STEGPLATTEN
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- Einfach zu verlegen
- Viele Farben verfügbar
- Polycarbonat = Hagelsicher
Stegplatten verständlich erklärt – Aufbau, Stärken & Unterkonstruktion im technischen Überblick
Stegplatten – im Fachjargon auch Doppelstegplatten, Stegdoppelplatten, Hohlkammerplatten oder Doppelkammerplatten genannt – sind die Standardlösung für lichtdurchflutete Überdachungen mit Wärmedämmung. Auf dieser Seite finden Sie alle technischen Grundlagen für Stärkenwahl, Materialvergleich, Unterkonstruktion und Montage.
- Stärken & Aufbau: Von Stegdoppel (4,5–16 mm) über Stegdreifach und Stegfünffach (16 mm) bis Stegsiebenfach (25 mm).
- Wärmedämmung: U-Werte von 3,5 W/m²K (6 mm) bis 1,40 W/m²K (25 mm Stegsiebenfach).
- Material & Schutz: Polycarbonat (PC) in allen Stärken, Acryl (PMMA) ausschließlich in 16 mm – mit beidseitigem UV-Schutz für lange Lebensdauer.
Ob Terrasse, Carport, Wintergarten oder Gewächshaus – alle Produkte direkt zur Auswahl finden Sie auf unserer Kaufseite für Stegplatten.
"Achten Sie bei der Montage von Stegplatten zwingend auf die Ausrichtung der UV-geschützten Seite nach außen und verwenden Sie für die unteren Stirnseiten ein diffusionsoffenes Anti-Dust-Tape oder geschlitzte Abschlussprofile, um Kondenswasser sicher abzuführen und Algenbildung in den Kammern zu verhindern."
Wo finden Stegplatten Anwendung?
Stegplatten sind die Standard-Eindeckung überall dort, wo Tageslicht, Dämmung und geringes Gewicht gleichzeitig gefragt sind. Planen Sie Ihr Vorhaben mit unseren spezialisierten Projekt-Ratgebern:
- Terrassenüberdachungen: Witterungsschutz mit Wohnzimmer-Charakter und höchster Lichtausbeute.
- Carports: Robuster Schutz vor Hagel und Schnee für Ihr Auto bei voller Helligkeit.
- Gewächshäuser: Optimale Lichtstreuung und Isolierung für gesundes Pflanzenwachstum.
- Wintergärten: Hohe Isolationswerte (U-Werte) für energieeffiziente Wohnraumerweiterungen.
Stegplatten-Stärken im Detail – Aufbau, U-Wert und Material
Die Plattenstärke und der Aufbau der Hohlkammern bestimmen Wärmedämmung, Lichtdurchlass und Stabilität. Bauphysikalisch gilt: Je dicker die Platte und je mehr Stege, desto besser der U-Wert – und desto höher der Preis. In unserem Sortiment führen wir drei Stärken-Kategorien.
Stegplatten 4,5 – 10 mm
- Aufbau: Stegdoppelplatte (2-wandig) – die klassische Doppelstegplatte mit zwei Außenschichten und einer Hohlkammer-Reihe.
- U-Wert: 6 mm ≈ 3,50 / 10 mm ≈ 3,00 – 3,20 W/m²K.
- Material: Ausschließlich Polycarbonat (PC).
- Einsatz: Gewächshäuser, leichte Schuppen-Eindeckungen mit hohem Lichtbedarf.
Stegplatten 16 mm
- Aufbau: Vier Strukturen wählbar – Stegdoppel, Stegdreifach, Stegfünffach und Stegfünffach-X.
- U-Wert: 1,80 – 3,00 W/m²K (Stegfünffach-X dämmt am besten).
- Material: Polycarbonat (PC) und Acryl (PMMA) – einzige Stärke mit Acryl-Option.
- Einsatz: Der universelle Standard für Terrassendach, Carport und kalten Wintergarten.
Stegplatten 25 mm
- Aufbau: Stegsiebenfach – sieben Schichten mit sechs Hohlkammer-Reihen für maximale Dämmung.
