Häufige Fragen zu Lichtplatten
Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu den Lichtplatten (einschalige Wellplatten & Stegplatten) inklusive passender Montageprofile. Technische Fachbegriffe erklären wir Ihnen zudem detailliert in unserem Fachglossar oder in unserer Video-Galerie. Sollten Sie dennoch weitere Fragen haben, können Sie jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen.
Geschäftsführerin
„Lichtplatten sind das Thema mit den meisten Bauherrenfragen pro Bestellung – und das aus gutem Grund: PVC oder Polycarbonat? Welle oder Stegplatte? 16 mm oder 25 mm? Wir nehmen uns die Zeit, das am Telefon durchzugehen, weil der falsche Material-Mix später nicht reklamierbar ist. Mein Tipp: Skizzieren Sie das Projekt, schicken Sie es uns – wir empfehlen die Kombination, die für Ihre Situation am wirtschaftlichsten ist.“
- PVC (Polyvinylchlorid): Kostengünstig, schlagfest, ammoniakbeständig (Landwirtschaft), witterungsbeständig.
- PET (Polyethylenterephthalat): Recycelbar, schlagfest, ammoniakbeständig, preisgünstig.
- Polycarbonat: Sehr hohe Schlag- / Hagelbeständigkeit, langlebig, witterungsbeständig.
- Acrylglas: Sehr hohe UV-Beständigkeit und Lichtdurchlässigkeit, hagelfest, glasähnliches Aussehen.
Tipp: Eine detaillierte Vergleichstabelle der Materialeigenschaften finden Sie auf der Themen-Seite Lichtplatten-Material.
- Einschalige Lichtplatten: Maximale Lichtdurchlässigkeit, direkte Befestigung an Querbalken mit Abstandhaltern oder Kalotten – bewährt bei leichten Überdachungen.
- Stegplatten: Hohlräume für bessere Wärmedämmung und weniger Kondenswasserbildung, Montage in Verlegeprofilen auf Längsträgern – beliebt für Terrassen / Wintergärten.
Kosten (Systemvergleich): Einschalige Lichtplatten sind in der Regel deutlich günstiger – sie benötigen nur eine einfache Unterkonstruktion und kaum Zubehör. Hohlkammerplatten haben dagegen einen höheren Systempreis, da zusätzliche Montageprofile (Ober-/Unterprofile, Dichtungen, ggf. Klemmdeckel) und eine genau abgestimmte Unterkonstruktion erforderlich sind.
Praxis: Einschalig für viel Licht, eine schlanke Optik und Budget; Hohlkammerplatten für Komfort in Sachen Wärme- und Schalldämmung – geeignet, wenn die Terrasse oder der Wintergarten das ganze Jahr über genutzt wird.
- Maximale Robustheit / Hagel: Polycarbonat (Hohlkammerplatte)
- Sehr klares Erscheinungsbild: Acrylglas (einschalig)
- Preis/Leistung: PVC/PET (einschalig) für einfache Überdachungen
Tipp: Für Terrassen sind Hohlkammerplatten aufgrund ihrer isolierenden und schalldämpfenden Eigenschaften oft die erste Wahl.
- Carport / Überdachung: Oft 10 mm Stegplatte oder einschalige Lichtplatte (abhängig von Belastung / Projekt)
- Terrassenüberdachung: Oft 16 mm Stegplatte (Komfort & Akustik)
- Mehr Isolierung / Wintergarten: 25 mm Stegplatte – die dickste Stärke in unserem Sortiment
Wichtig: Schneelast- / Windzone, Stützabstände und Profildaten auf der Produktseite / Montageanleitung sind maßgeblich.
Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme ein Bauelement durchlässt. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist die Isolierung. Dank ihrer Hohlkammern haben Stegplatten in der Regel einen deutlich niedrigeren U-Wert als einschalige Lichtplatten.
Eine Brandklasse beschreibt eine Einteilung von Bränden auf der Grundlage der brennbaren Stoffe und der dafür geeigneten Löschmittel. Es wird zwischen der nationalen deutschen Norm DIN 4102-1 und der europäischen Norm DIN EN 13501 unterschieden:
Deutsche Klasse DIN 4102-1
A1: Nicht brennbar
A2: Nicht brennbar
B1: Schwer entflammbar
B2: Normal entflammbar
B3: Leicht entflammbar
Europäische Klasse DIN EN 13501
A: Kein Beitrag zum Brand (A1, A2)
B: Sehr geringer Beitrag zum Brand
C: Begrenzter Beitrag zum Brand
D: Akzeptabler Beitrag zum Brand
E: Akzeptables Brandverhalten
F: Keine Leistung festgestellt
PVC Lichtplatten: DIN 4102 = B1, DIN EN 13501 = B*
Polycarbonat Lichtplatten: DIN 4102 = B1, DIN EN 13501 = B*
Acrylglas Lichtplatten: DIN 4102 = B2, DIN EN 13501 = E*
* Dies sind grobe Richtlinien. Die genaue Brandklasse einer Platte kann trotz des Kunststofftyps aufgrund der Dicke, zusätzlicher Additive usw. variieren.
