der Polmetal PD-510 S ist ein Klick-Falz, das Weckman 33/500 wird sichtbar verschraubt – welche Modulhalterung passt, hängt also am Profil und ist nicht mit einer Standard-Falzklemme erledigt. Planen Sie eine PV-Anlage, sprechen Sie uns vor der Bestellung an, damit Profil, Materialstärke und Unterkonstruktion zusammenpassen.
Viele weitere Fragen und Antworten finden Sie auf der FAQ-Seite für Profilbleche. Suchen Sie die kaufrelevanten Varianten mit Preisen? Direkt zur Stehfalzblech-Auswahl. Technische Fachbegriffe von A bis Z erklären wir Ihnen im Fachglossar.
Stehfalzblech online auf Maß: verdeckte oder sichtbare Befestigung im Konfigurator
Stehfalzbleche mit verdeckter Klick-Befestigung (Polmetal PD-510 S, ab 8° Dachneigung) oder sichtbarer Verschraubung (Weckman 33/500, ab 15°). Tafeln bis 7 m am Stück lieferbar, mit passenden Anschlussblechen und Dichtungen. System, Prägung und Materialstärke direkt im Konfigurator wählen.
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Letzte Aktualisierung: 13. August 2026
Technisch geprüft von: Maurice Grimberg, Geschäftsführer (Kontakt)