- U-Wert: ca. 1,40 W/m²K – nahe an Doppelverglasung.
- Material: Ausschließlich Polycarbonat (PC).
- Einsatz: Beheizter Wintergarten, hohe Schneelast-Regionen, Räume mit Wohnraumkomfort.
Detaillierte Belastungstabellen und U-Wert-Datenblätter finden Sie in unseren Datenblättern. Im Blog erklären wir, wie stark Stegplatten sein sollten und vergleichen Hohlkammer- und Doppelsteg-Strukturen im Detail.
Stegplatte, einschalige Lichtplatte oder Glas – wann welche Eindeckung?
Für lichtdurchlässige Dächer stehen drei Materialien im Wettbewerb: die mehrwandige Stegplatte, die einlagige Wellplatte / einschalige Lichtplatte und klassisches Glas. Die direkte Gegenüberstellung zeigt die Stärken:
| Merkmal | Stegplatte | Einschalige Lichtplatte | Glas (VSG) |
|---|---|---|---|
| Aufbau | Mehrwandig mit Hohlkammern (2- bis 7-wandig) | Einlagig, profiliert (Welle/Trapez) | Massivglas, meist Verbundsicherheitsglas |
| Wärmedämmung (U-Wert) | 1,40 – 3,50 W/m²K | ≥ 5,0 W/m²K | 1,1 – 2,8 W/m²K (je nach Aufbau) |
| Lichtdurchlass | Hoch, leicht diffus | Sehr hoch, klar | Maximale Brillanz |
| Hagelfestigkeit | Sehr hoch (Polycarbonat nahezu unzerbrechlich) | Mittel (PC) bis gering (PVC) | Hoch bei VSG, sonst Bruchgefahr |
| Gewicht | Sehr leicht (1,5 – 4 kg/m²) | Sehr leicht (1,5 – 2,5 kg/m²) | Schwer (10 – 25 kg/m²) |
| Verlegung | Schwimmend in Aluprofilen | Direktverschraubung mit Profilbahn | Nur in geprüften Glashalte-Systemen |
| Typischer Einsatz | Terrasse, Carport, Wintergarten, Gewächshaus | Industriedach, Schuppen, Werkstatt | Repräsentative Wintergärten, Vordächer |
| Preis pro m² | Mittel | Niedrig | Hoch |
Grundregel: Wo Wärmedämmung und Wohnkomfort gefragt sind, ist die Stegplatte die wirtschaftlichste Wahl. Für reine Witterungsdächer ohne Dämmung genügen einschalige Lichtplatten. Glas ist primär eine optische Entscheidung und erfordert deutlich aufwändigere Tragkonstruktionen.
Unterkonstruktion für Stegplatten – worauf müssen Sie achten?
Stegplatten werden „schwimmend" in Aluprofilen verlegt – die Unterkonstruktion bestimmt, wie spannungsfrei die Platten sich bei Temperaturwechseln ausdehnen können. Eine sorgfältig geplante Unterkonstruktion ist die wichtigste Voraussetzung für ein dauerhaft dichtes Dach.
- Holzart: Verzugsfreies Leimbinderholz (BSH) ist Standard – verdrehende KVH- oder Konstruktionsvollholz-Balken erzeugen Spannungen im Profilsystem und führen zu Undichtigkeiten.
- Sparrenabstand: Richtet sich nach Plattenbreite – meist 980 mm oder 1.200 mm. Mittelprofil wird auf den Sparren montiert, Plattenmitte liegt zwischen den Sparren.
- Hitzestau vermeiden: Sparrenoberseite weiß streichen oder mit Alu-Klebeband bekleben – sonst heizen sich dunkle Hölzer unter den Profilen stark auf und es entstehen Spannungsrisse.
- Dachneigung: Mindestens 5° bis 10° (ca. 9–18 cm pro Meter) für sichere Selbstreinigung und zuverlässigen Wasserablauf.
- Stahl-Unterkonstruktion: Möglich und stabil, erfordert aber zusätzliche thermische Trennung gegenüber den Aluprofilen.