Ja, alle Lichtplatten sind UV-beständig. Je nach Plattentyp verfügen sie zusätzlich über eine spezielle UV-Schutzbeschichtung, die das Material vor Vergilbung und Versprödung durch Sonneneinstrahlung schützt.
Wichtig: Bei Lichtplatten mit einseitigem UV-Schutz muss darauf geachtet werden, dass die beschichtete Seite zur Sonne zeigt. Wird die ungeschützte Seite nach außen montiert, kann dies die Lebensdauer deutlich verkürzen.
Tipp: Achten Sie beim Zuschneiden und Montieren auf die Markierung der UV-beschichteten Seite (meist durch Aufdruck oder farbige Schutzfolie erkennbar), um den vollen UV-Schutz und die Langlebigkeit der Platte sicherzustellen.
- Länge = Fließrichtung vom First bis zur Traufleiste.
- Breite = Quer dazu (links ↔ rechts).
Tipp: Einen Querschnitt der Breite finden Sie bei den Produktbildern.
Nein, wir schneiden die Platten nicht in der Breite zu. Unsere Zuschnitte erfolgen ausschließlich in der Länge – also in Fließrichtung vom First zur Traufe (z. B. von 2,00 m auf 1,80 m; die Breite bleibt immer gleich). So behalten Sie die originale Plattenstruktur und Stabilität.
Sie können die Platten jedoch selbst problemlos zuschneiden. Beim jeweiligen Artikel ist bei den Montagehinweisen genau beschrieben, welches Werkzeug sich für den Zuschnitt am besten eignet.
Tipp: Verwenden Sie feinzahnige Werkzeuge und fixieren Sie die Platte gut, um saubere Schnittkanten zu erhalten.
Nein, Schrägschnitte sind nicht möglich. Wir führen ausschließlich gerade Zuschnitte aus – und zwar nur in der Länge, nicht in der Breite.
Sie können die Platten jedoch selbst problemlos zuschneiden. Beim jeweiligen Artikel ist bei den Montagehinweisen genau beschrieben, welches Werkzeug sich für den Zuschnitt am besten eignet.
Tipp: Verwenden Sie feinzahnige Werkzeuge und fixieren Sie die Platte gut, um saubere Schnittkanten zu erhalten.
Die Oberseite ist je nach Hersteller entweder schriftlich gekennzeichnet (z. B. mit Aufdruck oder Pfeilrichtung) oder durch eine farbige Schutzfolie markiert. Diese Seite besitzt meist den UV-Schutz und muss nach außen zeigen.
Die Unterseite ist in der Regel mit einer klaren, durchsichtigen Folie versehen und zeigt nach innen.
Tipp: Entfernen Sie die Schutzfolien erst nach der Montage, um Kratzer zu vermeiden und die korrekte Ausrichtung sicherzustellen.
Die Mindestneigung hängt vom Produkt ab (siehe Montageanleitung). Eine ausreichende Neigung erleichtert den Wasserabfluss und sorgt für eine Selbstreinigung durch Regen.
Tipp: Halten Sie sich an die Mindestwerte auf der jeweiligen Produktseite – zu flach erhöht den Wasserstand und die Schmutzansammlung.
Stützabstände bestimmen die zulässigen Abstände der Unterkonstruktion. Diese werden pro Platte vorgeschrieben und dürfen nicht überschritten werden, um die Statik zu gewährleisten.
- Seitlich (Längsüberlappung): In der Regel 1 Welle (abhängig vom Profil).
- In Richtung der Entwässerung (Querüberlappung): Abhängig vom Profil und der Dachneigung; bei geringer Neigung eine größere Überlappung (in der Regel mehrere Zentimeter).
Tipp: Die genauen Werte finden Sie in der Produktbeschreibung oder der Montageanleitung. Je größer die Neigung, desto kleiner die Querüberlappung.
Stegplatten werden schwimmend in Verlegeprofilen montiert. Die Profile liegen auf den Längsträgern, gleichen Temperaturausdehnungen aus und unterscheiden sich hinsichtlich Material und Aufbau. Unser Sortiment umfasst 8 Profile für Plattenstärken 10, 16 und 25 mm – von der Vollkunststoff-Zevener Sprosse über die Aluminium-Klassiker DUO und ECO bis zum thermisch getrennten A3 Thermoprofil, dem einzigen Profil für 25 mm Stegplatten im beheizten Wintergarten.
Ausführlicher Profilvergleich: Alle 8 Verlegeprofile mit Geometrie, Material, Breite und Anwendungsempfehlung auf der Themen-Seite Verlegeprofile für Stegplatten – Systeme, Materialien & Auswahl.
Nein. Die Verlegeprofile müssen mit der ganzen Breite auf einem Balken unterstützt werden.
- Einschalige Lichtplatten: Mit Abstandhaltern oder Kalotten (je nach Material).
- Stegplatten: Montage in Montageprofilen (Breiten und Typen siehe oben) auf Längsträgern, Platten schwimmend verlegen.
- Kürzen: Fein gezahnte Säge (Stich- / Kreissäge), geringe Vorschubkraft, Kanten entgraten.
- Bohren: Kunststoff- / geschliffene Metallbohrer, niedrige Drehzahl, Lochdurchmesser größer als die Schraube (Ausdehnungsreserve).
- Untergrund: Platte über die gesamte Fläche stützen; Schutzfolie erst nach dem Zuschneiden entfernen.
Wichtig: Nicht ohne Vorbohren festschrauben; nicht mit einer Flex oder Heißschneidemaschine schneiden.
Ja – wichtig sind die richtigen Profilhöhen und als Schraubverbindung die richtigen Master-Plug Schrauben.
- Unterkonstruktion: Abstände zwischen den Stützen und Profilgeometrie aufeinander abstimmen.
- Schraubverbindung: Immer vorbohren, Befestigungsmittel je nach Plattentyp.
- Abdichtung: Lichtplatten sind kein Ersatz für Bauabdichtungen.
Lichtplatten müssen vor Sonne und Nässe geschützt gelagert werden. Transportverpackungen sind bei längerer Lagerdauer zu entfernen. Die Platten sollten auf einer ebenen Unterlage, gut belüftet und mit einer hellen, wasser- und lichtundurchlässigen Plane abgedeckt werden. So werden Wärmestau, Verfärbungen, Verformungen und Rissbildungen vermieden.
Wichtig: Für Schäden durch unsachgemäße Lagerung wird keine Haftung übernommen.
- Lose Verschmutzungen mit Wasser abspülen.
- Mit einem weichen Tuch oder Schwamm und einem pH-neutralen Reinigungsmittel reinigen.
- Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, Scheuermittel und harte Bürsten.
Wichtig: Keinen Hochdruckreiniger verwenden – Gefahr der Beschädigung von Oberflächen und Dichtungen.
Kondenswasser kann bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen auftreten, insbesondere bei einschaligen Platten.
- Prävention: Gute Belüftung, Mindestneigung einhalten.
- Algenbildung: wird durch Feuchtigkeit und Schmutz begünstigt; regelmäßiges Reinigen verringert das Risiko.
- PVC / PET: Die Herstellergarantien liegen bei 10 Jahren (PVC) bzw. 5 Jahren (PET); die typische Nutzungsdauer beträgt rund 10 Jahre, bei guter Pflege auch länger. Beide Materialien haben eine begrenzte UV-Beständigkeit und vergilben über die Jahre – siehe Lichtplatten-Material.
- Polycarbonat / Acrylglas: Sehr langlebig (oft deutlich länger), hohe UV- und Schlagfestigkeit.
- Einflussfaktoren: UV-Strahlung, Hagel- und Windbelastung, Wartungsintervalle, geeignete Reinigungsmittel.
Tipp: Eine schonende Reinigung und korrekte Befestigung verlängern die Lebensdauer spürbar – die UV-Beständigkeit des Materials lässt sich damit aber nicht ersetzen. Wenn es auf Langlebigkeit ankommt, ist Polycarbonat die wirtschaftlichere Wahl.
Lichtplatten online konfigurieren: Maße, Material und Profil in einem Schritt
Polycarbonat, Acrylglas, PVC oder PET – Wellplatten und Stegplatten in allen gängigen Profilen, mit passenden Verlegeprofilen und Befestigung. Welcher Planer der richtige ist, hängt vom Profil ab:
Lesen Sie auch unsere Blogbeiträge
Letzte Aktualisierung: 7. August 2026
Technisch geprüft von: Maurice Grimberg, Geschäftsführer (Kontakt)