- Stützweite: Maximaler Sparrenabstand abhängig von Plattenstärke und Schneelastzone – konkrete Werte aus den Datenblättern.
Sie haben bereits eine eigene Unterkonstruktion (Holz oder Alu) und brauchen nur die Eindeckung? Dann passen unsere Stegplatten-Sparpakete mit aufeinander abgestimmten Platten und Verlegeprofilen. Wer auch die Unterkonstruktion mitbestellen möchte, findet unsere Terrassendach-Komplettsysteme mit Aluminium-Unterkonstruktion.
Wie werden Stegplatten montiert?
Anders als einschalige Wellplatten werden Stegplatten nicht durchbohrt, sondern schwimmend in Profilen verlegt. Das gibt den Platten Raum, sich bei Hitze auszudehnen, ohne zu reißen:
- Verlegeprofile: Alu- oder Kunststoffprofile als Schraub-, Klick- oder Klemmprofil – passend zur Plattenstärke wählen. Vertiefend: FAQ Verlegeprofile.
- Dehnungsfuge: 1–2 cm Spiel im Profil lassen, damit sich das Material bei Hitze ausdehnen kann (verhindert Knackgeräusche und Spannungsrisse).
- Stirnseiten abdichten: First (oben) mit Alu-Klebeband, Traufe (unten) mit Anti-Dust-Tape oder geschlitzten Abschlussprofilen. Verhindert Algen- und Moosbildung in den Hohlkammern.
- Abrutschsicherung: Verhindert das Herausrutschen der Platten am Profilende – immer einplanen.
- Zuschnitt: Handkreissäge mit feinzahnigem Sägeblatt bei hoher Drehzahl. Sägespäne vor dem Abkleben unbedingt aus den Kammern saugen.
Welches Material – Polycarbonat oder Acryl?
Beide Kunststoffe haben unterschiedliche Stärken – die Wahl entscheidet über Hagelfestigkeit, Optik und Anwendungsbereich:
- Polycarbonat (PC): Nahezu unzerbrechlich, extrem hagelsicher, in allen Stärken (4,5 – 25 mm) verfügbar – die Standardwahl für 95 % aller Projekte.
- Acrylglas (PMMA): Maximale Brillanz wie Echtglas, kratzunempfindlicher als PC, bei uns aber nur in 16 mm erhältlich. Hersteller produzieren zunehmend nur noch Polycarbonat.
Vertiefend: unsere Materialkunde Lichtplatten sowie der Blog-Vergleich Was sind die besten Stegplatten?
Detaillierter Material-RatgeberWelche Farbpalette bieten Stegplatten?
Die Tönung beeinflusst nicht nur das Design, sondern auch das Klima unter dem Dach:
- Klar: Maximale Helligkeit – ideal, wenn viel Licht in angrenzende Wohnräume fallen soll.
- Opal-Weiß: Diffuses, blendfreies Licht und spürbar reduzierte Hitzeentwicklung – Klassiker für Terrassendächer.
- Bronze / Anthrazit: Edler Sonnen- und Sichtschutz mit warmer Atmosphäre. Mehr Details im Blog: Stegplatte anthrazit.
Technische Dokumentation & Planung
Für eine professionelle Umsetzung stellen wir Ihnen alle Planungsunterlagen zur Verfügung:
- Datenblätter: U-Werte, Belastungstabellen und Schneelast-Grenzwerte in unseren Datenblättern.
- Montageanleitung: Bebilderte Montageanleitungen führen Sie Schritt für Schritt durch die Verlegung.
- Konfiguration: Mit dem Dach- und Wand-Planer für Stegplatten ermitteln Sie exakt die Stückzahl an Platten und Verlegeprofilen.
- Ratgeber: Weiterführende Praxis-Tipps im Lichtplatten-Ratgeber und im Fachglossar Dach & Wand.
Wissenswertes zu Aufbau, Montage & Planung
Eine Stegplatte ist eine mehrwandige Kunststoffplatte mit Hohlkammern, die durch innenliegende Stege verbunden sind. Die Hohlkammern bilden eine isolierende Luftschicht. Die häufigsten Synonyme sind Doppelstegplatte, Hohlkammerplatte, Stegdoppelplatte, Doppelkammerplatte und Lichtstegplatte – technisch alles dasselbe Produkt, je nach Aufbau mit zwei (Stegdoppel), drei (Stegdreifach) oder bis zu sieben (Stegsiebenfach) Schichten.
Für Gewächshäuser genügen 4,5–10 mm. Für Terrassendächer und Carports ist 16 mm der unangefochtene Standard – mit Stegfünffach-X erreichen Sie hier U-Werte ab 1,80 W/m²K. Für beheizte Wintergärten oder Regionen mit hoher Schneelast empfehlen wir 25 mm Stegsiebenfach mit U-Wert 1,40 W/m²K. Mehr dazu im Blog: Wie stark sollten Stegplatten sein?
Polycarbonat (PC) ist nahezu unzerbrechlich, hagelsicher und in allen Stärken (4,5 – 25 mm) erhältlich – für 95 % aller Projekte die richtige Wahl. Acrylglas (PMMA) bietet höhere Brillanz und ist optisch näher an Echtglas, bei uns aber nur in 16 mm verfügbar. Vertiefend: unsere Materialkunde Lichtplatten.
Nur die Seite mit der UV-Vergütung ist witterungsbeständig. Diese ist auf der Schutzfolie deutlich gekennzeichnet. Verlegen Sie diese Seite zwingend nach außen, da die Platte sonst spröde wird und die Lebensdauer drastisch sinkt.
Um Algen- und Moosbildung in den Kammern zu verhindern, nutzen Sie am First (oben) Alu-Klebeband zum dichten Abschluss. An der Traufe (unten) verwenden Sie ein Anti-Dust-Tape (Membranband) oder geschlitzte Abschlussprofile, damit Kondenswasser entweichen kann.
Nutzen Sie eine Handkreissäge mit feinzahnigem Sägeblatt bei hoher Drehzahl. Saugen Sie die Sägespäne unbedingt aus den Kammern, bevor Sie die Stirnseiten abkleben – sonst bilden sich später Verschmutzungen unter der Folie. Alternativ können Sie unseren Zuschnitt-Service nutzen und Platten zentimetergenau auf Maß bestellen. Mehr im Blog: Wie schneidet man Stegplatten richtig?
Die Belastbarkeit hängt von Plattenstärke, Stegstruktur und Sparrenabstand ab. Stegplatten 16 mm und 25 mm sind in den meisten Schneelastzonen problemlos einsetzbar. Konkrete Belastungstabellen finden Sie in den Datenblättern. Im Blog erläutern wir die Werte: Schneelast bei Stegplatten.
Streichen Sie die Oberseite der Sparren weiß oder kleben Sie sie mit Alu-Band ab. Dunkle Hölzer heizen sich unter den Aluprofilen extrem auf, der Hitzestau führt zu Spannungsrissen in den Platten. Verwenden Sie zudem verzugsfreies Leimbinderholz (BSH) – sich verdrehende KVH-Balken erzeugen Undichtigkeiten im Profilsystem. Vertiefend: FAQ Verlegeprofile.
Viele weitere Fragen und Antworten finden Sie auf der FAQ-Seite für Lichtplatten, in unserem Fachglossar Dach & Wand oder zur konkreten Auswahl auf der Stegplatten-Kaufseite.
Ihr Stegplatten-Projekt perfekt geplant mit DWZ
Starten Sie jetzt Ihre Planung: Stegplatten sind in allen Stärken (4,5 – 25 mm), Materialien (Polycarbonat / Acryl) und Tönungen (klar, opal-weiß, bronze, anthrazit) ab Lager verfügbar – inkl. passender Verlegeprofile und Zubehör. Für Sparpakete (Eindeckung ohne UK) gehen Sie zu den Stegplatten-Sparpaketen; Komplettsysteme mit Aluminium-Unterkonstruktion finden Sie auf den Aluminium-Terrassendächern.
Letzte Aktualisierung: 4. Mai 2026
Technisch geprüft von: Grimberg GmbH (Kontakt)









